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Nachruf: Dr. Reiner-Friedemann Edel

22.9.2022

Dr. Reiner-Friedemann Edel mit seiner Bibelübersetzung von 2012. (Foto: Ingrid Weiland)
Dr. Reiner-Friedemann Edel mit seiner Bibelübersetzung von 2012. (Foto: Ingrid Weiland)

LÜDENSCHEID + Im gesegneten Alter von 92 Jahren ist am 9. September Dr. Reiner-Friedemann Edel verstorben. Außer seinen Familienangehörigen trauern viele um ihn, die er seelsorgerlich begleitet hat und die aus seinen Schriften Kraft bezogen haben. Nach seiner Ausbildung zum Großhandelskaufmann studierte der Mann, der am 18. März 1930 in Erfurt geboren worden war, Theologie, sieben Sprachen, Musik, Philosophie und Psychologie. Er war dann Pfarrer in Hessen, Bayern und Westfalen – zuletzt in der Lüdenscheider Kreuzkirchengemeinde (1970 – 1986). Darüber hinaus ist er als Verleger und Übersetzer hervorgetreten. In dem von ihm gegründeten Ökumenischen Verlag brachte er unter anderem eine neue Übersetzung des Neuen Testaments, eine Gesamtausgabe der Psalmen und Andachtsbücher heraus. Mit seinen Schriften wollte er – wie er erklärte – „zum neuen Hören auf das Wort Gottes anregen“ und somit zu einem besseren Verständnis von oft gehörten Texten beitragen. In seinem Wohnsitz in Lüdenscheid-Horringhausen gründete er eine Stiftung Ökumenisches Institut, ein Gästehaus, in dem zurzeit ukrainische Flüchtlinge eine Bleibe gefunden haben, und die Not-Gottes-Kapelle Lobetal, die allen Interessierten offensteht.

 

In Erinnerung wird sein vielfältiges ökumenisches Engagement bleiben. So war er Mitbegründer der charismatischen Bewegung in Deutschland in den 1960ger Jahren, hatte vielfältige Verbindungen zu weltweiten Erneuerungsbewegungen, zu Schwestern- und Bruderschaften und besondere Kontakte zu den orthodoxen Patriarchaten in Osteuropa.

In der Not-Gottes-Kapelle Lobetal wird am 30. September um 11 Uhr die Beisetzungsfeier für Dr. Edel stattfinden. ©ih

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