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"Don't worry, be happy"

Vor einigen Jahren gab es einen Schlager von Bobby McFerrin, der mich immer wieder berührt, wenn ich ihn höre: „Don’t worry, be happy“ – „Sorg dich nicht, sei glücklich!“

 

Die erste Strophe lautet etwa so:

„Hier ist ein kleines Lied, das ich kürzlich schrieb.

Vielleicht möchtest du Note um Note mitsingen:

Sorg dich nicht, sei glücklich!

In jedem Leben gibt’s Verdruss,

doch sorgst du dich, verdoppelt’s sich!

Sorg dich nicht, sei glücklich!

Sorg dich nicht, sei glücklich jetzt!“

 

Diese Aufforderung, einfach so dahin gesagt, nützt wenig. Es gibt immer wieder schwierige Lebenssituationen, die nicht einfach verschwinden, wenn wir sie ausblenden. Eher umgekehrt, manche unterdrückte Sorge wird zur Zwangsjacke.

 

Im 1. Petrusbrief Kapitel 3, 15 heißt es: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.“ Die Menschen, an die sich dieses Bibelwort wendet, lebten gegen Ende des 1. Jahrhunderts während der Christenverfolgung des Kaisers Domitian. Sie kannten Leiden und Angst. Sie waren oftmals von großer Sorge, bis hin um ihr Leben, bedrängt. In ihre Sorgen und Ängste hinein erinnert der 1. Petrusbrief sie an das, was Christus für uns getan hat. Sein Kreuz und seine Auferstehung weisen über alle Bedrängnisse unserer Zeit hinweg. Aus der Hoffnung auf ihn leben wir. Sie ist der tragende Grund unseres Lebens. Und sie hat ein Gesicht: Jesus Christus. Er ist zum Garanten Gottes für ein hoffnungsvolles Leben über alle Schuld, alle Bruchstückhaftigkeit und unsere Vergänglichkeit hinweg geworden. An seinem Leben kann ich die Hoffnung festmachen. Er war den Männern und Frauen, Kindern und Alten, Gesunden und Kranken zugewandt, gerade auch den Gestrauchelten und Enttäuschten, den nach Liebe und Annahme Hungernden und hat ihrem Leben neue Hoffnung geschenkt.

 

Die Hoffnung auf ihn lenkt meinen Blick immer wieder nach vorne. Sie treibt mich an, der Wirklichkeit Gottes Raum zu geben, von ihm zu erzählen. Sie fordert mich, dass an meinem Leben Spuren der Hoffnung erkennbar werden. Sie macht es möglich, für Frieden und Gerechtigkeit einzustehen, Verantwortung zu übernehmen, Freude und Hoffnung weiter zu geben.  Ich muss nicht alles in der Hand haben. Aber ich kann darauf vertrauen, dass er das Leben und die Zukunft in der Hand hat. Ihm ist „alle Macht im Himmel und auf Erden“ gegeben.

 

„Don’t worry, be happy!” Sorg dich nicht, sei glücklich.

 

Dietrich Bonhoeffer schreibt in seinem Buch „Widerstand und Ergebung“: „Sie (die Hoffnung) ist eine Kraft, den Kopf hoch zu halten, wenn alles fehlzuschlagen scheint, eine Kraft, Rückschläge zu ertragen, eine Kraft, die die Zukunft niemals dem Gegner überlässt, sondern sie für sich in Anspruch nimmt.“  

 

Ich wünsche Ihnen diese Kraft für Ihr Leben.

 

Ihr Klaus Majoress, Superintendent

 

 

 


WÖCHENTLICHE ANDACHT

Andacht zum Sonnatg von Pfr. i.R. Rüdiger Schmale, Werdohl

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