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Perspektivgespräch - attraktivere Gottesdienste

 

Im Gemeinderaum am Glockenweg machte sich die evangelische Kirchengemeinde Oberbrügge über neue Impulse im Gottesdienst Gedanken (Foto: Salzmann) 

 

HALVER + Zahlreiche Anregungen und Ideen trug die evangelische Kirchengemeinde Oberbrügge bei einem Perspektivgespräch zum Thema Gottesdienste zusammen. Anliegen sei es, die vorhandenen Räume weiter mit Leben zu füllen, erklärte Pfarrer Thomas Wienand bei der Begrüßung im Gemeinderaum am Glockenweg.

Die Idee zu dem Abend sei aus dem Gemeindebeirat hervorgegangen. Anfang Februar habe bereits ein erstes Treffen stattgefunden, bei dem einige Themen abgearbeitet worden seien. 

In den Gottesdiensten seien junge Familien und Jugendliche äußerst selten zu sehen, bedauerte Wienand, der den Abend gemeinsam mit Presbyterin Antje Neumann gestaltete. Sich Gedanken zu machen, wie diese Zielgruppe erreicht werden könne, sei Intention des Perspektivgesprächs. Zu beachten gelte es dabei die halbe Pfarrstelle in Oberbrügge, durch die etwa die Hälfte der Gottesdienste von ihm selbst, die andere Hälfte von Gastpredigern und Lektoren gestaltet würde. 

An „kleinen“ Feiertagen fänden in Oberbrügge keine Gottesdienste statt. Welche Gottesdienste es vor Ort gibt – angefangen bei normalen Gottesdiensten bis zu Gottesdiensten in Altersheimen und Jubelkonfirmationen –zählte der Pfarrer auf.

Auch auf besondere Elemente im Gottesdienst wie Powerpoint-Präsentationen zur Predigt oder ein neueres Liederbuch wies er hin. „Manches ist nicht so gut besucht, wie es vom Potential her sein könnte“, bedauerte er. 

In einer Art „stummem Schreibgespräch“ trugen die Teilnehmer – unter ihnen Schulpfarrer Ulrich Schreiber als Gastprediger in Oberbrügge – ihre Ideen zur Belebung der Gottesdienste zusammen. Die insgesamt zehn verschiedenen Ansprechpartner (Pfarrer, Gastprediger und Lektoren) würden die gottesdienstliche Ausgangssituation kompliziert machen, gab Schreiber zu bedenken. Pro und kontra äußerten sich die Teilnehmer zu einer vorgeschlagenen Befragung der Oberbrügger hinsichtlich ihrer Erwartungen an einen lebendigen Gottesdienst.

Eine bereits vor Jahren durchgeführte Befragung hätte einen niederschmetternd schlechten Rücklauf gehabt. Zudem gelte es, bei allen Modernisierungsmaßnahmen nicht die vorhandenen, mehrheitlich älteren Gottesdienstbesucher zu vernachlässigen. Diese würden möglicherweise wegbleiben, wenn sie sich mit einem Zuviel an Neuem nicht mehr wohlfühlen. „Zielgruppenarbeit hat auch ihre Gefahren“, mahnte Schreiber. „Sie grenzt ziemlich viele aus, holt aber nur sehr wenige Neue an Bord. 

“ In einem nächsten Schritt sollen die Ideen und Anregungen – darunter die Bildung eines Singkreises, Predigten mit modernen Themen zum Nachdenken, neues Liedgut, eine Lobpreiseinheit nach der Predigt, Anspiele, persönliche Segnung und vieles mehr – zu weiteren Überlegungen ins Presbyterium und in den Gemeindebeirat getragen werden. 

Konkrete Ergebnisse, wie der Gottesdienst behutsam verändert und für junge Leute attraktiver gestaltet werden soll, gab es am Donnerstag nicht. Indes kristallisierten sich die Musik und die inhaltliche Vertiefung des Gottesdienstes als große Themen heraus. ©MS

 

 

Weitere Fotoimpressionen des Perspektivgespräches der Kirchengemeinde Oberbrügge:

 

 

Presbyterin Antje Neumann und Pfarrer Thomas Wienand gestalteten den Perspektivabend zum Thema Gottesdienste (Foto: Salzmann) 

 


Zahlreiche Anregungen und Ideen trug die evangelische Kirchengemeinde Oberbrügge bei einem Perspektivgespräch zum Thema Gottesdienste zusammen (Foto: Salzmann)

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