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Wir bringen das Licht zum Licht

 

Zum gemeinsamen "Halleluja" versammelten sich beide Chöre im Altarraum der Kirche Maria Königin. Foto: Wolfgang Teipel

 von Wolfgang Teipel

Gutes tun in Vorbereitung auf die Weihnachtszeit, für Pastor Hans Ferkinghoff bedeutet das: „Wir bringen das Licht zum Licht.“ So stimmte der katholische Geistliche von der Gemeinde Maria Königin am Sonntag die Besucher des Benefizkonzertes für die Suchtkrankenberatungsstelle der Diakonie auf den Abend ein.

Das Publikum erlebte ein stimmungsvolles Konzert mit dem Medardus-Chor und dem Pop- und Folkchor „MondayMonday“ aus Kierspe. Mutige Texte zum Thema Entschleunigung („Wir müssen den Teufelskreis der Machbarkeit durchbrechen, innehalten und den Weg neu bestimmen“) und zum Thema Barmherzigkeit und Liebe rüttelten die vielen Besucher auf.

Das Motto der Veranstaltung lautete „Glory of Love“ und so priesen die beiden Chöre unter der Leitung von Maidi Langebartels beziehungsweise Johannes Koch die Herrlichkeit der Liebe. Anrührend dabei der Titel „Ein kleines Lied“ mit einem Text von Marie von Ebner-Eschenbach, gefühlvoll interpretiert vom Medardus-Chor.

Beide Ensembles hatten für die von Anita Pfeiffer (stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins) vorbereiteten Veranstaltung ein Programm vorbereitet, das gut in die Vorweihnachtszeit passte. Bei den Traditionsliedern „Macht hoch die Tür“ und „Es kommt ein Schiff geladen“ hatte das Publikum Gelegenheit zum Mitsingen. Beeindruckend war auch das „Halleluja“, zu dem sich beide Chöre im Altarraum der Kirche versammelten.

Ulrich Kilo, Vorsitzender des Fördervereins der Suchtkrankenberatungsstelle, gab einen Einblick in die Arbeit der Beratungsstelle. Noch vor einigen Jahren habe die Arbeit mit alkoholkranken Menschen den Schwerpunkt gebildet. Inzwischen kümmere sich das Team auch vermehrt um Frauen und Männer, die konsum-, arbeits- oder spielsüchtig seien.  Ganz entscheidend dabei ist die ambulante Hilfe, die den Verbleib im sozialen Umfeld ermöglicht. So können die Therapien berufsbegleitend angewendet werden. Niemand fehlt auf seiner Arbeitsstelle und muss sich deshalb nicht gegenüber Kollegen oder Vorgesetzen outen.

Welche Bedeutung die Beratungsstelle besitzt, schilderte Anke als Betroffene. Gefasst berichtete sie vor großem Publikum von ihren Angststörungen, die durch den Tod ihres Vaters ausgelöst worden waren. Zunächst sei sie mit Medikamenten gegen ihre Phobien und Mutlosigkeit vorgegangen und habe sich so in neue Abhängigkeiten begeben. Mit Hilfe der Beratungsstelle sei es ihr schließlich gelungen, sich selbst zu verändern. „Ich bin so glücklich, dass ich es geschafft habe“, sagte sie.

Ihre Erfahrungen gibt Anke jetzt seit fünf Jahren im alkoholfreien Café „Sprungbrett“, einer offenen Einrichtung der Beratungsstelle, weiter.

Auch so kommt das Licht zum Licht.

Nach dem Konzert spendeten Besucher für die Arbeit des Fördervereins.

Jeder kann Mitglied im Förderverein werden. Der Mindestbeitrag beläuft sich auf zehn Euro im Jahr.

Einzelspenden können auf ein Spendenkonto bei der Sparkasse Lüdenscheid überwiesen werden: BLZ 458 500 05, IBAN: DE86 4585 0005 0000 3683 08.

 

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