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Kirchenkreis erhält Kinder- und Jugendvertretung
15.6.2026

Von Wolfgang Teipel
KIRCHENKREIS + Kinder und Jugendliche sollen in den Gemeinden und Kooperationsräumen des Evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg stärker mitreden können. Der Jugendausschuss bereitet deshalb die Gründung einer Kinder- und Jugendvertretung vor.
Live, direkt und schnell: Bei der Sommersynode in Meinerzhagen nutzten Vertreter des Jugendausschusses ein neues Umfrageformat. Die Synodalen konnten per Handy ein Fragenpaket zum Thema beantworten, nachdem sie einen QR-Code gescannt hatten. Die Antworten wurden zeitnah über einen Beamer projiziert. Das Ergebnis: Die Synodalen stehen hinter der Einführung einer Kinder- und Jugendvertretung, wünschen sich aber noch weitere Informationen.
Das neue Gremium soll im Februar 2027 ins Leben gerufen werden. Zwei Drittel der Mitglieder werden jünger als 27 Jahre sein. Am 16. Juli sind alle, die sich für das Thema interessieren, zu einem weiteren Vorbereitungstreffen eingeladen. Wer in der Kinder- und Jugendvertretung mitarbeiten möchte, kann sich schon jetzt bei Johannes Seidel, Leiter des Kinder- und Jugendreferates des Kirchenkreises, melden.
Johannes Seidel und weitere Mitwirkende haben bereits Vorarbeit geleistet. Sie haben die Grundsätze zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg überarbeitet. „Das war notwendig“, erklärte Johannes Seidel. Die alte Fassung stammt aus dem Jahr 2002. Sie musste in vielen Bereichen angepasst werden. „Das war ein spannender und sehr guter partizipativer Prozess unter hoher Beteiligung“, sagte der Referatsleiter. Die neue Fassung tritt am 1. Juli 2026 in Kraft.

Grundsätzlich soll die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auf christlichen Grundwerten wie Respekt, Demokratie, Inklusion, Diversität, Sicherheit, Schutz, Freiheit, Offenheit, Lernkultur und Verantwortung für die Schöpfung basieren und die offene Auseinandersetzung mit Glauben, Zweifeln und Perspektiven fördern. Hoher Wert wird auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen gelegt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen entsprechend geschult werden.
Zu den inhaltlichen Schwerpunkten der Arbeit zählen Glaubenserleben durch Gottesdienste, Freizeiten und geistliche Angebote, Gemeinschaft durch Gruppen, Projekte und Veranstaltungen. Weitere Punkte sind Bildung durch Schulungen, Fortbildungen und Qualifizierungen, die verantwortliche Nutzung digitaler Medien sowie gesellschaftliche Verantwortung durch Demokratie- und Klimabildung.
Diese Arbeit soll durch Pauschalen, Eigenmittel und Drittmittel, inklusive Landes- und kommunaler Zuschüsse gefördert werden. Dabei können die Landeskirche, Kreise und Gemeinden mit externen Jugendverbänden zusammenarbeiten. Ziel ist eine enge Kooperation bei der Jugendarbeit im kirchlichen Rahmen.



