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Reisegruppe aus Lennestadt-Kirchhundem auf Luthers Spuren


  

Gruppenbild an der Wartburg. (Foto: Ashoff)

Von Diakonin Kristina Ashoff

Dass man sogar anlässlich des Reformationsjubiläums ökumenisch unterwegs sein kann, und das noch „Auf den Spuren Martin Luthers“, bewiesen einige Mitglieder der Ev. Kirchengemeinde Lennestadt-Kirchhundem und des Pastoralen Raumes Lennestadt im Juni.

Eine 25-köpfige, gut gelaunte Reisegruppe ließ sich nach einem Reisesegen von Pfarrer Martin Behrensmeyer von den beiden Reiseleiterinnen, Diakonin Kristina Ashoff und Gemeindereferentin Ute Henrichs, zu Orten der Reformation führen. Mit dabei war auch eine kleine Luther-Spielzeugfigur, die so manches Mal als Fotomodell herhalten musste. Übernachtet wurde zunächst im Kloster Helfta vor den Toren Eislebens, anschließend im Augustinerkloster in Gotha, in dem auch schon Luther selbst nächtigte.

 

Klosterführung in Gotha.

Auf dem Programm stand zunächst eine Stadtführung durch Luthers Geburts- und Sterbeort Eisleben. Am zweiten Tag ging es nach Leipzig, dem Ort des Streitgespräches zwischen Luther und Eck. Sogar manche nicht ganz Schwindelfreie trauten sich hier auf den Turm der Thomaskirche und genossen den Blick über die Stadt. Für unerwartete Spannung, aber auch viel Gelächter sorgten die Kirchenglocken, die während des Abstiegs der Gruppe plötzlich zu läuten begannen. Beeindruckend war dann auch der Besuch im Leipziger Panometer mit einem 32 Meter hohen Panoramabild der „Titanic“ auf dem Meeresgrund.

 

Thronen im Weimarer Schlosshof.

Am dritten Tag besuchte ein Teil der Reisegruppe mit Gemeindereferentin Ute Henrichs das KZ Buchenwald. Dieser Programmpunkt ging unter die Haut. Alternativ zeigte Diakonin Kristina Ashoff ihrer Gruppe nach einer Reformationstour durch Weimar den Lutherstein bei Stotternheim, dem Ort, an dem sich Luther während eines Unwetters für ein Leben als Mönch entschied. Und natürlich durfte bei einer Lutherfahrt auch ein Besuch in Eisenach nicht fehlen, Luthers „lieber Stadt“. Mit Audioguides erkundeten die Teilnehmer die Wartburg und schauten neugierig in die Lutherstube, in der Luther in nur wenigen Wochen das Neue Testament übersetzt hatte. Das Angebot am Nachmittag reichte dann von einer Wanderung durch die wildromantische Drachenschlucht über den Besuch des Lutherhauses bis hin zu einem Bummel durch die Stadt Eisenach.

 

Die Reiseleiterinnen Kristina Ashoff (links) und Ute Henrichs beim Luthermahl.

Am Abend begab sich die Reisegruppe schließlich zum rustikalen Lutherschmaus: Mit umgehängten „Schlabberlätzchen“ und einem individuellen Trinkspruch prosteten sich die Teilnehmenden mit einem Horn voller Met nacheinander zu und ließen sich anschließend einen Meter lange Fleischspieße und andere Köstlichkeiten schmecken. Am letzten Tag nahmen alle Reisende noch an einem Gottesdienst in der Gothaer Augustinerkirche und einer Führung durch die Kirche und das Kloster teil.
 

Nicht nur die sorgfältig geplante Reise und das gute Wetter, sondern vor allem die Stimmung in der Gruppe ließen diese Reise zu einem vollen Erfolg werden. Viele Gespräche, auch über die Ökumene, wurden miteinander geführt. Mit zahlreichen schönen, herzlichen und berührenden Eindrücken im Gepäck kehrte die Gruppe nach fünf Tagen ins Sauerland zurück. Entsprechend positiv fielen die Rückmeldungen an das Organisationsteam aus. Zitat einer Teilnehmerin: „Ihr seid auch Reformatorinnen – macht weiter so!“ Und die ganze Gruppe bat schließlich um eine Fortsetzung der Veranstaltung im nächsten Jahr.   

 

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