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Neue Büros für die Suchtberatungsstelle

10.1.2019

Die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen sich bereits nach kurzer Zeit in den neuen Räumen sehr wohl. Foto: Wolfgang Teipel

LÜDENSCHEID + Die Suchtberatungsstelle der Diakonie in Lüdenscheid hat ein neues Domizil. Ab sofort ist das Team in der ersten Etage des Geschäftshauses Frankenstraße 12 (Franken-Apotheke) zu erreichen. Der Umzug vom Lutherhaus in die neuen Räume wurde in kürzester Zeit bewerkstelligt.

 

Wie viele Umzugskisten sind gepackt und wieder geleert worden? Ulrike Lienenkämper lacht. „So 80 bis 85“, schätzt sie. Dafür, dass der Umzug am Montag erfolgte, sah es am Mittwoch schon ganz passabel aus. Die Büros der Berater sind eingerichtet, die Verwaltungszentrale funktioniert und auch die ersten Bilder hängen schon. „Wir sind arbeitsbereit“, sagt das Team stolz.

„Allerdings müssen wir uns noch ein wenig zurechtfinden“, räumt Peter Nehrenheim beim Gang durch die neue Beratungsstelle ein.

 

Er und seine Kolleginnen Andrea Bäcker, Sonja Middendorf, Monika Triffo und Ulrike Lienenkämper schätzen die großzügige Etage, in der bis Oktober 2018 der Medizinische Dienst der Krankenkassen residiert hat. Unschätzbarer Vorteil gegenüber den Arbeitsplätzen im Lutherhaus: „Alle hauptamtlichen Berater haben jetzt ein eigenes Büro. Zeitaufwendige Absprachen, wer wann wo mit seinen Klienten die Gespräche führen kann, entfallen ab sofort.“

 

Dieser Möbelberg ist inzwischen Vergangenheit. Foto: Andrea Bäcker

Dieser Möbelberg ist inzwischen Vergangenheit. Foto: Andrea Bäcker.

 

Auch die Ehrenamtlichen der Beratungsstelle kommen in den Genuss der deutlich aufgewerteten Räumlichkeiten. So werden die Mitglieder des Fördervereins und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Cafés „Sprungbrett“ hier ihre Treffen abhalten. Gabi Partmann, Dagmar Schröder und Reiner Kölsche von der Informations- und Motivationsgruppe werden sich hier mit ihren Teilnehmerinnen und Teilnehmern treffen. Platz ist auch für die Vermittlung von Klienten in stationäre Therapien.

„Wir sind dem Kirchenkreis sehr dankbar“, betont das Team.

Mit finanzieller Hilfe des Kirchenkreises und der Unterstützung einer Architektin wurden einige Umbauarbeiten vorgenommen. „Alles ist so, wie wir es uns gewünscht haben.“ Ein Dank geht auch an Vermieter Dr. Friebe. Nicht nur, weil er das Team zum Einzug persönlich mit einem Blumenstrauß begrüßte. Er habe sich ganz bewusst im Sinne der Sozialarbeit für die Beratungsstelle als Mieter entschieden, erläuterte Peter Nehrenheim.

 

Mit dem Einzug der Beratungsstelle sind an der Frankenstraße zwei diakonische Einrichtungen näher zusammengerückt. Im gleichen Haus arbeitet auch der Fachdienst Migration & Flucht.

 

Telefonisch ist die Suchtberatungsstelle weiter unter 0 23 51 / 90 74 57 zu erreichen (Telefax 0 23 51 / 90 74 41. Die Mailanschrift lautet nach wie vor suchtberatung@diakonie-lued.de 

 

Seit über 35 Jahren bietet die Beratungsstelle Menschen mit Suchtproblemen und deren Angehörigen qualifizierte Beratung und Begleitung an. Das Angebot richtet sich an Menschen in Lüdenscheid und dem südlichen Märkischen Kreis, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit. Es ist anonym und kostenfrei.

 

Betroffene und Angehörige können über Einzelgespräche und Gruppenangebote zunächst ihren Standort bestimmen und ersten Schritte entwickeln, mit denen sie ihr Verhalten ändern können. Im weiteren Verlauf geht es darum, die tiefer liegenden Störungen zu erkennen. „Wir verstehen Sucht als Symptom“, betont Andrea Bäcker.

 

2017 nahmen 175 Menschen die Hilfe der Beratungsstelle in Anspruch.  Stolz ist das Team auf die Erfolge seiner Arbeit. „Sie zeigen sich in der positiven Persönlichkeitsentwicklung der Klienten, der niedrigen Rückfalltendenz und den niedrigen Therapieabbrüchen“, erläutert Andrea Bäcker.

 

 

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