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Aus Lösenbach ins Nagaland

Susanne Phom, geb. Schöttler, war mit ihrem Ehemann Lipok Phom und ihren Kindern Anna und  Lucia zu Gast in ihrer alten Heimat und berichtete dabei über ihre Missionsarbeit (Foto: Weiland)

 

LÜDENSCHEID + Susanne Phom, geb. Schöttler, ist in der Lortzingstraße im Stadtteil Lösenbach aufgewachsen. Mit 18 Jahren nahm sie zum ersten Mal an einem Missionseinsatz in Indien teil. Als 19-jährige führte ein Einsatz mit der Organisation „Jugend mit einer Mission“ sie zum zweiten Mal in das Land, das ihre neue  Heimat werden sollte. Sie lernte ihren Ehemann, Lipok Phom, kennen, der ebenfalls für die genannte Missionsgesellschaft tätig war. 2005 heirateten sie, und 2010 zogen sie ins Nagaland im Norden Indiens, aus dem Lipok Phom stammt. Dort macht sich das Ehepaar in Zusammenarbeit mit einer Missionsgesellschaft für das „Potters House“, eine Lebensgemeinschaft für 25 bis 30 junge Leute, und den Bau eines Missionszentrums stark.

Am Freitag berichteten Susanne und  Lipok Phom, die zurzeit mit ihren Töchtern Anna (10) und Lucia (6) ihre Angehörigen in Lüdenscheid besuchen, im Gemeindezentrum Lösenbach über ihre Arbeit im Nagaland, das bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein noch ein „Land der Kopfjäger“ war und jetzt das einzige christliche Bundesland Indiens ist. Zu dem spannenden Nachmittag, zu dem der Seniorenkreis der Gemeinde Brügge-Lösenbach eingeladen hatte, konnte Gemeindepädagogin Sabine Drescher über die Mitglieder dieser Gruppe hinaus noch viele weitere Gäste begrüßen. Zu der Kaffeetafel, die der Seniorenkreis für alle vorbereite hatte, steuerten die Phoms ein nach einem indischen Rezept zubereitetes Pistaziengebäck bei. Lipok Phom stellte dem Vortrag ein Lied aus seiner Heimat voran, das schließlich alle zu seiner Gitarrenbegleitung mitsangen.

Seit ihrem allerersten Einsatz in Indien ist Susanne Phom von dem Wunsch beseelt Nächstenliebe zu praktizieren, etwa für die dort in Not lebenden Menschen und ihnen inmitten von Korruption, Arbeitslosigkeit und  Drogensucht gekennzeichneten Umfeld Hoffnung zu geben. Von Anfang an ließ sie sich von dem Jesus-Wort „Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ leiten. Sie und ihr Ehemann bringen mit Unterstützung durch eine Missionsgesellschaft Einheimischen im Nagaland bei, wie sie  das Evangelium an ihre Landsleute  weitergeben können. In der Lebensgemeinschaft des Potters House , in er schon mancher von Drogen frei wurde und eine Lebenswende erfuhr, geben sie  jungen Menschen Zukunftsperspektiven.  Dank der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen können sie ihnen helfen, eine Bibelschulausbildung zu absolvieren, Schulabschlüsse nachzuholen und sich zu Schneidern, Mechanikern, Elektrikern, Friseusen und Krankenpflegeassistenten ausbilden zu lassen.

Die Gemeinschaft im Potters House trägt durch die Anfertigung und den Verkauf von Ohrringen und Hockern im traditionellen Stil zu ihrem Lebensunterhalt bei. Einmal im Jahr führt das Ehepaar Phom eine „School of Destiny“ (Schule der Berufung) durch, in der es um Glaubensfragen geht. Sie führen Missionseinsätze in entlegenen Dörfern, auf öffentlichen Plätzen und in Slums durch, und zwar außer im Nagaland auch noch in Nepal, Burma oder auch in einer Jugendhaftanstalt in Delhi. Am Schluss ihres Vortrags baten sie ihr großes Publikum, ihre Arbeit durch Gebete zu unterstützen.

Interessierte können sich unter Email: pottershousedimapur@gmailcom auch ihren Rundbrief zukommen lassen. Spenden für ihre Arbeit können mit dem Vermerks  „Projektnummer 121“ auf das Konto ihrer Partnerorganisation GLOBE Mission IBAN  DE20 5206 0410 0004 0022 5 eingezahlt werden. ©IH

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