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Duo „2Flügel“ erzeugt „Kopfkino“ im Haus Nordhelle

„2Flügel“ (Christina Bruereck und Benjamin Seipel) begeisterte bei der 65. Kreismitarbeitertagung des CVJM-Kreisverband Lüdenscheid das Publikum

 

MEINERZHAGEN / VALBERT + Christina Brudereck, Theologien, Evangelistin und Autorin, feierte am Samstag ein Wiedersehen mit zahlreichen Bekannten und Freuden des heimischen CVJM-Kreisverbandes, insbesondere aus ihrem Heimatort Schalksmühle – und mit ehemaligen  Schulkolleginnen vom Lüdenscheider Bergstadt-Gymnasium, in dem sie einst die Schulbank gedrückt hat. Zusammen mit Benjamin Seipel, mit dem sie das Duo „2Flügel“ bildet, trat sie nämlich bei der 65. Kreismitarbeitertagung des CVJM-Kreisverbands Lüdenscheid auf.

Die Veranstaltung war gleichzeitig ein echter Höhepunkt im Rahmen der Jubiläumswoche „125 Jahre CVJM-Kreisverband Lüdenscheid“. Im Haus Nordhelle, zu dem Christina Brudereck und Benjamin Seipel, Pianist, Komponist und  Dozent an der Musikhochschule Köln, ein besondere Beziehung haben, weil sie dort auch vor den Traualtar getreten sind und schon eine Reihe eindrucksvoller Abende gestaltet haben, begeisterten sie ihr großes Publikum mit ihrem Programm „Kopfkino“. Gleich mit ihre ersten Nummern vermittelten sie den Eindruck, dass sie auf ihren Gebieten grandios sind: Christina Brudereck auf dem der Poesie, die sie mit Kultur und Politik verbindet und Benjamin Seipel an den Tasten.

Ihr „Kopfkino“-Programm war sowohl Lesung als auch Konzert. Es verbindet Filmmusik, Bilder, Lieder und Melodien aller Art, virtuoses Tastenspiel und eindrucksvollen Gesang mit Poetry-Slam und bewegenden Lebensgeschichten. Alles zusammen ergibt ein dichtes und musikalisches Erlebnis für alle Sinne, das die beiden Künstler als „Lichtspiele für die Seele“ bezeichnen. Benjamin Seipel glänzte nicht nur an den Tasten, sondern auch durch seine Qualitäten als stimmgewaltiger Sänger und durch die Gabe, manchmal zwei Instrumente gleichzeitig spielen zu können. Zur buntgemischten Musik gehörten eigene Songs, „Die Gedanken sind frei“, „Am Brunnen vor dem Tore“ , ein Herz-Schmerz-Lied von Hans Albers, ein Medley aus den achtziger Jahren, eine ungewöhnliche Version von Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott“. Bewegende Erinnerungen an „Piano-Man“ Billy Joel standen ebenso im Mittelpunkt der Betrachtung wie Ereignisse, die den Hintergrund zu „U2“-Stücken bilden. Zum Beispiel ging es um das Stück „Miss Sarajewo“ mit dem man mitten in der belagerten Stadt  für  Menschenrechte eintrat. Zur von Flucht und Sorgen vor Überfremdung  geprägten Zeit passte der Song „Mach aus Chaos einen Kosmos“, der zu Begegnungen mit Menschen aus anderen Nationen, zum Neuanfang und zum Vertrauen auf  die Zukunft ermutigte. Besonders anrührend war die Geschichte von einem jüdischen Kind, das die Zeit in einem KZ dank zwei Riegeln Schokolade überlebte. Eine klanggewaltige Melodie über die Flüchtlingsboote im Mittelmeer, aus der sich ganz allmählich Dissonanzen herauslösten, ging schließlich in das Hoffnung und Mut zusprechende Lied „Es kommt ein Schiff geladen“ über.

Christina Brudereck hatte Geschichten ausgewählt, mit denen man lernt, „zu  glauben, zu leben, zu hoffen und über sich selbst hinauszuwachsen.“ Dazu gehörten unter anderem welche aus ihrer Kindheit und Schulzeit im Sauerland , über Widerstandskämpfer wie die Geschwister Scholl, deren Tag der Hinrichtung sich jetzt zum 75. Mal jährte und andere Persönlichkeiten, aber auch köstliche Erinnerungen an 24 „Männer- und  Frauenfilme“ und an „kleine Sätze aus großen Filmen“, die sie in Windeseile daher sagen konnte. Zur Erinnerung an den großartigen Abend im Haus Nordhelle, an dem selbstverständlich auch noch eine Zugabe fällig war, nahmen viele sich noch eine  von Christina Brudereck und  Benjamin Seipel signierte „2Flügel“-CD  mit nach Hause. ©IW

 

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