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Andrea Schmale geht in den Ruhestand
9.4.2026

Von Monika Salzmann
SCHALKSMÜHLE-DAHLERBRÜCK + „Die kleinen Dinge waren oft schön.“ Nach Anekdoten und besonderen Erlebnissen ihrer langjährigen Tätigkeit als Gemeindesekretärin der Evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück gefragt, nennt Andrea Schmale die kleinen Gesten von Gemeindemitgliedern, die ihr den Dienst in langen Jahren lieb und wertvoll gemacht haben: eine Tafel Schokolade hier, ein nettes Wort da, nichts Großes, allenfalls eine kleine Aufmerksamkeit und Zeichen der Wertschätzung. „Es hat mir wirklich Spaß gemacht“, sagt die 61-Jährige, die manche Veränderung in der Gemeinde miterlebt hat. Nach 20 Jahren als freundliche Ansprechpartnerin im Gemeindebüro verabschiedet sie sich in den Ruhestand. Am 12. April wird sie im Gottesdienst der Erlöserkirche, der um 10 Uhr beginnt, verabschiedet.
Seit November vergangenen Jahres ist sie dabei, ihre Nachfolgerin Nadine Küper in ihre vielfältigen Aufgaben einzuarbeiten. „Es ist schön zu erleben, dass beide in der Einarbeitungsphase gut zusammenarbeiten“, sagt Pfarrer Torsten Beckmann, der die Verabschiedung vornehmen wird. Auf Andrea Schmale, die mit einer halben Stelle bei der Gemeinde angestellt war, habe er sich stets blind verlassen können. „Ich bin dankbar für diese 20 Jahre und die herzliche, unkomplizierte Zusammenarbeit.“

Als Ur-Schalksmühlerin ist Andrea Schmale, die von Haus aus gelernte Industriekauffrau ist und zwei erwachsene Töchter hat, gleichsam in der Gemeinde großgeworden. Als sie sich nach dreijähriger Tätigkeit beim Kreiskirchenamt auf die Stelle der Gemeindesekretärin bewarb, war sie dem Presbyterium bereits bekannt. Das Kreiskirchenamt habe damals eine „klare Empfehlung“ für sie ausgesprochen, erinnert sich Torsten Beckmann. 2006 trat sie ihre Stelle im Gemeindebüro, das damals noch an der Worthstraße 2a zu finden war und mittlerweile ins Gemeindezentrum umgezogen ist, an. Von Bestellungen des Kirchenbedarf über die Kirchenbuchführung bis zur Friedhofsverwaltung reichte ihr vielfältiges Aufgabenspektrum. Die Aufgabe zweier Kirchen – die der Kreuzkirche und die der Christuskirche in Dahlerbrück – erlebte sie mit. Aus der Kreuzkirche ist bekanntlich das Kulturzentrum 8Giebel geworden.
Mit Beginn der Ruhephase ihrer Altersteilzeit hat Andrea Schmale vor, „den Wecker in den Ruhestand zu schicken.“ Nur in Ausnahmefällen wird er demnächst gestellt. „Einfach mal nicht so durchgetaktet“ möchte sie ihre Tage dann verbringen und vor allem Zeit für die dreijährige Enkelin haben. Auch das „Reisen steht hoch im Plan.“ Ein paar Tage Nordsee und Ostsee sind schon fest eingeplant. „Wir sind sehr gerne draußen“, spricht sie für sich und ihren Ehemann. Fahrrad fahren und schwimmen zählt sie zu den gemeinsamen Hobbys. Als Gottesdienstbesucherin bleibt Andrea Schmale der Gemeinde erhalten. Auch in der Frauenhilfe bleibt sie aktiv. Zu ihrer Verabschiedung wird sie dennoch eine Packung Taschentücher mitnehmen müssen. „Man geht immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt sie.
Als Nachfolgerin von Andrea Schmale wird Nadine Küper mit 15 Stunden im Gemeindebüro der Evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück tätig sein. Mit 10 Stunden bleibt sie darüber hinaus der Evangelischen Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld erhalten. Im Schalksmühler Gemeindebüro soll es aufgrund der reduzierten Stundenzahl künftig nur noch einen Öffnungstag geben. Welcher, steht noch nicht fest.
Die telefonische Erreichbarkeit (Telefon 02355/6789) bleibt jedoch gewährleistet. Verzichten wird die Evangelische Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück künftig sehr wahrscheinlich auf die Jubelkonfirmationen. Die schwierige und zeitaufwendige Adressenforschung wird die Gemeinde nicht mehr leisten können.



