Ökumene

Der Evangelische Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg unterstützt den fairen Handel und ermutigt die Gemeinden und die Menschen im Kirchenkreis, durch „faires Einkaufen“ etwas gegen Armut und Ungerechtigkeit in der Welt zu tun.

Nicht immer entscheiden Produktionskosten und Löhne über den tatsächlichen Preis eines Produktes.
Besonders schlimm ist dies für Kleinbauern in Ländern des Südens: Sie sind abhängig von Zwischenhändlern und Spekulanten, die über Preise, Transport und Vermarktung entscheiden.
So hat der seit Jahren fallende Kaffeepreis weitreichende Folgen für die Kaffeebauern: Sehr häufig ist Kaffee für Familien in ländlichen Gebieten eins der wichtigsten Produkte, das sie gegen Bargeld verkaufen können, um davon Arzt- und Medikamentenkosten und Schulgeld zu bezahlen. Der Wegfall dieser Einkommensmöglichkeit hat einschneidende Konsequenzen für das private und öffentliche Leben, natürlich auch für die Kirchengemeinden in den Kaffeeanbaugebieten.

Bei der Jahreskonferenz der Kaffeeproduzenten sagte Elitira Mengi, ein pensionierter Kaufmann der Kilimanjaro-Region, nie sei der Preis für Kaffee so am Boden gewesen. „Es ist der Kaffee, der es den Kleinbauern ermöglichte, all die guten Straßen am Kilimanjaro zu bauen und die Schulen.“ … Die meisten festen Häuser … seien mit dem Erlös aus dem Kaffee gebaut worden. „Aber jetzt kann sich eine Familie kaum eine Mahlzeit leisten, geschweige denn ein festes Haus bauen. Der Kaffee war für unsere Vorfahren schwarzes Gold. Aber für die heutige Generation ist er ein wertloses, zeitraubendes Produkt.“ (Observer, Tansania, 17.06.2001)

Seit vielen Jahren unterstützen die Kirchen weltweit Handelsstrukturen, die mit einem garantierten Mindestpreis dafür Sorge tragen, dass die Produzenten geschützt und die Preisdumping nicht zu Lasten von Mensch, Umwelt und Qualität geht. Über 500.000 Kaffeebauern und ihre Familien (Angabe laut Weltladen-Dachverband; Frühjahr 2004) profitieren schon heute vom fairen Handel.

„Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.“ (1. Korintherbrief 12,26) Wechselseitige Wahrnehmung und Eintreten für einander sind Kennzeichen christlicher Liebe.

Für einen fairen Welthandel haben sich schon früh die christlichen Kirchen eingesetzt. Dafür möchte ich ihnen danken. Kirchen wirken weltweit und sind gleichzeitig in Gemeinden und Gemeinschaften verwurzelt. Sie geben vielen Menschen Heimat und den Blick für die Nöte der Welt. Beides brauchen wir gerade in Zeiten der Globalisierung. (Johannes Rau, Berliner Rede vom 13.05.2002)

Durch den Kauf fair gehandelter Produkte der Gedanke eines Handelns und Wirtschaftens, in dem die jeweiligen Grundbedürfnisse respektiert werden unterstützt und ein Stück Entwicklungshilfe auf Augenhöhe geleistet. Menschen können so davor bewahrt werden, auf Spenden angewiesen zu sein.

Darüber hinaus engagieren Menschen sich – meist ehrenamtlich – , um die Idee des fairen Handels zu unterstützen. Teils seit über 20 Jahren gibt es in der hiesigen Region 1-Welt-Läden. Sie bieten eine breite Auswahl fair gehandelter Produkte, sowohl Nahrungs- und Genussmittel, als auch kunstgewerbliche Produkte.
In der unten stehenden Tabelle finden Sie die Kontaktpersonen, Adressen und Öffnungszeiten der Weltläden im hiesigen Raum. Bei der Suche nach einem Laden oder einem bestimmten fair gehandeltem Produkt hilft Ihnen auch das Eine-Welt-Netz NRW.
Darüber hinaus bieten viele Kirchengemeinden im Anschluss an den Gottesdienst oder bei Gemeindeveranstaltungen die Möglichkeit, fair gehandelte Produkte zu kaufen.

Auch viele Supermärkte haben fair gehandelte Produkte im Angebot: Sie erkennen sie am Fairtrade-Logo.

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