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Esel aus der Krippe geklaut

12.1.2020

Das Wort zum Sonntag: Diesmal mit Gedanken von Hans Ferkinghoff, Pastor in Maria Königin / Lüdenscheid (Grafik: EKKLP)

Liebe Leserinnen und Leser!

 

In mehreren Kirchen wurde nach Weihnachten einer der Heiligen drei Könige gestohlen. Die Gemeinden haben Strafanzeige erstellt. Jetzt stellt sich heraus, dass Künstler auf die Situation der Menschen in den überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland aufmerksam machen wollten. Einer der Könige sitzt in Lesbos fest und kommt nicht weiter. Die Figuren sind inzwischen wieder da, und die Strafanzeigen wurden zurückgezogen.

 

Wir suchen für die Weihnachtsbotschaft immer einen aktuellen Bezug zum Zeitgeschehen. In der Kölner Domkrippe sah ich ein leeres Flüchtlingsboot, dass an der Krippe gestrandet ist. Meine Regenwald Krippe im Gemeindehaus zeigt: Gott wird Mensch und kommt in unsere vom Klimawandel bedrohte Schöpfung. Und die Botschaft der Engel, die an Weihnachten den Menschen „Frieden auf Erden“ verkünden, ist angesichts der Spannungen im Irak und Iran ganz aktuell. An meiner Krippe wurde das Jesus Kind und jetzt auch der Esel geklaut.

 

Mit diesem Sonntag geht die Weihnachtszeit zu Ende. Die Krippen werden abgebaut. Aber die Botschaft von Weihnachten bleibt immer aktuell. Als Christen setzen wir uns ein für den Frieden, für die Bewahrung der Schöpfung und zeigen unsere Solidarität mit den Menschen, die weltweit auf der Flucht sind. Und wir gehen in das neue Jahr mit dem Vertrauen, dass Gott bei uns ist. Das ist der immer aktuelle Bezug zu unserem persönlichen Leben. Und so wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Jahr 2020.

 

Hans Ferkinghoff

Pastor in Maria Königin

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