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Nacht der offenen Erlöserkirche

 

 

Der Frauenchor „Reine Frauensache“ aus Valbert gastierte bereits zum zweiten Mal in der Erlöserkirche (Foto: Salzmann)

 

LÜDENSCHEID + Mit geistlicher und weltlicher Musik aus unterschiedlichsten Stilrichtungen und Epochen machte die Evangelische Versöhnungskirchengemeinde die „Nacht der offenen Erlöserkirche“ am Pfingstsonntag zum Erlebnis. Passend zum Pfingstlied „Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist!“, das zum Leitwort des gut besuchten Abends avancierte, standen durchweg klangschöne Melodien, die die Seele berührten, auf dem Programm.

Als Ausführende brachten der Frauenchor „Reine Frauensache“ aus Valbert, das Trio Bellis Klee-Rosenthal (Querflöte), Silvia Reinhardt (Klavier) und Pfarrer Holger Reinhardt (Trompete) sowie die Populare Kirchenmusikerin Nicole Trester innerste Saiten zum Klingen.

 Die Gesamtleitung des Abends lag in Händen von Holger Reinhardt. Auf Deutsch und Englisch durchstreifte der Frauenchor aus Valbert die Pop- und Rockliteratur von Adel Tawil bis Adele und Ed Sheeran. Unter Leitung von Christoph Ohm begeisterte der Chor mit ausgefeilten Arrangements, bei denen die hellen, klaren Stimmen der Sängerinnen eindrucksvoll zur Geltung kamen. Erklärungen zu den tiefgründigen Texten der Lieder gab Ohm, der die Frauen bei ihren mehrstimmigen, stimm- und stilsicher dargebotenen Beiträgen einfühlsam auf dem Klavier begleitete, den Besuchern gleich mit den Hand. Dass Adel Tawil in „Lieder“ viele für ihn bedeutsame Weisen verarbeitete, Depeche Mode in „Enjoy the Silence“ die fatale Wirkung verletzender Worte thematisierte und vieles mehr kam zur Sprache. Mit viel Gefühl und Gespür für die Stimmungen deutete der Chor die Texte aus. Ein Highlight: „Nothing Else Matters“ von Metallica.

Gleichsam einen kleinen Streifzug durch die Musikgeschichte traten Bellis Klee-Rosenthal und das Ehepaar Reinhardt an. In der Besetzung Trompete und Klavier, Querflöte und Klavier und Klavier solo spannten die drei Musiker spielfreudig von der Barockzeit bis in die heutige Zeit den Bogen. Der Zauber des bekannten Bach’schen Präludiums Nr. 1 C-Dur aus dem „Wohltemperierten Klavier“ (Silvia Reinhardt) fing dabei ebenso wie die schmerzliche Klage des Orpheus, den Christoph Willibald Gluck berührend um seine Eurydike trauern ließ. Gefühlvoll interpretierten Bellis Klee Rosenthal und Silvia Reinhardt das schmerzliche Stück. Steter Quell der Heiterkeit waren die Variationen über den Geburtstagssong „Happy birthday“, mit denen das Ehepaar Reinhardt Kostproben seines bemerkenswerten instrumentalen Könnens gab. In verschiedensten Stilarten – als Tango, Polka, Schuhplattler, Rumba, Blues und mehr –interpretierten beide anlässlich des „Geburtstags der Kirche“ zu Pfingsten die vertraute Melodie.

Die Sparte Popularmusik war in der Nacht der offenen Erlöserkirche bestens bei Kirchenmusikerin Nicole Trester aufgehoben. Sich selbst auf Gitarre und Klavier begleitend, trat die Studentin von Dieter Falk an der Pop-Akademie in Witten mit ausdrucksstarker Stimme in die großen Fußstapfen von Roger Cicero bis Zaz und Pink. Titel wie „Je veux“ und „Eine Nummer zu groß“ gehörten zu ihrem Soloprogramm. Zwischen den einzelnen Programmpunkten hatten die Besucher Gelegenheit, Häppchen und Wein zu genießen. Für das Catering zeichneten Heidrun und Olaf Belemann verantwortlich. ©MS

 

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