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"Wir reisen unter einem guten Stern"

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Schwestern und Brüder,

ich habe vor wenigen Tagen ein Buch gelesen mit dem Titel: „Wir reisen unter einem guten Stern“. In dem Buch war viel von dem Gegenteil die Rede, von Krankheit und Leid, von vielen kleinen Dingen des täglichen Lebens, mit denen Menschen einander wehtun und von Menschen, die von der Angst um getrieben waren, wie es wohl in ihrem Leben weitergeht. Eine Erfahrung im Leben des Verfassers aber drehte all diese Aussagen ins Gegenteil um. An einem Tag an dem er den Eindruck hatte, dass sein Leben ins Leere läuft, begegnete ihm ein Mensch, der ihm eine Liebe entgegenbrachte, die sein Leben wieder ganz neu hell werden ließ. Wie in einem anderen Licht erschien auf einmal sein ganzes Leben. Er entdeckte die Menschen um sich herum ganz neu, er entdeckte viele kleine Zeichen, die ihm deutlich machten, dass sein Leben einen Sinn hat und dass es sich lohnt, jeden Tag als Geschenk aus Gottes Hand zu empfangen. Eine tief greifende Veränderung hatte sich in seinem Leben vollzogen. „Wir reisen unter einem guten Stern“ konnte er auf einmal für sich sagen.

Sterne weisen uns in der bevorstehenden Weihnachtszeit den Weg, Sie weisen hin auf den, der für uns Mensch geworden ist und mit dem Gott jedem zeigen will, dass er wichtig ist. Wie der, der die Weisen nach Bethlehem führte, will uns jeder Stern zeigen, dass wir auf dem Weg sind auf Gottes Ziel hin und dass Gottes Licht uns begleitet.

Es ist gut, wenn wir in den Menschen um uns herum neu entdecken, wie wichtig wir füreinander sind und wie wichtig es ist, dass wir füreinander da sind. Das mag der Ehepartner sein, oder ein Familienangehöriger, oder ein Mensch, der sich für mich Zeit nimmt, mir zu verstehen gibt, dass ich für ihn wichtig bin. Das zu erkennen bringt Licht in das eigene Dunkel und jeden Menschen als Boten Gottes anzunehmen verändert die Lebenseinstellung und die Blickrichtung. Manchmal wird unser Weg weiterhin mühevoll und beladen sein. Aber es gilt gerade in dem, was uns belastet: „Wir reisen unter einem guten Stern“. Gottes Gegenwart in unserer Welt lässt uns nicht im Dunkel bleiben.

Auch über Ihrem Leben hat Gott seinen Stern aufgehen lassen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie ihn entdecken in seiner Botschaft und in den Menschen, die für Sie wichtig sind.

Ihr Klaus Majoress

-Superintendent-


WÖCHENTLICHE ANDACHT

Andacht zum Sonnatg von Pfr. i.R. Rüdiger Schmale, Werdohl

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