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Bald ist endlich Weihnachten. Freuen Sie sich schon auf Weihnachten? Oder eher darauf, dass der ganze Wirbel mit Weihnachtsmarkt, Geschenken und gefüllten Geschäften bald wieder ein Ende hat?
Aber was kommt danach? Wenn Weihnachten wieder weggeht? Was bleibt abgesehen von vollen Kassen, ein paar Kilos mehr auf den Rippen und jeder Menge Tannennadeln? Bleibt nur die Erinnerung und die Vorfreude auf das nächste Jahr, nach dem Motto „Alle Jahre wieder…“?
Wir sind mitten in der Adventszeit. Und das bedeutet nicht nur Warten auf Weihnachten, - oder darauf, dass es wieder vorbei ist- sondern vor allem:
Sich darauf vorbereiten, dass der Eine kommt. Jesus Christus, der leibhaftige Gott.
Adventszeit heißt: sich innerlich darauf einzustellen, dass Gott selber und höchstpersönlich in unsere Welt aus Aufstehen, Zähneputzen, Essen, Arbeiten, Fernsehen und Schlafen, Lachen und Weinen kommen will. Gott selber macht sich zu uns auf, um in unserer Welt eine Rolle zu spielen: Sie zu verändern, Frieden zu schaffen, Sinn zu wecken, Liebe zu leben und Leben gelingen zu lassen.
Er kommt an Weihnachten und er bleibt, wenn wir ihn bleiben lassen, darüber hinaus. Jesus Christus, der leibhaftige Gott verschwindet nicht wieder zusammen mit all der Weihnachtsdekoration. Er bleibt bei uns.
Wenn wir ihm einen Platz in unserem Herzen geben, dann hört Weihnachten nicht am 27. Dezember auf. Selbst wenn alle Kerzen und Christbaumkugeln längst wieder in ihren Kartons verstaut sind, bleibt Gott in unserem Leben; macht es reich und lebenswert. Und dann ist erst richtig Weihnachten geworden.
In diesem Sinne eine gute Vorbereitungszeit darauf und schöne Weihnachten.
Ihr
Sebastian Schultz, Pfarrer an der Christuskirche Lüdenscheid
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