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Diakonisches Werk bietet ambulante Therapie für Suchtkranke an

„Trockendock“, „geschlossene Abteilung“ und „Ballerburg“, wer kennt sie nicht, die im Volksmund gebräuchlichen Bezeichnungen für medizinisch-psychologische Fachkliniken für suchtkranke Menschen. Die Abneigung der Betroffenen gegenüber stationären Einrichtungen ist groß, wissen die beiden Suchtberater und Sozialtherapeuten der Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes Plettenberg zu berichten. Seit 38 Jahren finden dort Hilfesuchende aus Plettenberg, Neuenrade und Werdohl sowie aus Attendorn, Lennestadt und Finnentrop kompetente Ansprechpartner. Sabine Schneider und Frank Horstmann bieten daher neben der Grundversorgung auch eine ambulante Therapie für alkohol- und/oder medikamentenabhängige Menschen im Therapieverbund „Ambulanter Rehabilitation Suchtkranker im Märkischen-Kreis“ (ARS-MK) an. Wer trotz einer Suchterkrankung noch in einem ausreichenden Maße sozial integriert, gesundheitlich stabil und therapie- und veränderungsbereit ist, um in einem ambulanten Rahmen das Ziel einer dauerhaften Abstinenzfähigkeit zu erreichen, kommt für diese Therapievariante in Frage. „Der Vorteil der ambulanten Therapie ist, dass Klienten nicht für Monate von zu Hause fort müssen und weiterhin täglich ihrer Arbeit nachgehen können“, berichtet Horstmann. Die ambulante Therapie dauert zwischen 6 und 18 Monate und beinhaltet wöchentlich stattfindende Einzel- und Gruppengespräche, in denen Schritt für Schritt vor allem geeignete Strategien erarbeitet werden, um das zukünftige Leben abstinent gestalten zu können. „Wer missbräuchlich Alkohol oder Medikamente konsumiert oder als suchtkrank gilt, sollte sich mit uns in Verbindung setzen, damit geeignete Maßnahmen eingeleitet werden können“, berichtet Schneider, seit 1989 und somit als Dienstälteste in der Beratungsstelle tätig, „wobei wir die Möglichkeit der ambulanten Therapie als wertvolle Ergänzung unseres Angebotes sehen.“ Im Vorfeld finden Beratungsgespräche im Rahmen einer Klärungsphase statt, in der Interessierte für sich herausfinden können, ob und in welcher Form für sie Therapie notwendig und sinnvoll ist. Sollte eine Suchttherapie im Anschluss gewünscht sein, kann diese über die Suchtberatungsstelle bei den gängigen Kostenträger (Renten- und Krankenversicherungen) beantragt werden.

Interessierte wenden sich bitte an die Suchtberatungsstelle Plettenberg im Paul-Gerhardt-Haus, Bahnhofstraße 25, Tel.: 02391 / 9540-20. Persönlicher Kontakt ist zu Zeiten der Offenen Sprechstunden möglich: montags 10.30 – 12.00 Uhr und donnerstags 15.00 – 17.00 Uhr.

 

Das Team der Suchtberatungsstelle v.l.n.r.: Frank Horstmann, Sabine Schneider und Susanne Witt


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