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Reger Austausch im Generationencafé

  

 Von Wolfgang Teipel

Diese Begegnungsstätte macht Plettenberg reicher. Das wissen auch die Besucherinnen und Besucher des Generationencafés in der „Halle für Alle“.

Anne Jahn und Martina Sühwold stehen mal wieder in der Eingangstür des ehemaligen Getränkemarktes an der Schubertstraße. Jeden dritten Montag im Monat erwarten die beiden Frauen und zahlreiche Helferinnen und Helfer ihre Gäste zum Generationencafé. „Wer fehlt noch?“ fragt Anne Jahn und schon kurvt der Fahrdienst mit zwei Frauen auf den Parkplatz. Jetzt ist das Generationencafé komplett. Drinnen warten schon zahlreiche Besucherinnen und Besucher.

Und Frank Enser. Der Kriminalhauptkommissar von der Kreispolizeibehörde will darüber berichten, wie Gauner aller Art versuchen, ältere Menschen über den Tisch zu ziehen. Der Polizeibeamte muss sich aber noch ein Weilchen gedulden. Erst steht das gemütliche Kaffeetrinken auf dem Programm. Das gehört im Generationencafé einfach dazu. Das Vorbereitungsteam schon hat leckere Kuchenstücke auf Tellern angerichtet. Jetzt werden sie verteilt. Dann kommt der Kaffee. Kuchengabeln klappern. Langsam entwickeln sich Gespräche. Und dann kommt auch Frank Enser dran.

Worauf sollte man achten, wenn man Geld am Bankautomaten abhebt? Wie reagiert man, wenn man von Fremden angesprochen wird, die einem nicht ganz geheuer sind? „Leute mit einem Klemmbrett in der Hand können es durchaus auf Ihr Portemonnaie abgesehen haben“, sagt der Kriminalhauptkommissar. Er berichtet von zahlreichen Tricks, mit denen Gauner ihre Opfer überlisten wollen. Einige Besucherinnen haben schon von solchen Betrügereien gehört und wissen, was zu tun ist. Andere sind von der Vielfalt der Lumpereien überrascht. Zum Schluss verteilt der Polizeibeamte Broschüren, in denen sie alles noch einmal nachlesen können.

Lebenshilfe und Geselligkeit, das bedeutet viel für die Besucher des Generationencafés. Und so freuen sie sich auf die Nachmittage mit jungen Instrumentalisten der Musikschule, auf Besuche aus Plettenberger Kitas oder auch auf die jährlichen Ausflüge. Unter anderem standen schon das „Haus der Geschichte“ in Bonn oder das Planetarium in Bochum auf dem Programm. Auch der Kontakt zu Schülerinnen und Schülern der Zeppelinschule gehört für die Seniorinnen und Senioren dazu. „Wenn sie hier sind, kommen Jung und Alt ins Gespräch. Dann werden Erfahrungen ausgetauscht. Die Schüler hören, was ältere Menschen bewegt und die Senioren bekommen einen Einblick in die Lebenswelt junger Leute“, sagt Anne Jahn. So macht das Generationencafé Plettenberg reicher.

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