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Jahresausstellung im Haus Nordhelle zeigt Werke von Hartmut F. K. Gloger

 

Hartmut F.K. Gloger erläutert das Werk "Samhain" aus dem Bilderzykluzs "SpiraleLeben". (Foto: Wolfgang Teipel)

Von Wolfgang Teipel 

Die Zeit von Oktober 2009 bis November 2010 war für Hartmut F. K. Gloger eine spannende Phase. In dieser Zeit entwickelte der Hagener Maler und Diplom-Kulturmanager seinen Bilderzyklus „SpiraleLeben“.  Die großformatigen Bilder, in denen Symbole aus dem Christentum, Judentum und dem Islam verschmelzen, sind bis zum 7. Januar 2018 in der evangelischen Tagungsstätte „Haus Nordhelle“ in Meinerzhagen-Valbert zu sehen.

Für „Haus Nordhelle“ ist diese Ausstellung eine Premiere. Erstmals zeigt die Tagungsstätte auf dem Koppenkopf Werke eines Künstlers über ein komplettes Jahr. Das macht bei der Gloger-Kunst Sinn. Der Hagener Maler hat sich am keltischen Jahreskalender orientiert, der mit dem Mondfest am 31. Oktober beginnt und mit dem Sonnenfest am 22. September endet.

Gloger hat sich bei der Erschaffung des Zyklus streng ihn die Pflicht genommen. Für die Produktion wählte er die Zeit zwischen den Festen und gestaltete so innerhalb eines Jahres zehn vielschichtige großformatige Werke (120 x 150 Zentimeter) auf Leinwand.

Sie tragen alle die keltischen Festbezeichnungen wie „Samhain“ für Mondfest, „Ostara“ für das Sonnenfest am 21. März oder „Lammas“ für das Mondfest am 1. August. Hartmut Gloger ist vor der Produktion tief in die verschiedenen Kulturen eingetaucht, hat sich mit keltischen, christlichen und islamischen Bräuchen befasst. Zugleich hat er sich bei seiner Malerei von den jahreszeitlichen Lichterlebnissen, den Gefühlen im Freundeskreis und selbstverständlich den eigenen Stimmungen beeinflussen lassen.

Seine Herkunft als Ingenieur kann der 1954 in Bielefeld geborene Künstler dabei nicht verleugnen. Vor dem Griff zu Farbe, Pinsel und Spachtel hat er alle Informationen zu den einzelnen Werken und seine Vorgehensweise präzise beschrieben. Auch die Farbsymbolik ist streng zugeordnet. So steht Gelb beispielsweise für wachsen und ernten. Blau kennzeichnet die Reinheit. „Aus allen Informationen hat sich ein dickes Buch entwickelt“, sagte er bei der Vernissage in Haus Nordhelle. „So hatte ich später alles auch im Kopf. Und dann hat der Kopf eben beim Malen die Hand geführt.“

Im Mittelpunkt seiner meist farbenprächtigen Gemälde steht die Spirale. „Sie kommt aus dem Nichts und führt in die Unendlichkeit“, sagt Gloger. In Glogers Werken gebe es keine Konkurrenz zwischen Religionen und Weltanschauungen, erläuterte Andreas Thiemann. Der Journalist führte die Besucher in das Werk des Hagener Malers und Diplom-Kulturmanagers ein. Für ihn ist die spezielle Gloger-Kunst ein „Weg der Meditation oder auch ein Kreuzweg der besonderen Art.“

Auch Hartmut Gloger glaubt, dass jeder seinen eigenen Zugang zum Bilderzyklus finden könne, ganz gleich ob Christ, Buddhist, Moslem oder Jude. Schließlich seien das Vergängliche, das Ewige und das Leben selbst Themen in „SpiraleLeben“.

„Haus Nordhelle“ bietet interessierten Gruppen Führungen (nach telefonischer Vereinbarung) an. Kontakt: 02358/8009-0 oder info@haus-nordhelle.de

Kontakt zu Hartmut F. K. Gloger: info@gloger-kunst.de

 

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