Sie befinden sich hier: Startseite > Öffentlichkeitsreferat > Andachten 2012

Herzlich Willkommen im
Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg


Navigation oben

[ Navigation überspringen ]

Startseite | Sitemap | Impressum | Kontakt

[Nach oben]


[Nach oben]

Hauptmenü

[ Navigation überspringen ]
[ Nach oben ]

Schnellfinder:

[ Nach oben ]

Schrift:

Stil:

[ Nach oben ]
Logo: EKvW; Link zu: www.ekvw.de
Logo: EKD; Link zu: www.ekd.de
Logo: Initiative 'Offene Kirchen'; Link zu: www.offene-kirchen.info

Hauptinhalt:

Ostern 2010

Liebe Leserinnen und Leser,

 

ob man will oder nicht, man kann kaum daran vorbei: Unübersehbar steht er hoch aufgetürmt, möglichst nah bei der Kasse, damit er noch schnell in den Einkaufswagen wandert. Und eigentlich wollte ich doch nur mal schnell Hackfleisch, etwas Milch und Spätzle besorgen. Doch darf sich ein Vater mit Herz überhaupt nach Hause trauen ohne diese zarteste Versuchung seit es Schokolade gibt? Also packe ich gleich zwei in den Wagen.

Ob man will oder nicht, man kann kaum an der Frage vorbei: Was hat dieser Osterhase eigentlich mit Ostern zu. Das ist ja ein ganz anderes Fest. Wir feiern die Auferstehung Jesu und seinen Sieg über das Grab, d.h. über den Tod und über alles, was uns Grenzen bereitet. Und noch mehr komme ich ins Frage, wenn ich an die vielen bunten und schön gestalteten Eier denken muss. Hase – Eier – Ostern?  Wenn ich ernsthaft über diese Frage nachdenke komme ich ins Stolpern. Die Tradition interpretiert den Zusammenhang, der Hase steht für Fruchtbarkeit, für neues Leben also, das Ei für die Quelle allen Lebens, die Auferstehung für neues, von Gott geschenktes Leben.

Trotzdem: Der schokoleckere Schmunzelhase verführt die Gedanken, die bunte Schar der Eier auch. Aber Ostern ist mehr als all das, Ostern geht nicht ohne Karfreitag, ohne den Tod Jesu, sein Leiden, seine Schmerzen. „Er wurde verachtet und alle mieden ihn. Er war voller Schmerzen, mit Leiden vertraut, wie einer, dessen Anblick man nicht mehr erträgt. Er wurde verabscheut, und auch wir verachteten ihn. Doch unsere Krankheit, er hat sie getragen, und unsere Schmerzen, er lud sie auf sich. Man hat ihn durchbohrt wegen unserer Schuld, ihn wegen unserer Sünden gequält. Für unseren Frieden ertrug er den Schmerz, und wir sind durch seine Striemen geheilt“. (Jesaja 53)

Deshalb also Ostern, weil ich, weil wir alle, weil die Welt es so nötig haben. Mir hat er sich in den Weg gestellt, mir die Wahrheit über mein Leben gesagt, mir gezeigt, dass ich begrenzt bin, dass wir alle begrenzt sind, und mir die durchbohrte Hand gereicht zur Versöhnung mit Gott, dem Vater. Am Ostermorgen ist er auferstanden, und das Vergangene  im Grab gelassen wie alte Lumpen aus einer bösen Zeit, mich befreit, mir neues Leben geschenkt, mich ermutigt zuversichtlich für das Leben und das Lebensrecht aller Menschen einzustehen.

Die lila Alufolie wandert in den Gelben Sack, wird recycelt, aber Jesus will unser Leben nicht nur recyceln, nein er macht es ganz neu.

Und so schmunzelt nicht mehr nur der Hase, nein ich noch viel mehr vor lauter Freude und tiefer Dankbarkeit für den Mann am Kreuz.

Mit den besten Segenswünschen für die Feiertage

Ihr Klaus Majoress


WÖCHENTLICHE ANDACHT

Andacht zum Sonntag von Pfr. Friedrich Tometten, Meinerzhagen

[Nach oben]


[Nach oben]