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Einsatz auf der "Africa Mercy"

19.7.2021

Daniel Lauermann und seine Ehefrau Linda freuen sich auf den nächsten Einsatz im Senegal. (Foto: Mercy Ships)
Daniel Lauermann und seine Ehefrau Linda freuen sich auf den nächsten Einsatz im Senegal. (Foto: Mercy Ships)

HALVER + Seiner Heimatstadt Halver fühlt sich Daniel Lauermann eng verbunden. Dennoch zieht es ihn immer wieder hinaus in die weite Welt. Derzeit wartet er gemeinsam mit seiner Ehefrau Linda auf dem Hospitalschiff Africa Mercy der christlichen Hilfsorganisation Mercy Ships, das in Teneriffa vor Anker liegt, auf seinen Einsatz in Afrika.

 

Nach Einsätzen in Sierra Leone, wo sich das Ehepaar kennengelernt hat, und Gambia soll es diesmal in den Senegal gehen. Beide freuen sich, damit gleichsam an die alte Wirkungsstätte zurückkehren zu können. Daniel Lauermann hat eine Stelle als Leiter des Medizinischen Aus- und Weiterbildungsprogramms auf dem Hospitalschiff angenommen. Seine Ehefrau Linda, die aus Großbritannien stammt, ist als Assistentin des Ärztlichen Direktors an Bord und vornehmlich mit Verwaltungs- und Organisationsaufgaben betraut. „Wir haben über die Jahre zu Mercy Ships Kontakt gepflegt“, erzählt Daniel Lauermann. „Jetzt waren zwei attraktive Funktionsstellen offen, was nicht selbstverständlich ist – gerade in Zeiten von Corona.“

 

Für mindestens zwei Jahre werden sie mit dem größten zivilen Hospitalschiff der Welt, einer ehemaligen, zum schwimmenden Krankenhaus umgebauten Eisenbahnfähre, unterwegs sein und medizinische Hilfe zu den Ärmsten der Armen bringen. Die Werte, die sich die Hilfsorganisation auf die Fahne geschrieben hat, empfinden beide als sehr bereichernd. „Ich nehme immer sehr viel mit“, sagt der Halveraner über seine Einsätze. „Es macht Spaß, in einem internationalen Kontext zu arbeiten.“ Schon jetzt, in der Werftphase, sind Menschen aus 30 Ländern auf dem Schiff vertreten. Sind alle 450 Helfer an Bord, kommen schnell mehr als 50 Nationalitäten zusammen. „Das ist sehr bunt. Ich habe sehr interessante Menschen kennengelernt“, sagt Daniel Lauermann.

Die "Africa Mercy" ist das größte zivile Hospitalschiff der Welt. (Foto: Mercy Ships)
Die "Africa Mercy" ist das größte zivile Hospitalschiff der Welt. (Foto: Mercy Ships)

Vor Ort in den Gastländern daran mitarbeiten zu können, dass sich Dinge nachhaltig und langfristig zum Positiven verändern, ist für den Sohn von „Waldfrieden“- Einrichtungsleiter Bernd Lauermann ein beglückendes Gefühl. Nicht umsonst hat er an der Technischen Universität Kaiserslautern seinen Master-Abschluss im Studiengang „Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit“ gemacht. Aufmerksam auf Mercy Ships wurde er vor Jahren durch seine Cousine, die mit der Hilfsorganisation in Gambia war. Neugierig geworden, wählte er daraufhin den Dienst im Ausland als Wehrdienstersatz. Seither war er bereits wiederholt für diese und andere Organisationen tätig – nicht nur in Afrika, auch in Zentralamerika und Kambodscha. Für ihre verantwortungsvolle Arbeit bringen Daniel und Linda Lauermann reichlich Know-how und Begeisterung mit.

 

In seiner neuen Position als Leiter des Medizinischen Aus- und Weiterbildungsprogramms kümmert sich Daniel Lauermann um die Schulung von medizinischen Fachkräften aus den Gastländern. Ziel ist es, dass Hilfe, Wissen und Kompetenz im Land bleibt und geschulte Kräfte den Kranken vor Ort weiterhelfen können, auch wenn das Hospitalschiff längst wieder abgelegt hat. „Ein großer Schwerpunkt unserer Arbeit sind Gaumenspalten“, erzählt der Halveraner, der 2017 zusammen mit Kristian Hamm die Sentiris gGmbH gegründet hat. „Viele Kinder sterben an Unterernährung, die oft als Folge einer solchen Erkrankung auftritt. Die, die es trotzdem schaffen, leben am Rande der Gesellschaft.“ Mit ihrem Einsatz möchte die Organisation das Leid dieser Menschen nachhaltig lindern. So habe die Hilfsorganisation beispielsweise vor fünf Jahren in Benin zwei Ärzte ausgebildet, die die rettenden Operationen jetzt selbst durchführen können. Auch in anderen Bereichen sei dies gelungen. Momentan erarbeitet Mercy Ships gemeinsam mit der Senegalischen Regierung intensiv an den Voraussetzungen dafür, dass die Africa Mercy, die mit sechs OP-Sälen, Labor, Apotheke, Computertomograph, Intensivpflege und anderem medizinischem Gerät ausgestattet ist, in den Senegal reisen kann. Auf Afrika freut sich das Ehepaar sehr. „Das ist ein Arbeitsumfeld, da fühlen wir uns wohl.“ ©ms

Die Africa Mercy ist mit sechs OP-Sälen, Labor, Apotheke, Computertomograph, Intensivpflege und anderem medizinischem Gerät ausgestattet. (Foto: Mercy Ships)
Die Africa Mercy ist mit sechs OP-Sälen, Labor, Apotheke, Computertomograph, Intensivpflege und anderem medizinischem Gerät ausgestattet. (Foto: Mercy Ships)

Hilfsorganisation Mercy Ships

 

Nach der Devise „Wenn die Menschen nicht ins Krankenhaus gehen können, dann kommt das Krankenhaus eben zu ihnen“ bringt die internationale Hilfsorganisation Mercy Ships seit mehr als 40 Jahren professionelle medizinische Hilfe in die Entwicklungsländer. Hospitalschiffe, die nach dem neuesten Stand der Technik ausgestattet sind, dienen der Organisation als Einsatzplattform. Das gemeinsame Leben an Bord sowie die Stabilität, Mobilität, Effektivität und Sicherheit auf den Schiffen erleichtern den internationalen Teams die Arbeit. Die langfristige und nachhaltige Hilfe von Mercy Ships beruht auf Spenden.

 

Wer die wichtige Arbeit unterstützen möchte, kann die Organisation mit einer Spende auf das Konto DE58 7345 0000 0000 5244 47 bei der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren unterstützen. Stichwort: Halver hilft.

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