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Aufruf zur Handysammelaktion

 

 Mit dem Erlös Ihrer Handy-Sammelakti onen unterstützen Sie Menschenrechtsprojekte von Brot für die Welt und der Vereinten Evangelischen Mission (Foto: MÖWe)

 

Handys sind aus dem Alltag nicht wegzudenken. Allein in Deutschland werden jedes Jahr mehr als 35 Millionen neue Handys gekauft. Jedes Gerät wird nur ca. 18 Monate genutzt und dann durch ein neues ersetzt. Allein Handys verursachen so jährlich mindestens 5.000 Tonnen Elektronikschrott.

Ausgediente Mobiltelefone verschwinden oft in der Schublade und bleiben dort. Doch die kleinen „Schatzkisten“ enthalten wertvolle Rohstoffe wie Gold oder Kupfer. Sie sind zu wertvoll, als dass sie ungenutzt bleiben sollten, auch weil die Rohstoff Gewinnung massive Probleme verursacht. Ein Beispiel ist Coltan: Ohne Coltan gäbe es weltweit Funkstille. Als Tantal kommt es u.a. in Handys zum Einsatz. Doch die hohe Nachfrage hat ihren Preis. Vor allem im Ost-Kongo kämpfen Rebellen und Soldaten seit Jahren um die Kontrolle über die Rohstoff e. Unter der Gewalt leiden die Menschen massiv, besonders Frauen und Kinder.

Alte Handys ordnungsgemäß zu recyceln ist eine wichtige Maßnahme, um die wichtigen Rohstoff e zurückzugewinnen, aber auch um illegalen Export von Elektroschrott zu vermeiden. In Ghana zertrümmern und verbrennen Kinder und Jugendliche alte Elektrogeräte mit bloßen Händen, um mit den verwertbaren Resten ihren Lebensunterhalt zu bestreiten – mit verheerenden Folgen für ihre Gesundheit und die Umwelt.

Woher kommen die Rohstoff e, die für elektronische Geräte benötigt werden?

Welche Folgen hat der Rohstoffabbau für Menschen und Umwelt?

Unter welchen Bedingungen werden Mobiltelefone hergestellt?

Wie werden Handys entsorgt?

Welche Möglichkeiten der Weiternutzung, des Reparierens, Recyclings gibt es?

Gibt es faire und umweltfreundliche Handys?

Welche Handlungsmöglichkeiten haben wir, die Unternehmen, die Politik?

 

Folgenden Projekten kommt der Erlös aus der Handysammelaktion zugute: 

Südafrika:

Südafrika ist reich an Bodenschätzen wie Chrom, Mangan, Gold und Platin. Doch von der großen Nachfrage profitieren vor allem die Konzerne. Mehr als die Hälft e der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Am 16. August 2012 erschoss die südafrikanische Polizei 34 streikende Bergleute, die für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen gekämpft hatten. Nur der britische Minenbetreiber Lonmin ging nicht auf ihre Forderungen ein, sondern rief die Polizei und beendete den Protest mit Waffengewalt. Das „Massaker von Marikana“ rief weltweit Empörung hervor. Die Bench Marks Foundation, ein Partner von Brot für die Welt, tritt dafür ein, dass Unternehmen wie Lonmin ihrer Verantwortung nachkommen. Gemeinsam mit den Hinterbliebenen der Opfer fordert sie eine Entschädigung. Und sie bringt die Missstände im Bergbau in die Medien – oft der einzige Weg, die Konzerne zum Handeln zu bewegen. www.brot-fuer-die-welt.de/projekte

DR Kongo:

Die DR Kongo ist eines der rohstoffreichsten Länder der Welt– gefördert werden vor allem Diamanten, Gold, Kupfer und Coltan. Viele unterschiedliche Milizen kämpfen um den Zugang zu diesen wertvollen Rohstoffen. Auch zehntausende Kinder wurden zum Dienst an der Waffe gezwungen. Ein Ausbildungszentrum der Baptisten in Bukavu im Osten der DR Kongo unterstützt ehemalige Kindersoldaten, ihren Weg in das zivile Leben wieder zu finden. Die Jugendlichen erhalten eine Ausbildung und Qualifizierung, u.a. im Bau von Gitarren, sowie eine therapeutische Begleitung. www.brot-fuer-die-welt.de/projekte

Philippinen:

Kupfer, Gold, Nickel, Chrom u.a. Rohstoff e sind wohl die wichtigsten Schätze der Philippinen. Auf dem Großteil des Landes, unter denen diese Rohstoff e liegen, leben seit vielen Jahrhunderten verschiedene indigene Gruppen. Mit brutaler Gewalt und falschen Versprechungen werden sie von Rohstoffkonzernen vertrieben, auch die Völker der Lumads auf der Insel Mindanao. So werden Schulen der Lumads immer wieder von Milizen überfallen, die letztendlich ihre Dörfer verlassen. Die Vereinigte Kirche Christi in den Philippinen, ein Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission, nimmt fast 700 vertriebene Indigene auf. Die Menschen erhalten Unterkunft und Essen, eine Gesundheitsversorgung und Bildungsmöglichkeiten – und damit neue Hoffnung. www.vemission.org ©MÖWe

 

Kontaktdaten und weitere Informationen finden sie hier:

Amt für MÖWe der EKvW

Johanna Schäfer, Tel. 0231 5409-76,

johanna.schaefer@moewe-westf alen.de

Katja Breyer, Tel. 0231 5409-73

katja.breyer@moewe.-westf alen.de

 

Amt für Jugendarbeit der EKvW

Peter Bednarz, Tel. 02304 755-184, peter.bednarz@afj -ekvw.de

Leo Cresnar, Tel. 05482 68-152, cresnar@jubi-te.de

 

Open Globe – Eine Welt Netz NRW

Hannah Fischer, Tel: 0251 284669-203

hannah.fischer@eine-welt-netz-nrw.de                                                                                                                  

 

SÜDWIND – Institut für Ökonomie und Ökumene e.V.

Eva-Maria Reinwald, Tel. 0228 7636 98-21

reinwald@suedwind-institut.de

 

www.handyaktion-nrw.de

www.facebook.com/handyakti on-nrw

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