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Herzlich verbunden über Kontinente hinweg

20.3.2026

Empfang von Eleven Sihotang (2.v.l.) im Haus der Evangelischen Kirche in Lüdenscheid. DW-Leiterin Iris Jänicke (l.), Superintendent Dr. Christof Grote und Claudia Latzel-Binder als Vertreterin der Landeskirche freuten sich über den Ehrengast aus Indonesien (Foto: EKKLP)

KIRCHENKREIS + Mit großer Freude hat der Evangelische Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg Mitte März Eleven Sihotang begrüßt – die Leiterin der Diakonissen-Schule im indonesischen Partnerkirchenkreis. Nach mehreren Wochen Fortbildung in Bethel und Wuppertal führte ihre Reise für eine weitere intensive Woche der Begegnung in Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid‑Plettenberg. Ein Besuch, der eindrucksvoll gezeigt hat, wie lebendig und tragfähig die langjährige Partnerschaft zwischen den Kirchenkreisen in Indonesien und dem Sauerland ist.

 

Ein Empfang der besonderen Art

Im Haus der Evangelischen Kirche in Lüdenscheid wurde Eleven Sihotang herzlich empfangen. Vertreterinnen und Vertreter aus Partnerschaftsarbeit, Ausschüssen sowie aus vielfältigen diakonischen Arbeitsbereichen nahmen an der Begegnung teil.

 

Superintendent Dr. Christof Grote stellte in seinem Vortrag die Arbeit des Kirchenkreises vor und unterstrich die Bedeutung der partnerschaftlichen Beziehungen: „Diese Partnerschaft wird wirklich gelebt und getragen!“

Einblicke in die praktische Zusammenarbeit gab anschließend Iris Jänicke, Leiterin des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis. Sie machte deutlich, wie stark die Verbindung im diakonischen Bereich gewachsen ist und betonte dabei den Kern diakonischen Handelns: „Diakonie ist eine ganz konkrete und wichtige Kommunikation des Evangeliums.“

 

Einblicke aus Indonesien

Eleven Sihotang berichtete anschließend sowohl über ihre derzeitige Fortbildung – den Master of International Diakonie, der sich über zwei Jahre bis 2028 erstreckt – als auch über die Situation ihrer Diakonissen-Schule in Indonesien. Dort werden derzeit 118 Studierende von 11 Lehrkräften begleitet.

 

„Jedes Jahr können wir 30 neue Schülerinnen aufnehmen, aber wir haben immer mehr als das Doppelte an Bewerberinnen!“, berichtete sie. Besonders wichtig sei ihnen eine Ausbildung, die sowohl Fachlichkeit als auch geistliche Stärke verbindet: „Wir bilden fachlich aus, aber wir stärken sie auch geistlich. Diese Kombination ist uns sehr wichtig.“

 

Zugleich unterstrich sie mehrfach die Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber dem Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid‑Plettenberg: „Wir sind sehr dankbar über unsere Partnerschaft und über Ihre Unterstützung! Sie helfen uns sehr in unserer Arbeit vor Ort.“ Und mit einem herzlichen Lächeln fügte sie hinzu: „Ich habe hier nicht nur sehr viel gelernt, sondern auch zum ersten Mal Schnee gesehen und sogar angefasst! Sowas kannte ich nur aus Filmen.“

 

Gemeinsam diakonisch lernen – eine intensive Besuchswoche

Unter dem Motto „Gemeinsam diakonisch lernen“ verbrachte Eleven Sihotang nach dem offiziellen Empfang eine Woche im Kirchenkreis, in der Begegnungen, Fachgespräche und gemeinsames Lernen im Mittelpunkt standen. Dazu gehörten unter anderem Besuche evangelischer Kindertageseinrichtungen und Gespräche über frühkindliche Bildung, Austausch zur Arbeit der Freiwilligenzentrale und der Tafel im Begegnungszentrum Plettenberg, Fachgespräche in verschiedenen Beratungsstellen zu Erziehungs-, Sucht- und Migrationsarbeit, Begegnungen mit Mitarbeitenden aus Diakonie, Ausschüssen und Gemeinden, aber auch viele persönliche Treffen wie gemeinsame Abendessen und in verschiedenen Gastfamilien im Kirchenkreis. Die Begegnungen waren geprägt von Herzlichkeit, Neugier, Fachlichkeit und gegenseitigem Lernen. Viele Kontakte konnten vertieft, manche neue Zusammenarbeit angestoßen werden.

 

Nach einer Woche voller Eindrücke, Gespräche und geteilter Erfahrungen machte sich Eleven Sihotang am 20. März wieder auf den Rückweg nach Indonesien. Der heimische Kirchenkreis blickt dankbar auf diesen Besuch zurück: auf die Vertiefung der Partnerschaft, den lebendigen Austausch und die wertvollen Impulse für die gemeinsame diakonische Arbeit. Diese Begegnung zeigt: Partnerschaft lebt von Nähe, Respekt und gemeinsamen Wegen – auch über große geografische Distanzen hinweg.

Bildimpressionen vom Empfang (alle Fotos: EKKLP)

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