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Ein besonderer Ort für Verpflegung und Begegnung

Neuzugänge sind herzlich willkommen: Das aktuell zehnköpfige Organisationsteam des Luther-Cafés würde sich über personelle Verstärkung freuen, denn um den Betrieb aufrechtzuerhalten, sind viele fleißige Hände notwendig (Foto: Gerhard)

 

 

HERSCHEID + „Um zehn Uhr standen bereits die ersten Gäste vor der Tür. Die mussten sich etwas in Geduld üben, weil wir zu dieser Zeit noch einiges vorzubereiten hatten und offiziell ja erst um halb zwölf öffnen. Dann wird uns förmlich die Bude eingerannt und es bilden sich speziell zu Beginn lange Warteschlangen“, freute sich die Leiterin des Organisationsteams Ruth Rabenschlag über den großen Andrang im Luther-Café, das am vergangenen Sonntag aus der Sommerpause zurückgekehrt ist und seinen Besucher schon seit fast 13 Jahren eine umfangreiche Verpflegung samt idealer Gelegenheit für Begegnungen im evangelischen Gemeindehaus bietet.

Das wissen viele Gäste sehr zu schätzen, unter ihnen etliche Stammgäste, die seit Jahren beinahe zu jedem Öffnungstag erscheinen. Auf ungefähr 80 Prozent der Kundschaft treffe dies zu, erklärte Ruth Rabenschlag. Sie verwies ebenso darauf, dass vorwiegend ältere Menschen mit dem Luther-Café anzusprechen seien und man deshalb auch eine Art Diakonie-Arbeit betreibe.  „Wir schaffen damit eine Anlaufstelle, um Kontakte zu knüpfen“, stellt die Organisatorin klar. Und diese Begegnungsstätte wird von Senioren, aber auch jüngeren Leuten äußerst gut angenommen. Etwas mehr als 100 Essensportionen werden an einem Öffnungstag ausgegeben. „In unserem Alter muss man ja auch was mitmachen und nicht nur zu Hause sitzen. Diese Einrichtung ist einfach toll “, brachte es eine ältere Besucherin auf den Punkt. Ihr Nachbar am Tisch fand besonders lobende Worte für das kulinarische Angebot, welches ihn anlockt: „Das Sauerkraut mit Schinken ist hier so lecker wie sonst nirgendwo.“

Angezogen werden übrigens nicht nur Herscheider, sondern auch mehrere Plettenberger und Lüdenscheider. Selbst aus der Stadt Kierspe im Volmetal gibt es Personen, die sich regelmäßig auf den Weg in die Ebbegemeinde machen, um sich dort verköstigen zu lassen, so z.B. mit Weißwurst, Leberkäs und Co.: Anlässlich des vor erst wenigen Tagen zu Ende gegangenen Münchner Oktoberfestes hatte sich das Küchenteam diesmal auf die urige bayrische Küche eingestellt, die sich auch in der blau-weißen Dekoration des Gemeindesaales widerspiegelte.  Als Vorspeise gab es außerdem eine Kürbiscremesuppe. Darüber hinaus wurden Kartoffel- und Nudelsalat mit Würstchen angeboten. Für den Nachtisch stand Vanillecreme mit Roter Grütze bereit. Nach dem Mittagessen brachen gleich mehrere Besucher zu einem Spaziergang auf, kehrten zur Kaffeezeit aber wieder im Luther-Café ein, schließlich lockte noch das Tortenbuffet.  „Bis zu 15 Kuchen bekommen wir dafür erfreulicherweise jedes Mal gespendet. Wir sind auf diese Unterstützung aus der Gemeinde angewiesen“, bedankt sich Ruth Rabenschlag bei allen fleißigen Helfern und wünscht sich noch mehr Verstärkung.

Denn aktuell besteht das Organisationsteam nach personellen Verlusten aus gerade einmal zehn Mitgliedern. Angesichts viel „harter Arbeit“, die mit dem ehrenamtlichen Café-Betrieb verbunden sei, hoffen Rabenschlag und ihre Mitstreiter auf neue Unterstützer: „Jeder der Spaß an der Küchenarbeit hat, ist bei uns an der richtigen Stelle. Es geht aber nicht nur um das Kochen oder Bedienen der Gäste, es muss ja ebenso eingekauft, dekoriert und aufgeräumt werden.“ Genug zu tun gibt es also auch abseits eines jeden Öffnungstages, der von Oktober bis April jeweils am zweiten Sonntag im Monat auf dem Programm steht. Der erwirtschaftete Erlös diente bislang ausschließlich dem guten Zweck und soll derzeit für die Renovierung der Apostelkirche verwendet werden. Das nächste Mal öffnet das Luther-Café seine Tore am 11. November. Bereits zwei Wochen später wartet ein weiteres Angebot: Eingeladen wird dann zu „Omas Kaffeestube“, die ebenfalls im Martin-Luther-Haus stattfinden und kulinarische Köstlichkeiten wie zu Omas Zeiten anbieten wird. ©MG

Infos und Kontakt:

Wer das Luther-Café unterstützen möchte kann sich bei Dagmar Quellenberg (Telefon: 02357/6079117) oder bei Ruth Rabenschlag (Telefon: 02357/1243) melden.

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