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Von kommunaler Wärmeplanung bis zum Wiederaufbau des „Audrey’s“
24.6.2026

Von Monika Salzmann
LÜDENSCHEID + Die Stadtteilkonferenz Wehberg, die bislang schwerpunktmäßig von den Vereinen getragen wurde, fährt künftig zweigleisig. Wie Winfried Lütke-Dartmann von der Stabstelle Demografie/Sozialplanung beim Treffen in der Markuskirche ausführte, soll es künftig jährlich eine öffentliche Stadtteilkonferenz unter seiner Regie für den Wehberg geben. In Händen der Vereine, die trotz der in Auflösung befindlichen IG Wehberg weiter miteinander kooperieren wollen, sollen die Planungstreffen für das Wehberger Stadtteilfest, das erneut 2027 ansteht, bleiben. Jochen Baudis als früherer Vorsitzender, der die Stadtteilkonferenzen bis dato geleitet hatte, werde bei den Planungstreffen weiter Ansprechpartner sein.
Zentrales Thema bei der Stadtteilkonferenz war die kommunale Wärmeplanung. Als Referent war Stephan Kritzler von der Stabstelle Nachhaltiges Planen und Bauen vor Ort. Die Kommunale Wärmeplanung sei bereits offiziell verabschiedet, führte er aus. Mit dem Plan, der auf der städtischen Homepage verfügbar sei, liege ein strategisches Konzept vor, das aufzeigt, wie die Stadt schrittweise auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung umgestellt werden kann. Derzeit liege der Anteil fossiler Energieträger in Lüdenscheid noch bei 90 Prozent – 70 Prozent Gas und 20 Prozent Öl. Das Fernwärmenetz am Wehberg werde mit Gas versorgt. In Vorbereitung sei eine geförderte Machbarkeitsstudie zu einem der vorgesehenen neuen Wärmenetze. Zudem werde es weitere Informationsangebote zur Wärmewende geben. Alle Baublöcke, die am Wehberg Bestandteil des bestehenden Wärmenetzes sind, seien im Zielbild als zentrale Versorgungsgebiete ausgewiesen. Die Stadtwerke beziehungsweise Mark-E hätten einen Förderantrag für eine sogenannte Transformationsplanung gestellt, deren Ergebnisse voraussichtlich im August vorliegen würden. Alle Baublöcke, die nicht Bestandteil des bestehenden Wärmenetzes sind, seien als dezentrale Versorgungsgebiete ausgewiesen. Die Umstellung der Heiztechnik obliege dem Eigentümer. Zum Thema soll es eine weitere Stadtteilkonferenz geben, wenn Ergebnisse vorliegen.

Die Verkehrssituation am Wehberg, die während der Brückensperrung Dauerthema und großes Ärgernis war, spielte diesmal nur eine untergeordnete Rolle. Seit die Rahmedetalbrücke wieder für den Verkehr geöffnet sei, sei die Situation entspannt, stellte Jochen Baudis fest. Wenige Fragen zu derzeitigen und anstehenden Straßensanierungen, die STL-Werkleiter Andreas Fritz beantwortete, an Julia Barfs vom Ordnungsamt (Verkehrsüberwachung) und Nils Becht, den zuständigen Bezirksbeamten der Polizei, waren schnell beantwortet.
Auf den neuesten Stand in Sachen Wiederaufbau der CVJM Kinder- und Jugendfreizeitstätte „Audrey’s“ brachte Miriam Windgaßen die Anwesenden. Alle Anträge seien gestellt, erklärte die Sozialarbeiterin und Gemeindepädagogin. Geplant, ihres Wissens aber noch nicht offiziell genehmigt sei eine Aufstockung auf dem linken (abgebrannten) Teil des Gebäudes. „Das hätte einen enormen Mehrwert für uns“, führte sie aus. Der rechte Teil des Gebäudes, bei dem bei der Brandbekämpfung ein Wasserschaden entstanden war, könne wahrscheinlich noch in diesem Jahr wieder geöffnet werden. Welche Angebote das Audrey’s -Team Kindern und Jugendlichen derzeit macht - im Bauwagen oder in der Markuskirche (Mädchentreff) – erklärte sie ebenfalls. Zudem stecke das Team mitten in den Joker-Vorbereitungen. Standort des beliebten Sommerferienangebots werde diesmal die Grundschule sein. Mehr als 60 Kinder seien dabei. Mit im Boot sei das Audrey’s zudem beim Lüdenscheider Jugendfestival am 27. Juni.
Als neuer Schulleiter der Grundschule Wehberg stellte sich Carsten Neumann bei der Versammlung vor. Er sei seit 2017 an der Schule, erklärte der Nachfolger von Bettina Göldner. Seit Januar habe er die Leitung der Schule übernommen. Auf die enge Kooperation mit dem Audrey’s wies er hin. Dessen OGS-Standort sei in die Grundschule verlegt worden.



