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Haus Nordhelle wird mit neuem Eigentümer weitergeführt

Gaben den Eigentümerwechsels von Haus Nordhelle bekannt (v.l.n.r.): Peter Winterhoff – Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Valbert, Ulrich Schneider – kommissarischer Leiter von Haus Nordhelle, Klaus Majoress – Vorsitzender des Ev. Kirchenkreisverbandes der Kirchenkreise Iserlohn und Lüdenscheid-Plettenberg, Martina Espelöer – stell. Vorsitzende des Ev. Kirchenkreisverbandes, Uwe Martens, Gunnar Schlicht und Tobias Kogge – die drei Geschäftsführer der neuen Eigentümergesellschaft (Foto: EKKLP)

 

KIRCHENKREIS + Es ist ein Abschied und ein Neuanfang zugleich: Die Evangelischen Kirchenkreise Iserlohn und Lüdenscheid-Plettenberg geben die Trägerschaft für ‚ihr‘ Haus Nordhelle in Meinerzhagen/Valbert ab. Die neuen Eigentümer werden den Betrieb zum 1. Januar 2019 als ‚Landhaus Nordhelle‘ aufnehmen. „Nicht ohne Trauer, aber auch mit Freude übergeben wir Haus Nordhelle an die neuen Eigentümer, die es weiterführen wollen. Und wir freuen uns, dass wir als Kirche weiterhin mit unseren Gruppen und Kreisen willkommen sind“, erklärte der Vorsitzende des Verbandes von Haus Nordhelle, Superintendent Klaus Majoress. „Wir beenden einen langen kirchlichen Weg und begehen nun etwas Neues“, markierte Martina Espelöer, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Iserlohn, den Übergang.

Die neuen Gesellschafter von ‚Landhaus Nordhelle‘ sind Uwe Martens, Gunnar Schlicht und Tobias Kogge. Bei einem Pressegespräch am 4. Oktober haben sich die drei Geschäftsführer in Haus Nordhelle vorgestellt. Zum Kauf des erst vor vier Jahren renovierten Hauses sagt Uwe Martens: „Haus Nordhelle hat uns überzeugt, weil das Haus in einem erstklassigen Zustand ist und die Mitarbeitenden hochmotiviert sind, diesen Weg mit uns zu gehen – beste Voraussetzungen, diesen Weg des Hauses fortzusetzen“. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden ein Jahr lang unter den bestehenden kirchlichen Konditionen weiterbeschäftigt. „Das gemeinsame Ziel mit den Mitarbeitenden ist es, diese Vereinbarung bei Erfolg des Hauses gerne zu verlängern“, ergänzt Gunnar Schlicht. Haus Nordhelle soll auch weiterhin ein Ort der Begegnung sein, sagte Tobias Knogge. Die bisherigen kirchlichen Gruppen und Kreise sind auch weiterhin willkommen, die Kapelle mit Glockenturm, die bei der Renovierung erst entstanden ist, kann weiterhin von Kirchengemeinden und Hausgästen genutzt werden. „Die kirchlichen Gruppen sind die Basis für die künftige Entwicklung des Hauses“, meint Gunnar Schlicht.

Mit dem Verkauf des Hauses Nordhelle gilt es nun für die neuen Eigentümer, weitere Zielgruppen aus der Wirtschaft sowie Tages- und Übernachtungsgäste zu gewinnen. Das war bisher nicht ausreichend gelungen: War die Auslastung am Wochenende sowie der Tagungsbetrieb unter der Woche gut, so mangelte es an den Übernachtungen an den Wochentagen, um die notwendigen Einnahmen zu generierten. Um das ‚Landhaus Nordhelle‘ auch für Reisende noch attraktiver zu machen, soll unter anderem der Gastronomie- und der Sport- und Wellnessbereich ausgebaut werden. Weitere Details zu Umbauten oder zum neuen Marketingauftritt wollten die neuen Eigentümer jedoch noch nicht verraten.

Rückblick: Im Jahr 1980 war Haus Nordhelle als evangelische Tagungszentrum von vier Kirchenkreisen eröffnet worden. 35 Jahre später, nach den Ausscheiden der Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein aus dem Trägerverband, war das Bildungshaus in alleiniger Trägerschaft der Ev. Kirchenkreise Iserlohn und Lüdenscheid-Plettenberg geblieben. Eine umfangreiche Renovierung des damals in die Jahre gekommenen Hauses schloss sich an. Ebenfalls geändert hatte sich über die Jahre auch die Situation der Kirchengemeinden, die kleiner worden waren und die Nachfrage nach Bildungsangeboten abnahm. Neue Zielgruppen mussten erschlossen werden. Dies bleibt als Aufgabe auch für das neue ‚Landhaus Nordhelle‘. Für den Start und die Übergangsphase wollen die neuen Eigentümer auch auf die Kompetenz und das Know-how von Ulrich Schneider zurückgreifen, der die Tagungsstätte seit einem Jahr kommissarisch leitet. Superintendent Klaus Majoress und Superintendentin Martina Espelöer sicherten den neuen Besitzern ihre Unterstützung bei der Vernetzung in der Region zu.

Am 17. Januar wird es zudem in einem kleinen Festakt eine symbolische Staffelübergabe geben. ©EKKLP

 

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