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„Jauchzt dem Herr der Welt“

Der Projektchor aus evangelischem Kirchenchor und dem Chor St. Josef unter der Gesamtleitung von Diethard Wurm gestaltete den Gottesdienst zur Einheit der Christen musikalisch (Foto: Ernst)

 

ATTENDORN + Mit dem Chorsatz: „Jauchzt dem Herr der Welt“ begannen gemeinsam mit der Orgel die Kirchenchöre der evangelischen Kirchengemeinde und St. Josef den ökumenischen Gottesdienst zur Einheit der Christen 2018 in der ev. Erlöserkirche. Eingeladen hatte auch diesmal der ökumenische Arbeitskreis der beiden Kirchengemeinden der Hansestadt. Dieser Gottesdienst stand weltweit unter dem Motto: „Deine rechte Hand, Herr, ist herrlich an Stärke (Exodus 15,6)“.

 Gemeinsam gestalteten die beiden Chöre unter der Gesamtleitung von Diethard Wurm (St. Josef) diesen Gottesdienst, dessen Grundzüge Christinnen und Christen in den Kirchen der Karibik erarbeitet hatten. Kirchenmusikdirektor Gerhard Strub spielte die Orgel.

Pfarrer Andreas Schliebener und der Gemeindereferent der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Alexander Müller wiesen schon in ihrer gemeinsamen Begrüßung der Gläubigen darauf hin, dass es gerade in der Geschichte des Christentums in der Karibik ein Paradox gäbe.

Pfarrer Andreas Schliebener und Gemeindereferent Alexander Müller (rechts) feierten den Gottesdienst gemeinsam mit den Gläubigen aus beiden christlichen Kirchengemeinden der Hansestadt (Foto: Ernst)

Auf der einen Seite hätten die Kolonialmächte die Bibel, um die Unterwerfung der einheimischen Bevölkerung und vieler anderer, die aus Afrika, Indien und China in dieses Region gebracht wurden, zu rechtfertigen missbraucht. Völker seien ausgelöscht, zahllose Menschen in Ketten gelegt und versklavt oder zur Arbeit unter ungerechten Bedingungen gezwungen worden.

Andererseits sei die Bibel gerade für viele, die unter der Kolonialherrschaft zu leiden gehabt hätten, zur Quelle des Trostes und der Befreiung geworden. Die Bibel ermutige bis heute die Gläubigen nicht nur in der Karibik, für Menschenwürde und bessere Lebensbedingungen zu kämpfen. ©khe

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