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Engagiert, voller Glauben und sehr mutig
1.6.2026

Von Iris Kannenberg
LÜDENSCHEID + Missionare spielen weltweit eine bedeutende Rolle, indem sie ihren Glauben unter oft schwierigen Umständen leben, weitergeben und sich für das Wohl anderer Menschen aktiv einsetzen. Joyce und Sven Scheunemann sowie Florin und Alina Sfetcu gehören zu diesen engagierten Persönlichkeiten, deren Wirken sowohl im christlichen als auch im sozialen Bereich beachtliche Wirkung zeigt.
Die Evangelische Kirchengemeinde Brügge-Lösenbach unterstützt sie gemeinsam mit dem dafür gegründeten Verein „Haus des Lebens“ bereits seit vielen Jahren. Joyce und Sven Scheunemann sind in Indonesien tätig, Florin und Alina Sfetcu in Rumänien. Regelmäßig senden sie Berichte und Fotos an die Gemeinde, so dass die Unterstützer der Familien über aktuelle Projekte auf dem Laufenden sind. Ergänzend besuchen die Missionare auch persönlich ihre Gemeinde in Deutschland, da es für beide Seiten wichtig ist, den Austausch von Angesicht zu Angesicht zu pflegen.
Diesmal waren die Scheunemanns zu einem Besuch in Lüdenscheid. In dieser Zeit machten sie Hausbesuche, gestalteten Gottesdienste und Lehreinheiten und trafen Missionspartner, Freunde und Familie. Ein lebendiger Austausch und eine segensreiche Zeit. Schließlich ist man in Lüdenscheid durch tiefe Beziehungen mit den Menschen verbunden, die die Missionare zuverlässig und treu mit Gebet und Spenden begleiten. Florin und seine Frau kamen extra zu einem verlängerten Wochenende für einen gemeinsamen Missionsabend aus Rumänien dazu.
Der Abend in der Kirchengemeinde gestaltete sich abwechslungsreich und spannend. Die Missionare berichteten von ihrer Arbeit und zeigten filmische Dokumentationen von ihrer Tätigkeit vor Ort. Persönlich wurde es, als Sven Scheunemann von seiner schweren und eigentlich unheilbaren Krankheit berichtete, die 12 Jahre dauerte und von der er vor zwei Jahren geheilt wurde. Durch ein Wunder Gottes, wie er sagt, denn die Ärzte gaben ihn auf. Doch was menschenunmöglich ist, kann durch ein Eingreifen des Herrn zum Guten gewendet werden. Ein Zeugnis, das ermutigte. Gott kümmert sich um seine Kinder. Daran darf man festhalten und dafür glauben. Sven Scheuemann ist das beste Beispiel dafür.
Der ordinierte Pfarrer stammt aus Deutschland, seine Frau Joyce ist Indonesierin. Vorgeprägt durch seine Eltern, die beide bereits in Indonesien Missionare waren, entschied sich Sven früh, sein Leben Jesus und der Mission zu widmen. Seine Frau Joyce lernte er auf einer Bibelschule kennen. Auch sie hatte den Wunsch, ihrem Land mit dem Evangelium zu dienen. Als Familie meistern Joyce und Sven gemeinsam mit ihrem Sohn Kevin die Herausforderungen des Lebens in Indonesien, das zu den moslemischen Ländern gehört und Christen zwar mittlerweile duldet, sie jedoch auch argwöhnisch betrachtet. Ein Land in dem Christen nicht der rote Teppich ausgerollt wird, sondern vieles durchaus mit handfesten Risiken verbunden ist. Zu den Erfolgen der Scheunemanns zählen zahlreiche abgeschlossene Projekte und die positive Veränderung vieler Leben. Gleichzeitig begegnen sie immer wieder Herausforderungen wie Sprachbarrieren, finanziellen Engpässen oder gesundheitlichen Risiken. Ihr Durchhaltevermögen und ihre Flexibilität sind dabei entscheidend. Sie berichteten davon, wie sie durch ihre Erfahrungen - positiv oder negativ – persönlich wachsen durften und wie der Glaube ihnen Halt gibt.
Die Scheunemanns arbeiten meist mit lokalen Partnern und Gemeinden zusammen, um nachhaltige Projekte zu realisieren. Dazu gehört beispielsweise der Bau eines offenen Hauses, in dem man gemeinsam lebt, Gottesdienste feiert und Gott im täglichen Leben bezeugt. Ganz praktisch, weil Glaube lebendig gelebt werden will und Früchte tragen sollte. Sie helfen überall da, wo Hilfe gebraucht wird. Stets ist ihre Arbeit dabei geprägt von einem tiefen Respekt gegenüber der Kultur Indonesiens und der Förderung von Eigenständigkeit der ihnen anvertrauten Personen.
Florin Sfetcu kam in Italien zum Glauben und erhielt einen Ruf von Gott, zurück nach Rumänien in sein Heimatdorf Beciu zu gehen, um dort als vollzeitlicher Missionar zu dienen.
Er engagiert sich gemeinsam mit seiner Frau Alina ebenfalls in verschiedenen Projekten, die darauf abzielten, das Evangelium zu verbreiten und Menschen in Not zu unterstützen. Besonders bemerkenswert ist sein Einsatz im örtlichen Gemeindeaufbau und sozialen Diensten, die seinem Dorf in jeder Hinsicht zugutekommen. Durch Bildungsprogramme, Hilfsaktionen und persönliche Betreuung trägt er dazu bei, das Leben vieler Menschen nachhaltig zu verbessern. Er ist bekannt für seine authentische Lebensweise und seine tiefe Überzeugung, dass der Glaube Menschen rettet, verbindet und Hoffnung schenkt. Sein Motto ist es, „den Menschen mit der Liebe Gottes zu begegnen“. Dieses Prinzip prägt sein Handeln im Alltag nachhaltig.
Sowohl Joyce und Sven Scheunemann als auch Florin und Alina Sfetcu stehen beispielhaft für gelebte Nächstenliebe und Engagement. Ihre Arbeit bringt Menschen Hoffnung und stärkt sie in dem Bewusstsein, dass es einen lebendigen Gott gibt, der sie liebt und ganz persönlich kennt. Die Zeugnisse an diesem Missionsabend und das „Feuer“, mit dem die Missionare über das Wirken Gottes und die ihnen anvertrauten Menschen redeten, denen sie dienen, steckt an und überzeugt. Eine sinnvolle, segensreiche Arbeit, die allen viel Mut abverlangt und oft an die persönliche Grenze geht.
Rainer Kopatz, 1. Vorsitzender des Presbyteriums stellte die Familien am Sonntag sichtlich berührt unter Gottes Segen. Sie wurden mit vielen guten Wünschen und Gebet nur ungern von den Mitgliedern der Gemeinde entlassen. Es tat allen gleichermaßen gut, einmal über den Tellerrand hinauszuschauen und zu sehen, was in anderen Teilen der Welt gerade passiert. In Ländern ohne gesichertes Einkommen und Gesundheitsversorgung und teilweise unter Verfolgung. Die Missionare waren ein starkes Zeugnis dafür, dass Christen niemals allein sind und einem Gott dienen, der auch heute noch Wunder tut, Türen öffnet und die Kraft dafür gibt, in allen Herausforderungen treu zu bleiben, um das Evangelium gemäß Markus 16 bis an die Enden der Erde zu tragen.
Man kann sie unterstützen und so auf indirektem Wege ein wichtiger Teil ihrer Arbeit werden. Über die Webseite https://www.haus-des-lebens.org darf man sich dazu ausführlich über die jeweilige Arbeit informieren, Partner werden oder gern spenden.



