Aktuelle Artikel

Neuer Vikar Christian David Brumm

18.5.2026

Christian David Brumm hat sich für sein Vikariat bewusst für den ländlichen Raum entschieden (Foto; Salzmann)

Von Monika Salzmann

 

HEEFELD + Im Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg zu bleiben, kann sich Christian David Brumm – gebürtig aus Göllheim in Rheinland-Pfalz und seit 1. April als Vikar schwerpunktmäßig in der Evangelischen Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld aktiv – schon jetzt gut vorstellen. Es gefällt ihm gut in der Region. Das Ländliche mag er sehr. Derzeit ist der 25-Jährige, der sein Theologiestudium an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz absolviert hat und am 24. März in Bielefeld mit sieben weiteren Vikaren von Präses Adelheid Ruck-Schröder in den Dienst ausgesandt wurde, auf Kennenlern-Tour durch die Kreise und Gruppen der Gemeinde.

 

Bei unterschiedlichsten Gelegenheiten schaut er seinem Mentor („Lehrpfarrer“), Pfarrer Michael Siol, über die Schulter. Auch in der Oberrahmede und Rahmede, schwerpunktmäßig jedoch in Hülscheid-Heedfeld, wird er in den kommenden zwei Jahren tätig sein. „Ich bin in der Gemeindearbeit aufgewachsen“, erzählt Christian David Brumm. Beruflich habe er gern etwas Soziales machen wollen. Dass der eigene Glaube einmal ein großes Thema sein werde, habe er mit 14 Jahren bemerkt. Eine große Hürde seien allerdings die alten Sprachen, die für ein Theologiestudium Voraussetzung sind, gewesen. Mathematik lag ihm in der Schule mehr als die Sprachen. Das Latinum hatte er dank „eines sehr guten Lateinlehrers in der Oberstufe“ in der Tasche. Mit dem Graecum musste er sich an der Hochschule abmühen. Trotzdem habe er die Zeit an der Uni „sehr genossen.“

 

Bei seinem Vikariat entschied sich der junge Pfälzer bewusst für den ländlichen Raum. „Man darf diese Region nicht vergessen“, ist er überzeugt. „In der Kirche treffen sich die Menschen noch.“ Dass er nach Hülscheid-Heedfeld kommen würde, wusste er zum Ende seines Studiums noch nicht. „Man darf Wünsche äußern“, sagt er. „Ich habe mir gewünscht, in eine ländliche Region zu kommen und ich wollte gern in der reformierten Tradition bleiben.“ Ein erstes Gespräch mit Michael Siol, das Anfang Dezember vergangenen Jahres stattfand, verlief äußerst positiv. „Das war eine schöne erste Begegnung.“ Michael Siol war auch bei der Wohnungssuche behilflich.

 

Mithelfen möchte der 25-Jährige dabei, Konzepte zu entwickeln, um Kirche in Zeiten knapper Kassen und erheblichen Personalrückgangs lebendig zu erhalten. „Kirche muss ehrenamtlicher werden“, ist er überzeugt. „Darum kommen wir nicht herum.“ Zur „Vergemeinschaftung“ auf dem Land, das für ihn eine hohe Lebensqualität hat, möchte er beitragen. Auch sei es wichtig, das Gute, was man hat, wieder mehr wertzuschätzen. „Wir müssen zur Wertschätzung zurückkehren“, sagt er. Jetzt geht es für ihn erst einmal darum, die Menschen, ihre Probleme und Kommunikationsformen kennenzulernen, bei vielem dabei zu sein und die praktische Seite des Pfarrerseins zu erleben. Einmal im Monat geht’s zum Haus Villigst, der zentralen Bildungs- und Begegnungsstätte der Evangelischen Kirche von Westfalen, zur vertiefenden Ausbildung. Zwischendurch fallen diverse Prüfungen an.

zurück zur Übersicht