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Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in die Berufswelt
29.4.2026

Von Monika Salzmann
LÜDENSCHEID + In neuem pink-violett-farbenem Look machte der M + E Info Truck, der Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen frühzeitig und praxisnah über Berufsmöglichkeiten in der Elektro- und Metallindustrie informiert, auf dem Sternplatz Station. Vom Arbeitgeberverband organisiert, erhielten die Jugendlichen in dem außen wie innen neu gestalteten Fahrzeug mit Oberdeck in jeweils eineinhalbstündigen Lerneinheiten spannende Einblicke in die Berufswelt. An Experimentierstationen konnten sie Technik – Mechanik, Elektronik, Automatisierung/Robotik und Pneumatik – ausprobieren und sich aus erster Hand über die Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten in der heimischen Wirtschaft informieren.
„Für uns ist wichtig, dass die Metall- und Elektrotechnik nach vorne gebracht wird“, meinte Beate Paga, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim Arbeitgeberverband Lüdenscheid. „Die Rückmeldung von den Schulen sind durchweg positiv.“ Das erkläre auch, warum der Truck, der im Märkischen Südkreis unterwegs ist, in der gesamten Zeit seiner Tour komplett ausgebucht sei. Von Lüdenscheid ging es weiter nach Kierspe. Alle Schulformen sind angesprochen, den Truck als Instrument der Berufsorientierung zu nutzen. Vor Ort führten Bildungsreferent Lutz Klemkow und Jobcoach Daniel Just die Jugendlichen – unter ihnen der Technikkurs der 8. Klasse der Freien Christlichen Schule mit ihrem Lehrer Torsten Jäger - an Berufe in der Elektro- und Metallindustrie heran.
„Wir machen das jedes Jahr“, erklärte Jäger. „Einblick in die Praxis ist der Mehrwert, den ich mir vom Besuch im Truck verspreche.“ Als heimisches Unternehmen stellte sich die Firma Spelsberg, die durch Carolin Gabel und Azubi Melik Manai vertreten war, vor. Letzterer durchläuft im Unternehmen eine Ausbildung zum Industriekaufmann und absolviert ein Duales Studium an der Fachhochschule Südwestfalen, Standort Hagen. Die Infoveranstaltung im Truck fand er „super“. „Ich habe mich selbst auch viel informiert.“ Den Jugendlichen konnte er über die kaufmännische Ausbildung und das Duale Studium aus erster Hand Auskunft geben.
In Kleingruppen sammelten die Schülerinnen und Schüler an den Experimentierstationen, die im Unterdeck des Trucks untergebracht waren, erste technische Erfahrungen. Mit Schaltern und Schalterkreisen, einer CNC-Maschine und der Arbeit mit einem Cobot, einem Roboter mit integrierten Sicherheitskomponenten, machten die Jugendlichen dabei Bekanntschaft. Ob Technik und ein technischer Beruf etwas für sie ist, konnten sie überdies an einer Pneumatikstation feststellen. Der Truck biete die Möglichkeit, den Jugendlichen zu zeigen, dass eine Ausbildung spannend ist, erklärte Lutz Klemkow. Die Möglichkeiten in der Industrie seien unheimlich vielfältig. „Der Truck kommt super an. Die Lücke der Wahrnehmung wird hier geschlossen.“



