< zurück zur Übersicht

Vokalensemble „Twende“ beeindrucken mit „Musik für die Seele“

 

Das Vokalensemble „Twende“, Instrumentalisten und Rezitatoren aus Plettenberg, beeindruckten mit „Musik für die Seele“ ihr großes Publikum in der Heedfelder Kirche (Foto: Weiland)

 

Von Ingrid Weiland

HEEDFELD + Die Heedfelder Kirche war am Sonntagnachmittag vollbesetzt – so viele Menschen hatten sich eingefunden um den Auftritt des Ensembles „Twende“ mitzuerleben. Gemeindepfarrerin Doris Korte hieße alle Gäste und vor allem die Plettenberger Gruppe  herzlich willkommen, die im Rahmen der Reihe der „Kleinen Musik“ das Programm „Musik für die Seele“ präsentierte.

Das Ensemble, das sich aus  Verena Knabe, Regina Siepe, Regina Ingenohl und Sabine Hollweg zusammensetzt und noch durch die Instrumentalisten Corinna Stumpf (Querflöte), Corinna und Christian Stöcklein (Geige und Klarinette) sowie durch Fred Witte und Peter Fischer (Rezitation) verstärkt wurde, gestaltete in dem stimmungsvoll, nur mit Lichtertüten beleuchteten Kirchenraum ein Programm, bei dem man mehr als eine Stunde in die Stille eintauchen und zur Besinnung kommen konnte. „Twende“ bescherte seinem Publikum eine Feierstunde, die von ihrer Eröffnung an bis zur letzten Zugabe eine Konzertveranstaltung von beeindruckendem Niveau war. Gesang, Musik und Rezitation fügten sich zu einem eindrucksvollen Ganzen zusammen, dem das gedämpfte Licht noch einen besonderen Zauber verlieh.

Die gesamte Veranstaltung stand unter der Überschrift „Einfach sein“. Dem Leitwort „Einfach sein“, das von der Zugehörigkeit zu Gott kündete, entsprachen ein Lied von der Sehnsucht nach dem einfachen Leben und der Song „In diesem Moment spür‘ ich, dass du da bist“. Die vier Sängerinnen, die über solistische Fähigkeiten verfügen, beeindruckten die Gemeinde mit ihrem exzellenten a capella-Gesang. Mit großer Präzision brachten sie durchweg ruhig gehaltene, teils bewegende Stücke wie „Lege deine Sorgen nieder“, Cae Gauntts „I’m reaching out to you“, Dvoraks  Vertonung des 23. Psalms und den irischen Segenswunsch “Der Herr gehe vor dir her“ rüber. Die verzweifelten Fragen „Weißt du, wie es ist, mit Hunger schlafen zu gehen?“ und „Wo ist Hoffnung, Liebe, und Sinn?“, die die Sängerinnen stellten, wurden von Verena Knabe eindrücklich mit dem Cajón unterstrichen. Als Instrumentalistin trat sie sonst am E-Piano hervor, und auch Sabine Hollweg beeindruckte nicht nur als Sängerin, sondern auch als Instrumentalistin (mit Querflöte). Die genannten Instrumentalisten sorgten unter anderem mit Bearbeitungen von J.S. Bachs „Air“ und „Schafe können sicher weiden“ und mit Musik von Gershwin für besondere Glanzpunkte.

Zu dem besinnlichen musikalischen Programm passten die Texte, die Fred Witte und Peter Fischer rezitierten. Sie ermutigten ihre Hörerinnen und Hörer dazu, Gott anzurufen, wenn sie Kraft brauchen, sich auf ihn auszurichten und alles in seine Hände zu legen. Unter die Haut ging vor allem die Geschichte von der Jüdin Francine und einem Baby, das sein Überleben zwei Riegeln Schokolade verdankte, die sie ihm einst im KZ geschenkt hatte.

Die Begeisterung über das gebotene Programm und der Schlussapplaus waren so groß, dass noch mehrere Zugaben fällig waren. Die Ausgangskollekte soll dem Wunsch von „Twende“ gemäß einem Schulprojekt der Partnerkirche des Evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg in Tansania zufließen, durch das bedürftige Kinder  Bildungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven erhalten.

< zurück zur Übersicht

Veranstaltungen und Termine

Alle Veranstaltungen und Termine >