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Andacht des Superintendenten Klaus Majoress zum Kreiskirchentag

 

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

vor uns liegt am Sonntag ein ganz besonderer Tag. Im Rahmen des Reformationsjubiläums feiern wir einen Kreiskirchentag, zu dem Sie herzlich eingeladen sind. Die Kirchengemeinde, Vereine, Verbände, kirchennahe Organisationen und viele andere füllen die Innenstadt Lüdenscheids mit einem bunten Programm an Gottesdiensten, Spiel und Spaß, Unterhaltung und Möglichkeiten zur Begegnung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Der Tag steht unter dem Thema: „Himmelwärts“. Unser Blick geht himmelwärts, nicht um das Wetter oder die Sterne zu beobachten, sondern um uns Gott zuzuwenden.

Gott hat den Himmel geöffnet. Er ist in seinem Sohn Jesus Christus zu uns auf die Erde gekommen. Und er hat den Jüngern mit seinem Aufstieg in den Himmel nach allen Erfahrungen des Abschieds, der Trennung und all ihrer geplatzten Hoffnungen selbst ein neues Hoffnungszeichen gesetzt. Durch sein Segenszeichen vor dem Aufstieg in den Himmel hat Christus den Jüngern eine besondere Kraft, Freiheit und Selbstständigkeit geschenkt, ihnen zugleich aber auch Verantwortung übertragen. Es war ein Abschied besonderer und wundersamer Art. Weil damit die Garantie verbunden ist, dass sich dieser Himmel nach der Himmelfahrt Jesu nie mehr schließt. „Und so hat er uns verlassen, um Tag und Nacht bei uns zu sein“, hat das der Kabarettist Hans Dieter Hüsch einmal geschrieben.

Gott ist für jeden da und jedem ganz nah. An uns ist es, den Himmel offen zu halten. Starren wir nicht mit offenem Mund in den Himmel, sondern gehen wir mit offenem Herzen an die Arbeit für eine bessere Welt, etwa durch den Einsatz für gerechte und friedliche Verhältnisse, durch den Einsatz für eine Gesellschaft, in der nicht Geiz geil ist, sondern Menschen aufeinander achten, sich respektieren und in der sich nicht jeder selbst der Nächste ist. Verantwortung zu übernehmen bedeutet auch, andere zu integrieren und nicht auszuschließen und die Herzen nicht zu verschließen vor Menschen, die durch Kriegs-, Gewalt- und Fluchterfahrungen traumatisiert sind. Christen, Juden und Muslime sind gemeinsam aufgefordert der Gewalt abzusagen, zugleich aber Gewalt und Terror zu trotzen.

Gott hat den Himmel für die Erde geöffnet, damit wir die Erde offenhalten für den Himmel. Das ist unsere Hoffnung und unser Auftrag, die uns unser Glaube gibt. Das wollen wir miteinander feiern und erleben. Welch großartiges Geschenk! Wir freuen uns, wenn Sie das mit uns feiern!

Klaus Majoress, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg

 

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