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Das Gute und Gelingende

28.6.2026

Das Wort zum Sonntag heute mit Gedanken von Dr. Christof Grote, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg (Grafik: EKKLP)

Kennen Sie das auch, dass Ihr Glas viel häufiger halbleer als halbvoll ist? Dass Sie eine lange Litanei anstimmen können, was alles schlecht und problematisch ist – in unserer Welt, in unserem Land, in unserem Leben? Zahlreiche Kriege, die Menschen in die Flucht treiben, unberechenbare Herrscher in Ost und West. In unserem Land gerät das gesellschaftliche Miteinander zunehmend unter Druck, Egoismen und Einzelinteressen stehen oft an erster Stelle. Und wenn wir dann noch die ganz persönlichen Belastungen hinzufügen, dann hat unser Klagelied wohl viele Strophen und unsere Gläser sind wahrscheinlich nicht einmal mehr halbvoll.

 

Dass uns das Leben so zusetzt, ist allerdings nichts Neues, sondern zieht sich durch die Geschichte wie ein roter Faden: Schon die Israeliten, gerade erst aus der Sklaverei in Ägypten freigekommen und auf dem Weg in das von Gott verheißene Land – am Anfang der Bibel ist davon erzählt – sahen nur noch Überforderungen und Probleme. Und sie sehnten sich zurück: Was war es doch schön, als wir noch Sklaven sein durften! Wie gerne wären wir wieder in Ägypten, da war uns wenigstens alles vertraut!  

 

Aber dann ermutigt Gott, ermahnt sie regelrecht und fordert sie auf: Schaut doch anders auf euer Leben, wechselt doch die Perspektive und blickt auf das Gute und Gelingende – und schöpft daraus neue Kraft und neuen Mut. Mit den Worten der Bibel gesagt (5. Buch Mose, Kap. 26) und dabei auch das biblische Leitwort für den Monat Februar: „Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, dass der Herr, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.“

Mit allen guten Wünschen für Sie und Ihre Lieben

 

Ihr

Christof Grote

 

Superintendent des

Ev. Kirchenkreises

Lüdenscheid-Plettenberg

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