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Super­intendent Majoress
entpflichtet Hans-Georg und Angelika Ahl

2.2.2019

Hans-Georg und Angelika Ahl (Vordergrund) wurden im feierlichen Gottesdienst in der Kreuzkirche offiziell entpflichtet (Foto: Görlitzer)

LÜDENSCHEID + In einem feierlichen Gottesdienst in der Lüdenscheider Kreuzkirche hat Klaus Majoress, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, das Pfarrerehepaar Hans-Georg und Angelika Ahl entpflichtet. Für Hans-Georg Ahl beginnt das Rentnerleben offiziell am 1. März, seine Frau ist bereits seit einem Jahr im Ruhestand. Ihren Lebensmittelpunkt haben sie bereits ins Ruhrgebiet verlegt, aber für die offizielle Verabschiedung waren sie noch einmal nach Lüdenscheid gekommen.

 

Zahlreiche Gemeindemitglieder, Weggefährten aus anderen Gemeinden und aus dem städtischen Leben sowie Freunde ließen es sich nicht nehmen, persönlich Abschied zu nehmen von „Ahli“ und „Geli“. Majoress betonte, dass es in diesem wirklich wirklich zutreffe, davon zu sprechen, dass eine „Ära“ zu Ende gehe. Beide haben mehr als 30 Jahre das Leben in der Gemeinde entscheidend geprägt, ihre drei Kinder sind dort groß geworden. „Man kann mit Worten gar nicht ausdrücken, was das in dieser langen Zeit bedeutet“, sagte Majoress. Am 1. September 1982 wurde Hans-Georg Ahl als Pfarrer der Gemeinde eingeführt, aber schon 1977 war er Vikar in der Kreuzkirche. Nach wenigen Jahren bei der Studentenmission, so Majoress, sei er dann nach Lüdenscheid zurückgekehrt. Angelika Ahl wurde 1989 im Kirchkreis als Pfarrerin für die Krankenhausseelsorge eingeführt, war aber immer auch in der Kreuzkirchengemeinde, unter anderem in der Konfirmandenarbeit, präsent.

 

Klaus Majoress, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, packte aus einer „Sauerland“-Tasche Geschenke, die an die nun ehemalige Heimat erinnern sollen (Foto: Görlitzer)

Klaus Majoress, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, packte aus einer „Sauerland“-Tasche Geschenke, die an die nun ehemalige Heimat erinnern sollen (Foto: Görlitzer)

 

Hans-Georg Ahl selbst hatte an diesem Sonntag noch einmal in der Kreuzkirche gepredigt und dabei das in den Mittelpunkt gestellt, was eine Gemeinde ausmacht. Dies verband Ahl gleichermaßen mit seinem ganz persönlichen Abschied, denn in seinen Worten schwangen sowohl der Dank für die vergangenen Jahrzehnte als auch gute Wünsche für die Gemeinde in der Zukunft mit. So erinnerte er an das Bild des guten Hirten, das an der alten Kreuzkirche prangte, und das dem Leitbild der Gemeinde entspreche, das niemand verloren gehe. „Gott liebt den Sünder, aber er hasst die Sünde.“ Ganz wichtig sei die Bruderliebe, die Paulus predige. „Geschwister hat man, die kann man sich nicht aussuchen“, sagt Ahl und führte aus, dass gerade dies zu guten Teams in der Gemeinde führe, die viel gemeinsam erreichen. „Ich genieße es, dass ich in Zusammenhängen leben darf, wo andere mich ergänzen.“ Für die Zukunft bedeute das: „Lasst Euch in Eurem Miteinander davon bestimmen, dass ihr ein gemeinsames Ziel habt. Seid nicht überheblich.“

 

Bei der Feier im Anschluss an den Gottesdienst stand der Dank im Mittelpunkt – verschiedene Gruppen der Gemeinde, die Mitarbeiter, Freunde und Weggefährten nutzten die Gelegenheit, ihre Abschiedsgeschenken mit persönlichen Grußworten zu überreichen. Erinnert wurde unter anderem an Gemeindefreizeiten, Bibelabende, Fußballspiele und -training sowie an das immer offene Haus bei Ahls, wo jeder stets willkommen war. Nach dem Mittagessen ging es mit einer Rückschau in Film und Bildern auf weit mehr als 30 gemeinsame Jahre weiter. ©BG

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