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Großes Rahmenprogramm im Zuge von ERLEUCHTET

 

„Ich bin für dich da“ war die Hauptaussage der ERLEUCHTET-Aktion in Halver (Foto: Salzmann)


Von Monika Salzmann

HALVER + An der göttlichen Zusage „Ich bin für dich da“ machten die evangelischen Christen am Reformationstag die Feierlichkeiten zu „500 Jahren Reformation“ in Halver fest. Sehr gut besucht war der abendliche Allianzgottesdienst in der stimmungsvoll beleuchteten Nicolai-Kirche, deren weithin sichtbare Illumination Teil des Projekts ERLEUCHTET im Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg war.

Neben den Worten „Ich bin für dich da“ – auf den Kirchturm projiziert – regten diverse Zitate zum Nachdenken über den Glauben und die Reformation an. Per Beamer gelang die eindrucksvolle Umsetzung der „wandernden“ Gedankenspiele und Bibelzitate. Eingebettet war die aufwändige Illumination in einen gemeindeübergreifenden Gottesdienst und ein umfangreiches Rahmenprogramm. Neben Pfarrer Christoph Dickel von der evangelischen Kirchengemeinde Halver waren Pastor Johann Schick (FeG Bever) und Pastor Thorsten Begerau (FeG Halver) in den besonderen Gottesdienst eingebunden. Musikalisch erhielt der Gottesdienst durch Mitwirkung des Vermischten Chores des CVJM Halver unter Leitung von Dorothea Turck-Brudereck und des CVJM-Posaunenchors (Leitung: Volker Turck) ein festliches Gepräge.  Klangschöne Weisen wie „Schönster Jesu“ von Traugott Fünfgeld – von den Bläsern ausdrucksstark umgesetzt – verliehen Worten und Gebeten des Abends musikalisch Nachdruck.

Die Nicolai-Kirche war nicht nur während des Allianzgottesdienstes, sondern auch beim weiteren Rahmenprogramm, sehr gut besucht (Foto: Salzmann)

Die größten Errungenschaften der Reformation betrachtete Pastor Johann Schick in seiner Predigt. Historiker und Philosophen ließ er zu Wort kommen. Luther selbst am meisten die Veränderung seiner Beziehung zu Gott geprägt. Die Erkenntnis, dass Gott für ihn da ist, habe Luther völlig verändert. „Gott zum Freund zu haben ist tröstlicher als aller Welt Freundschaft“, zitierte er den Reformator. Dass Gott da ist, sei Luther völlig bewusst gewesen. Bis dahin habe er sich Gott allerdings als gestrengen Richter vorgestellt. Von Luthers Angst damals zur Angst der Menschen heutzutage baute Schick eine Brücke. „Die Menschen heute haben Angst – mehr als je zuvor“, führte er aus. „Gott sagt: Ich habe etwas gegen diese Angst.“ Am Zuspruch „Ich bin für dich da“ machte er seine Aussagen fest. Musikalisch untermauerte das Luther-Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“ die Botschaft der Predigt

Vielerorts hatten die Gläubigen anschließend Gelegenheit, sich mit Luther und seiner Lehre zu beschäftigen. Angefangen bei einer Lutherschenke über die Möglichkeit, besondere Bibelzitate kalligraphisch zu gestalten, bis hin zum Lutherrätsel  und zum Thesenanschlag reichte die Palette. Mit einem Lobpreisgottesdienst klang das Rahmenprogramm kurz vor Mitternacht aus.

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