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Festtag zeigt Gemeinde im Wandel

11.12.2018

Im Freien lockte eine Sprayaktion. Dabei konnten die Jugendlichen ihre Kreativität ausleben und mithilfe der sprühenden Dosen passende Jubiläums-Motive gestalten (Foto: Gerhard)

 

PLETTENBERG + Einen informativen Blick in die langjährige Geschichte der Kirche werfen, mehr über die Bedeutung einzelner Gebäudeteile erfahren und kreative Kinder bei Mitmachaktionen erleben,– all dies war am Sonntag in der evangelischen Kirchengemeinde in Holthausen möglich.

Denn auf die vielen Besucher, welche die Martin-Luther-Kirche bis auf den letzten Platz füllten, wartete zum 60. Jubiläum neben der Festmesse (wir berichteten) auch ein umfangreiches Rahmenprogramm sowohl inner- als auch außerhalb des Gotteshauses.

Alle die im Kirchenraum geblieben waren, konnten nicht nur am gemeinsamen Adventssingen teilnehmen, sondern auch den vorgetragenen Erläuterungen zu mehreren Kunstwerken des Gebäudes lauschen. Es wurden beispielsweise die Fenster, wie das große Südfenster mit seinen zwei verschiedenen Hälften, genauer vorgestellt und auch das Zentrum des christlichen Glaubens, das Jesus-Kreuz, durfte bei der Präsentation besonderer Objekte nicht fehlen. Den Zuhörern wurde erklärt, dass es sich vor Ort um ein eher schlicht gestaltetes Kreuz handelt, bei dem die Konturen durch ein Kupferband gezeichnet sind und in der Mitte eine Dornenkrone zu finden ist.

Dass die Kirche im Laufe ihrer 60 Jahre auch spürbare Veränderungen erlebt hat, daran erinnerte der ehemalige Pfarrer Wolfgang Plaga im Gespräch: „Um nicht das Gefühl zu haben, vor eine Wand zu laufen, hat es früher einen grünen Wandteppich gegeben. Dadurch wurde symbolisch ein Weg markiert und der Raum nach hinten geöffnet. Mittlerweile ist der Teppich Geschichte, aber dafür sorgen die Säulen für eine gefühlte Öffnung des Raumes.“

Wie das evangelische Gotteshaus unmittelbar nach seiner Fertigstellung 1958 aussah, konnten sich alle Interessierten am Nachmittag ansehen. Gezeigt wurde der von Georg Prüß bearbeitete Fastenrathfilm, welcher Aufnahmen über den Bau sowie die Einweihung der Kirche zeigte.

Für Wolfgang Plaga ist die Martin-Luther-Kirche derweil eine Institution geblieben, die „fest vor Ort verortet“ sei. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die jüngste Orgel-Restauration, welche nur dank großzügiger Spenden von örtlichen Firmen und Privatpersonen gestemmt werden konnte. Die Kirche könne das Leben der Menschen strukturieren. Von der Taufe über die Konfirmation und Hochzeit bis zum Begräbnis begleitet sie die Christen auf den wichtigsten Stationen.

„Innerhalb der Gemeinde gibt es mit der Zeit Veränderungen. Manche Gruppen verschwinden, dafür gibt es neue Angebote. Diese Kirche passt sich den Gegebenheiten an“, so Plaga.

Auch Kinder und Jugendliche können dabei auf ihre Kosten kommen: Im Rahmen des Jubiläums lockte zum Beispiel eine Sprayaktion, die sich Jugendreferent Dominik Rienäcker einfallen ließ. Dabei griffen die Teilnehmer begeistert zu den verschiedensten Farbdosen und sorgten mithilfe von Vorlagen für kreative Jubiläums-Motive. Viel geboten war ebenso in den Räumlichkeiten des Gemeindehauses, wo mehrere Bastelangebote zur Auswahl standen. Wer sich anlässlich des ersten Advents mit dem passenden Schmuck eindecken wollte, konnte ein Tannenzapfen-Gesteck erstellen.

Enorm beliebt waren auch die Schneemänner aus Süßigkeiten, die am Tisch nebenan gebastelt wurden. Mithilfe von Pfeffernüssen, Zuckerglasur, Smarties und Co. entstanden diverse knallbunte Figuren, welche am Ende mit nach Hause oder direkt genüsslich verzehrt werden durften.

Und pünktlich zur Mittagszeit wurden herzhafte Speisen von der örtlichen Feuerwehr serviert. Bei Kaffee und Kuchen klang das Jubiläumsfest rund um die Martin-Luther-Kirche schließlich langsam aus. ©MG

 

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