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Suchtberatungsstelle für Hilfesuchende offen

20.7.2020

Sabine Schneider und Frank Horstmann ermutigen auch in der Corona-Zeit die Hilfeleistungen der Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes in Plettenberg in Anspruch zu nehmen. Mit einem Hygieneschutzkonzept kann eine sichere Beratung t gewährleistet werden (Foto: EKKLP / DW)
Sabine Schneider und Frank Horstmann ermutigen auch in der Corona-Zeit die Hilfeleistungen der Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes in Plettenberg in Anspruch zu nehmen. Mit einem Hygieneschutzkonzept kann eine sichere Beratung t gewährleistet werden (Foto: EKKLP / DW)

PLETTENBERG + Trotz der fortwährenden Schutzmaßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie, ist die Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes Plettenberg bemüht, im Umgang mit den Hilfesuchenden zur Normalität zurück zu finden. Der Balanceakt zwischen Einhaltung der Hygienevorschriften und bestmöglicher persönlicher Beratung ist nach Beendigung des Lockdowns gut gelungen, die Grundversorgung sowie die ambulante Rehabilitation Suchtkranker am Standpunkt Plettenberg sind gewährleistet.

 

„Lediglich Erstkontakte finden derzeit ausschließlich telefonisch statt“ sagt Suchtberater und Suchttherapeut Frank Horstmann, „den Hilfesuchenden wird anschließend bei Bedarf ein persönlicher Gesprächstermin angeboten.“ Die Suchtberatungsstelle bietet neben der Beratung und Motivierung von suchtkranken Menschen die Vermittlung in stationäre Entgiftungs- und Entwöhnungsbehandlungen auch eine ambulante Therapie vor Ort an. „Statt sich für viele Wochen in einer Klinik behandeln zu lassen, ist es seit 2009 möglich, im Rahmen einer ambulanten Rehabilitation an dem Ziel einer dauerhaften Abstinenz zu arbeiten“, sagt Suchtberaterin und Suchttherapeutin Sabine Schneider. Bei einer Behandlungsdauer von 6 bis maximal 18 Monaten finden hierbei wöchentlich zwei Therapietermine – ein Einzel- und ein Gruppengespräch – statt. „Neben der Erlangung einer stabilen Abstinenz sollten hierbei alle der Sucht zugrundeliegenden Probleme aufgearbeitet werden“, stellt Horstmann dar. „Die Zusammenarbeit zwischen Suchttherapeuten, Fachärzten und Psychologen erfüllt hierbei die hohen Qualitätsstandards einer medizinischen Rehabilitation und wird somit von den gängigen Leistungsträgern wie Krankenkassen und Rentenversicherungen finanziert“, ergänzt Schneider.

 

Im zurückliegenden Statistikjahr 2019 haben insgesamt 402 Personen Kontakt zur Suchtberatungsstelle aufgenommen, wobei es mit 108 Hilfesuchenden zu einer längerfristigen Beratung bzw. Therapie gekommen ist. „Inzwischen nimmt fast jeder Fünfte das Angebot der ambulanten Therapie vor Ort in Anspruch“, sagt Horstmann. „Der Vorteil dieser Behandlungsform liegt darin, dass die Therapie den Patienten/innen in seiner/ihrer Sucht- und Alltagsbewältigung begleitet, bei auftretenden Problemen helfend und bei Risikoverhalten korrigierend auf ihn/sie einwirken kann“, sagt Schneider.

 

Das Hygiene-Schutzkonzept der Beratungsstelle sieht unter anderem vor, dass der Mindestabstand im persönlichen Kontakt sowohl im Rahmen der Einzelgespräche als auch in der Gruppenarbeit gewährleitet ist, so dass eine Maskenpflicht nur beim Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten vorgeschrieben ist.

Hilfesuchende nehmen bitte telefonisch Kontakt zur Suchtberatungsstelle auf!

 

Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes Plettenberg

Bahnhofstr. 25, 58840 Plettenberg, Tel. 02391/9540-20

E-Mail: sekretariat-sbst@diakonie-luedenscheid-plettenberg.de

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