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Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg


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2. Platz ?

Vor 5 Jahren absolvierte mein damals 8-jähriger Neffe seinen ersten Wettkampf im Judo. Er belegte dabei den 2. Platz und am Abend erwartete er mich stolz, mit seiner Silbermedaille um den Hals stand er an der Eingangstür und hielt sie mir schon so entgegen, dass sie mir gleich ins Auge stach. Er war mächtig stolz auf seine Platzierung.

Sein Vater aber sagte ihm ständig, der 2. Platz sei gar nichts, nur der erste zähle wirklich.

Geht es uns nicht auch oft so? Im alltäglichen Leben, im Beruf? Oft entsteht das Gefühl, dass, das Geleistete nicht ausreicht. Wenn man nicht wirklich der oder die Beste ist, hat man kaum eine Chance. Vielleicht geht es auch nicht darum, der oder die Beste zu sein, vielleicht passt man im Betrieb nicht mehr ins neue Konzept, zu wenig modernes Gedankengut, zu moralisch, zu alt....Das Können, der Charakter und die Persönlichkeit sind nicht mehr gefragt -  so wird man einfach ausrangiert.

Viele von Ihnen, liebe Leser, sind bestimmt schon einmal in die Situation gekommen, nicht oder nicht mehr gut genug zu sein, ich könnte für mich auf jeden Fall einige dieser Situationen benennen und ich erinnere mich genau daran, wie sich das anfühlt, verletzt, enttäuscht, das Selbstvertrauen ist ganz schön angeknackst.

 

Wie tröstlich ist es da zu wissen, dass ich für Gott die erste Wahl bin. Er hat sich sofort für mich entschieden. In der Bibel, dem Wort Gottes heißt es (in Jesaja): Bei Deinem Namen habe ich dich gerufen, du bist mein! Da steht es ganz klar: Ich habe nicht erst einen anderen Namen gerufen, nein bei deinem Namen habe ich dich gerufen. Bei Gott sind wir die erste Wahl. Da zählt kein zu klein, zu groß, zu alt, zu jung, zu dumm,..., er liebt uns so wie wir sind, bedingungslos und sogar so sehr, dass er für unsere Schuld am Kreuz gestorben ist, ganz persönlich für mich, obwohl ich es wegen meiner Schuld gar nicht verdient hätte, seine erste Wahl zu sein. Aber Jesus Christus sagt auch (im Johannesevangelium, 15. Kapitel) nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt. Da steht es, schwarz auf weiß... er hat mich erwählt und nicht nur mich, sie auch, liebe Leserin, lieber Leser, Lassen Sie sich auf ihn ein und vertrauen Sie sich ihm an, so werden Sie es erfahren.

Das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen.

 

 

Elisabeth Hopp, Amalie-Sieveking-Haus

 


WÖCHENTLICHE ANDACHT

Andacht zum Sonntag von Pfr. Friedrich Tometten, Meinerzhagen

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