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GlaubenLeben-Festival im Haus Nordhelle bei strahlendem Sonnenschein

 

Hinter dem Haus tobten die Kinder auf der Hüpfburg. (Foto: Raith)
 

Von Guido Raith 

Besser hätten es sich die Organisatoren nicht wünschen können: Bei strahlendem Sonnenschein fand im Haus Nordhelle am Samstag das „GlaubenLeben-Das Reformationsfestival“ statt. Einen Tag lang drehte sich ganz im Zeichen des 500. Jahrestages der Reformation hier alles in und um das Haus am Koppenkopf um Martin Luthers Ideen, die so viel in der Welt verändert haben.

Der Superintendent des Ev. Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, Klaus Majoress, eröffnete das Fest gemeinsam mit dem Leiter von Haus Nordhelle, Christian Graf, bedankte sich für das Engagement der Mitarbeiter und wünschte allen Beteiligten Gottes Segen für diesen Tag.

 

Für Kinder gab es eine Schminkaktion.

Musikalisch startete das Programm schließlich mit kleinen Auftritten eines Musiker-Trios, das traditionelle Choräle in Jazz-Version präsentierte und mit Luthers „Eine feste Burg...“ schon einmal für erstaunte Gesichter bei den Zuhörern sorgte. Kunterbunt ging es schließlich im und um das Haus Nordhelle weiter, und für jeden Geschmack war etwas dabei. So konnte man sich bei MÖWe-Pfarrer Martin Ahlhaus über eine Hilfsaktion im Amazonas informieren und gleichzeitig per Fahrradkraft Strom für die Herstellung eines leckeren Smoothies erzeugen. Auf der Wiese hinter dem Haus tobten die Kinder auf einer großen Hüpfburg, und für die ganze Familie bot Pfarrer Oliver Brettschneider eine lehrreiche Rallye mit kleinen Aufgaben rund um das Thema Martin Luther an. Das Kinder- und Jugendreferat des Kirchenkreises servierte im flammneuen Info-Anhänger Luther-Fassbrause und handwerklich geschickte Besucher durften sich unter Anleitung der Jugendreferentin und Mitarbeiter-Vertreterin Britta Däumer im Basteln von Nagelkreuzen als Erinnerungsstück versuchen.

  

MÖWe-Pfarrer Martin Ahlhaus (rechts) am "Smoothie-Fahrrad".

Richtig spannend wurde es für die zehnjährige Jannika aus Lüdenscheid, deren Wunsch, einmal eine echte Miss Germany zu treffen, in Erfüllung ging. Im VIP-Bereich traf sie die Lena Bröder, die Miss-Germany des Jahres 2016, und bekam ein handsigniertes Exemplar des Buches „Das Schöne in mir – Mit Glaube zum Erfolg.“ von der jetzigen Religionslehrerin geschenkt.

 

Annika aus Lüdenscheid bekam ein von Lena Bruder handsigniertes Buch als Geschenk.

Um die jüngeren Gäste des GlaubenLeben-Festivals kümmerte sich der bekannte Liedermacher Uwe Lal, der eigens mit einem kompletten Programm rund um den Reformator auf die Bühne trat. „Luther, Luther, Martin Luther - wer war dieser Mann?“, fragte Lal singend sein Publikum und gab auch gleich mit kleinen Anekdoten und musikalischen Geschichten humorvoll Einblick in das Wirken des Mannes aus Wittenberg.

 

Der Liedermacher Uwe Lal hatte sein neues Programm mit ins Haus Nordhelle gebracht.

Beschaulicher ging es im Werkraum des Hauses Nordhelle zu, wo Kristin Hartmannsberger und Cornelia Ziemke sich mit einer Besuchergruppe von Luthers Zeit und der Wortwolke des Festivals inspirieren ließen, um dann gemeinsam mit Holzbeize, Ölkreide, Acryl- und Aquarellfarbe kleine Kunstwerke entstehen zu lassen.

Wer dem festlichen Trubel für einen Moment entfliehen wollte, der konnte sich von Kordula Schmid im Rahmen eines kleinen Kreativworkshops mit Klangmediationen eine „Klangpause“ nehmen. Abseits der bunten Aktionen des Festivals verwandelte Schmid einen Raum des Hauses mit Harfe und Klangschalen in eine entspannende Oase meditativer Klänge.

Die Werkstatt Bibel-Mobil vom Amt für missionarische Dienste stellte den Besuchern im Rahmen ihrer Ausstellung anschaulich Möglichkeiten dar, die Bibel näher zu erfahren. Und wer sich für das Thema Fotografie interessierte, der war bei Willi Prösser aus Altena richtig, der im Rahmen eines kleinen Workshops verschiedene Kamerasysteme vorstellte und den Teilnehmern Rede und Antwort rund um das Thema stand.

 

Am neuen Anhänger des Jugendreferates konnten die Gäste Luther-Fassbrause bekommen.

An mehreren Ständen im Haus Nordhelle gab es aktuelle Literatur nicht nur zum Thema Martin Luther zu erwerben. Und wer sich über das Werk des Theologen und Schriftstellers Klaus Douglass informieren wollte, der konnte an einer kostenlosen Lesung des Autoren mit Passagen aus seinem Buch „Expeditionen zur Freiheit – in 40 Tagen durch die Reformation“ teilnehmen. Hier kam Douglass unter anderem auf die „Sprengkraft der Reformation im 16. Jahrhundert“ zu sprechen und warum sie letztlich die Neuzeit einläutete – „mit all ihren kostbaren Werten wie Gedankenfreiheit, Meinungsfreiheit, Forscherdrang, Selbstbewusstsein, Hochachtung vor dem Individuum, Toleranz und vielem mehr.“

 

Die Talkrunde mit Moderator Uwe Schulz (links): Lena Bröder, Antje Rösener und Klaus Douglass (v.l.)

Eindeutiges Highlight des Tages war schließlich der Podiumstalk, elegant und eloquent moderiert von Uwe Schulz von WDR2. Klaus Douglass, Lena Bröder und Antje Rösener, Pfarrerin und Geschäftsführerin des Erwachsenenbildungswerkes Westfalen und Lippe stellten hier ihre Sichtweise von Glauben und Gnade vor dem Hintergrund Martin Luthers Reformation dar und berichteten aus ihren persönlichen Glaubens-Erfahrungswelten. Im Zuge der Unterhaltung entstand ein spannender Dialog, in den das Publikum in der Halle der Begegnung schließlich mit einbezogen wurde und der harmonisch in das „Late Night Café“ mit kabarettistischen Einlagen des Pianisten Martin Schultheiß in persönlicher und intimer Atmosphäre mündete, das den Abend schließlich abrundete.

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