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Das Höhrrohr - Premiere der Bühnenmäuse

21.11.2022

Premiere von "Das Höhrrohr": Nach zweimaligem Verschieben konnten die Bühnenmäuse vom CVJM Lüdenscheid-West das Stück nun endlich aufführen. (Foto: Ingrid Weiland)
Premiere von "Das Höhrrohr": Nach zweimaligem Verschieben konnten die Bühnenmäuse vom CVJM Lüdenscheid-West das Stück nun endlich aufführen. (Foto: Ingrid Weiland)

LÜDENSCHEID + Seit der letzten Premiere, einer Benefizaufführung der Komödie „ O sole mio“ von Hans Hinrich Kahrs im Lüdenscheider Kulturhaus mussten die „Bühnenmäuse“ (Theaterbühne des CVJM Lüdenscheid-West) ihre Theaterarbeit pandemiebedingt 2 ½ Jahre ruhen lassen. Sie waren glücklich, dass sie diese dann endlich wieder aufnehmen konnten. Nach einer intensiven Probenarbeit wollten sie das durch das Hamburger Ohnsorg-Theater bekannt gewordene Erfolgsstück „Das Hörrohr“ von Karl Bunje erstmalig am 15. Oktober aufführen. Doch die Premiere musste zweimal verschoben werden, weil Akteure an Corona erkrankt waren. Am 11. November war es endlich so weit: Die „Bühnenmäuse“ konnten in die Theatersaison 2022/23 starten.

Im vollbesetzten Saal des CVJM-Jugendheims an der Mathildenstraße gelang es der Theaterbühne des CVJM Lüdenscheid-West einmal mehr, die Lachmuskeln ihrer Premierengäste zu strapazieren und diese gleichzeitig durch eine hervorragende schauspielerische Leistung zu beeindrucken. Hauptperson der Handlung ist der noch rüstige, aber total schwerhörige Opa Meiners, in dessen Rolle Jürgen Pathun brillierte. Da sein in die Jahre gekommenes Hörrohr nicht mehr richtig funktioniert, bekommt er nur mit, was seine Familienmitglieder laut in dieses hineinschreien. So merkt er lange Zeit gar nicht, dass Schwiegertochter Berta (Jenny Morales), deren Stimme an Lautstärke kaum zu überbieten ist, eine Intrige spinnt, um den Hof, der immer noch Opa Meiners gehört, in ihren Besitz zu bringen. Dank einem Hörrohr, das auf dem neuesten technischen Stand ist, kommt er ihr auf die Schliche, und schließlich schafft er es, zu einem cleveren Gegenschlag auszuholen.

„Schnaps ist Männersache!“ – so endete eine wichtige Diskussion im Stück, bei der das Publikum viel zu lachen hatte. (Foto: Ingrid Weiland)
„Schnaps ist Männersache!“ – so endete eine wichtige Diskussion im Stück, bei der das Publikum viel zu lachen hatte. (Foto: Ingrid Weiland)

Neben Opa Meiners und Schwiegertochter Berta, die ihr Intrigenspiel geschickt hinter einer Fassade der Freundlichkeit und angeblichen Liebe zu ihrer Familie verbirgt, gehören zu dieser noch Opas Sohn Jochen (Guido Hesmer) und Opas Enkelin (Simone Meykranz). Als Knecht im Hause Meiners wirkt Meinolf Pagendarm mit. Steffi Pantack soll als Notarin die Besitzverhältnisse regeln. Bernd Grewe tritt als Viehhändler und Andreas Schmale als Nachbar auf. Frank Gerhardt führte diesmal nicht die Regie, sondern hat die Rolle eines Landbriefträgers – an der Seite seiner Ehefrau Lieschen (Susanne Gerhardt) – übernommen. Für die Regie sind Regina Voss-Passow und Ulrike van den Berg zuständig.

 

Das gesamte Ensemble, zu dem auch noch Robert Zapp als „special guest“ gehört, präsentierte eine tolle Gesamtleistung, bei der es manchmal turbulent zuging und man immer wieder herzlich lachen konnte. Die Komik erreichte mit der Freude des Opas über das neue Hörrohr, die Verletzung mit einer Mausefalle und vor allem mit der Diskussion über das, was „Frauensache“ und was „Männersache“ ist, die schließlich zu der Erkenntnis führt, dass „Schnaps Männersache ist“, ganz besondere Höhepunkte. Alle Mitwirkenden und ihre Regisseurinnen wurden am Schluss mit Applaus überschüttet. Darüber hinaus gab es Beifall für alle, die im Hintergrund zum Gelingen der Aufführung beigetragen hatten: für die Souffleusen, für die Ensemble-Mitglieder, und die, die für Maske, für Kostüme, für Requisiten, für Technik, für Bühnenbau, das Bühnenbild und die Regieassistenz verantwortlich zeichneten.

 

Mit den Einnahmen aus der Premiere und aus allen weiteren Aufführungen wird selbstverständlich wieder das Ausbildungsprojekt (Skills Training Centre) des YMCA Sierra Leone in Kenema unterstützt. Durch dieses werden Jugendliche, die sonst keine Ausbildungsmöglichkeiten hätten, in verschiedenen Berufen ausgebildet. Somit erhalten sie Zukunftschancen. Die Einnahmen vom Gebäck und Schnittchenverkauf in den Pausen kommen dem vom CVJM-Kreisverband Lüdenscheid unterstützten Schul- und Kindergartenprojekt in Kissy zugute.

 

Weitere „Hörrohr“- Vorstellungen finden in diesem Jahr noch am 2., 3. und 4. Dezember im CVJM-Jugendheim a der Mathildenstr. 30 in Lüdenscheid statt. An den Sonntagen beginnen sie um 18 Uhr, an den anderen ‚Tagen um 19.30 Uhr Eintrittskarten gibt es beim Reiseservice Wietis, Freiherr-vom-Stein-Str. 1 in 58511 Lüdenscheid (Tel.: 02351/3404; info@wietis-reisen.de). Wegen Corona werden die Sitzplätze pro Aufführung von 100 auf 80 reduziert. Für die Zeit vom 17. Februar bis zum 26. März sind weitere Vorstellungen geplant. Der Vorverkauf hierfür wird rechtzeitig bekanntgegeben. ©ih

(v.l.n.r.) Jürgen Pathun als Opa Meiners (mit Hörrohr), Bernd Grewe als Viehhändler, Jenny Morales als Opas Schwiegertochter Berta, Guido Hesmer als Opas Sohn Jochen, Frank und Susanne Gerhardt als Briefträger Tobias und dessen Ehefrau Lieschen. (Foto: Ingrid Weiland)
(v.l.n.r.) Jürgen Pathun als Opa Meiners (mit Hörrohr), Bernd Grewe als Viehhändler, Jenny Morales als Opas Schwiegertochter Berta, Guido Hesmer als Opas Sohn Jochen, Frank und Susanne Gerhardt als Briefträger Tobias und dessen Ehefrau Lieschen. (Foto: Ingrid Weiland)

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