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Bibleartjournaling - Die Bibel ganz neu entdecken

 

Pfarrerin Kerstin Offermann mit ihrer Vorstellung des Bibleartjournaling (Foto: Weiland) 

 

LÜDENSCHEID + Im Rahmen der „Frauenzeiten“ , die die evangelische Kirchengemeinde Brügge-Lösenbach auch in diesem Jahr wieder veranstaltet, stellte Pfarrerin Kerstin Offermann im Gemeindezentrum Lösenbach  das Bibleartjournaling vor. Die gebürtige Lüdenscheiderin (Jahrgang 1965) ist im Dienst der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) Berlin tätig. In diesem Amt, in das sie in der Wittenberger Schlosskirche eingeführt wurde, ist sie für die Ausrichtung ökumenischer Bibelwochen und für andere Bibelprojekte zuständig. Zu diesen gehört das Bibleartjournaling, durch das man allein oder gemeinsam mit anderen kreative Zugänge zur Bibel bekommt.

 Der Begriff setzt sich aus den drei Wörtern „bible“, „art“  und „journaling“ zusammen, die für „Bibel“, „Kunst, gestalterische Auseinandersetzung“ und „Tagebuch schreiben“ stehen. Durch die Kreativität soll das Wort Gottes neu entdeckt werden. In den USA, wo das Bibleartjournaling entwickelt wurde, merkte man schnell, dass die Texte bei der kreativen Gestaltung viel eindrücklicher werden und einem länger im Gedächtnis bleiben.

 2014 hat man in Deutschland mit dem Bibleartjournaling begonnen, das Menschen dazu inspiriert, Bibeltexte oder Verse farblich zu unterlegen, dazu passende Symbole zu malen, persönliche Gedanken an den Rand zu schreiben und Lieder, die einem für den Text wichtig sind, hinzuzufügen. Inzwischen wurden für das Bibleartjournaling besondere Bibelausgaben entwickelt -, mit festem Papier und breiten Rändern zum Beschriften und Bemalen.

Im Gemeindezentrum Lösenbach teilte Kerstin Offermann Bibeltexte aus, die man gemeinsam besprach. Jede Frau konnte dann Texte und Bilder zu dem Vers gestalten, von dem sie sich besonders angesprochen fühlte. Am Schluss wurden alle Kunstwerke in großer Runde vorgestellt.

 Einige der Frauen, die zu der „Frauenzeit“ erschienen waren, feierten ein Wiedersehen mit Kerstin Offermann. Sie wurde nämlich durch die Jungschararbeit und den Jugendkreis im Gemeindezentrum Lösenbach geprägt, und unter Pfarrer Friedrich Wilhelm Windfuhr war sie dort auch ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig gewesen. Nach dem Abitur am Lüdenscheider Zeppelin-Gymnasium machte sie ein einjähriges Gemeindepraktikum in Hamburg-Altona. Ihr Theologiestudium absolvierte sie in Neuendettelsau bei Nürnberg und in Bonn. Ihrem Examen folgte ein Auslandsvikariat in Pennsylvania/USA. Danach war sie zehn Jahre in Gummersbach zu Hause, wo ihr Ehemann, den sie während des Studiums kennengelernt hatte, eine Pfarrstelle erhalten hatte und sie im Dienst der Rheinischen Landeskirche Gemeinden zu den Themen „Glaubenskurse“ und „Hauskreise“ beriet. Jetzt wohnt sie mit ihren beiden Kindern und ihrem Ehemann in Greifenstein, der dort als Gemeindepfarrer tätig ist. Von dort war sie angereist, um den Gemeindegliedern Bibleartjournaling vorzustellen und ihnen gedankliche Impulse und Gestaltungsvorschläge zu geben. ©IH

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