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Suchtberatungsstelle Plettenberg legt Jahresstatistik für 2016 vor

Grundversorgung und ambulante Therapie suchtkranker/-gefährdeter Menschen als wichtige Angebote

Man hört immer wieder davon, denn es kommt ja auch in den besten Familien vor: Der eine trinkt zu oft zu viel, weil er mit dem Stress auf der Arbeit nicht mehr zurecht kommt. Die andere nimmt regelmäßig Beruhigungsmittel ein, weil Ängste oder Depressionen die Bewältigung des Alltages erschweren. Und wiederum ganz andere haben sich daran gewöhnt Drogen zu konsumieren, weil sie sonst das Gefühl haben, nicht genug Spaß im Leben zu haben. Die Gründe für eine Abhängigkeit sind vielfältig und individuell unterschiedlich, aber die Auswirkungen ähneln sich sehr: Gesundheitliche Probleme und soziale Auffälligkeit. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo professionelle Hilfe vonnöten ist, um wieder in ein suchtfreies Leben zurückzufinden. Die Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes im Paul-Gerahardt-Haus in Plettenberg bietet seit den frühen 70er Jahren Hilfe an für suchtkranke Menschen und deren Angehörige. Im vergangenen Jahr 2016 haben die beiden Suchtberater/Suchttherapeuten Sabine Schneider und Frank Horstmann insgesamt 391 Menschen beraten. Hierbei handelte es sich um 242 Suchtkranke, 98 Angehörige und 51 sonstige Bezugspersonen. Davon haben 114 Hilfesuchende (80 Männer und 34 Frauen) eine längerfristige Beratung oder eine ambulante Therapie in Anspruch genommen. Die Altersgruppe der Vierzig- bis Sechzigjährigen ist mit 62 Prozent am stärksten vertreten. 76 Prozent der Klienten suchten Hilfe aufgrund einer Alkoholproblematik, gefolgt von Drogenkonsum (11 Prozent) und Spielsucht (5 Prozent). Obwohl sich bei vielen suchtkranken Menschen die sozialen Probleme zwangsläufig zuspitzen, waren immerhin knapp 60 Prozent erwerbstätig, 18 Prozent Hausfrauen und Rentner und lediglich 22 Prozent arbeitslos. In Einzelgesprächen (insgesamt 1.427 im vergangenen Jahr) und Gruppenkontakten (1.361 im Jahr 2016) werden hierbei nicht nur die Abstinenzfähigkeit gestärkt, sondern auch die der Sucht zugrundeliegenden Probleme aufgearbeitet. Eine intensive therapeutische Auseinandersetzung erfolgt entweder in einer stationären Therapieeinrichtung (Fachklinik für Suchtkranke) oder vor Ort in der Suchtberatungsstelle im Rahmen einer ambulanten Therapie.

Hilfesuchende finden mittels der Offenen Sprechstunden (montags von 10:30 bis 12:00 Uhr und donnerstags von 15:00 bis 17:00 Uhr) kurzfristig die Möglichkeit eines persönlichen Informationsgespräches. Weitere Termine nach Vereinbarung. Die Beratung ist vertraulich und kostenlos.

Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes, Paul-Gerhardt-Haus, Bahnhofstr. 25, Plettenberg. Tel.: 02391 / 9540-20. www.diakonie-plettenberg,de

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