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„Allerlei – die Halle für Alle“ feiert den zehnten Geburtstag!

  

 

Von Silke Corswandt

Plettenberg. Das Sozialzentrum „Allerlei – die Halle für Alle“ feiert den zehnten Geburtstag. Dazu gibt es am Freitag, den 8. September an der Schubertstr. 5 einen Tag der Geselligkeit. Von 12 bis 16 Uhr sind alle Gäste, Mitarbeiter und Interessierte herzlich eingeladen, bei gutem Essen und Getränken einen geselligen Nachmittag miteinander zu verbringen.

Was im September 2007 begann, war eine Idee von Heike Schaefer, Mitarbeiterin des Diakonischen Werkes Lüdenscheid-Plettenberg und Leiterin der Freiwilligenzentrale: „Ich wollte in Plettenberg eine Begegnungsstätte schaffen für Menschen, die Gesellschaft suchen oder in schöner Atmosphäre Zeit verbringen möchten. Da wir auch den Wunsch hatten, gebrauchte und gute Sachen nicht zu entsorgen, sondern weiter zu verwenden, können unsere Gäste nun außerdem für kleines Geld das ein oder andere Schnäppchen machen.“

Und so wurde der ehemalige Toom Getränkemarkt an der Schubertstraße von fleißigen Händen umgebaut. Eine echte Herausforderung, denn auf der großen Fläche sollten viele Bereiche unter einem Dach entstehen: Eine Küche für den Mittagstisch, eine Kleiderkammer, ein Trödelmarkt, ein Lager für die Lebensmittel der Plettenberger Tafel und vor allem ein gemütlicher Sitzbereich, in dem die Gäste sich wohl fühlen sollten.

 

(Foto: Diakonisches Werk)

Seit zehn Jahren kann man jetzt schon in der Kleiderkammer und dem Trödel stöbern und Dinge entdecken, die eben nicht jeder hat. Ursi Schiller, die das Sozialzentrum von Anfang an leitet und die gute Seele des Hauses ist, meint: „Gutes muss nicht immer neu und teuer sein. Bei uns werden gebrauchte Dinge angeboten, die in gutem Zustand sind, teilweise wie neu und es ist immer wieder schön zu sehen, wenn jemand mit leuchtenden Augen etwas findet, das er schon lang gesucht hat.“

Auch einige der Besucher und ehrenamtlichen Mitarbeiter sind bereits seit Anbeginn der Halle mit dabei. „Wir haben viele Stammgäste und Stamm-Mitarbeiter“, erzählt Ursi Schiller. „Ohne die vielfältige Hilfe der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätte die Halle so nicht realisiert werden können. Mittlerweile haben wir über 50 fleißige Helfer, die sich hier in ihrer Freizeit engagieren. Jeder hat seinen Arbeitsbereich, ich kümmere mich um die organisatorischen Abläufe und halte die Fäden in der Hand. Die restlichen Aufgaben erledigen zum Großteil die ehrenamtlichen Mitarbeiter, viele davon tatsächlich schon seit zehn Jahren.“

Ursi Schiller als Leiterin der Halle für Alle ist es besonders wichtig, für Besucher und Mitarbeiter eine gute Atmosphäre zu schaffen. Ein offenes Ohr für die Mitarbeiter und Besucher sowie Zeit für Menschlichkeit und Zuwendung sind daher hier selbstverständlich.

Der Name „Sozialzentrum – die Halle für Alle“ soll deutlich machen, dass die Angebote hier ausdrücklich für alle Menschen gedacht sind, unabhängig davon, wie dick der Geldbeutel ist“, meint Heike Schaefer. „Leider wird die Bezeichnung Sozialzentrum oftmals falsch verstanden. Viele denken, wir wären nur für bedürftige Menschen da. Dabei sind wir offen für alle, die uns besuchen möchten.“

Eine Ausnahme ist dabei die Ausgabe von Lebensmitteln bei der Plettenberger Tafel. Sie findet regelmäßig am 3. Donnerstag des Monats statt und ist tatsächlich ausschließlich für bedürftige Menschen gedacht.

Ein weiteres Angebot im Sozialzentrum ist das Generationencafé, das an jedem dritten Montag im Monat nachmittags stattfindet. Hier mischen sich die Generationen und die zumeist älteren Besucher verbringen einen schönen Nachmittag mit einer Gruppe von Schülern oder Kindergartenkindern. Hierzu ist jeder Interessierte herzlich eingeladen.

In den zehn Jahren hat sich im Sozialzentrum natürlich auch einiges geändert. Die Aufteilung der Räume ist heute völlig anders als damals. Mit steigenden Besucherzahlen mussten manche Arbeitsbereiche mitwachsen oder umgebaut werden. Es gibt auch schon mal Tage, an denen man als Besucher nach einem Sitzplatz suchen muss, dafür geht es anderntags dann ruhiger zu. Menschen aus allen Herkunftsländern haben ihren Weg in die „Halle für Alle“ gefunden, und das Sozialzentrum ist ein Ort für gelebte Integration geworden.

Als Fazit nach zehn Jahren Sozialzentrum „Allerlei – die Halle für Alle“ lässt sich sagen, dass Plettenberg durch diese Begegnungsstätte reicher geworden ist. Leider ist aber auch deutlich, dass die Zahl der bedürftigen Menschen in Plettenberg angestiegen ist.

 

Die „Halle für Alle“ lädt auch Sie ein. Schauen Sie einfach vorbei, stöbern Sie im Trödel und der Kleiderkammer oder nehmen sich Zeit für einen Kaffee in netter Atmosphäre. Am 8. September - am Tag der Geselligkeit - bleiben Kleiderkammer, Trödel und Bistro allerdings geschlossen. Auch die Annahmestelle im Paul-Gerhardt-Haus ist aufgrund der Festvorbereitungen am Donnerstag, den 7.09. sowie am Freitag, den 8.09. geschlossen.

Die „Halle für Alle“ ist zu folgenden Zeiten geöffnet: montags von 10 – 14 Uhr sowie dienstags und freitags von 10 – 16 Uhr, der Mittagstisch findet an diesen Tagen um 12 Uhr statt.

Einnahmen und Spenden werden zur Finanzierung der anfallenden Kosten und zur Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenslagen verwendet.

Bei Fragen, auch zum Tag der Geselligkeit am 8. September von 12.00 – 16.00 Uhr, wendet man sich bitte an das Diakonische Werk unter der Telefonnummer 02391-9540-13.

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