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Widerstandskraft

5.7.2026

Das Wort zum Sonntag heute mit Gedanken von Thomas Wienand, Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Oberbrügge und der Ev. Kirchengemeinde Brügge-Lösenbach (Grafik: EKKLP)

Es ist erstaunlich, dass Bäume so manche Stürme aushalten können. Das liegt daran, dass sie nicht nur starr und hart sind, sondern auch biegsam. Sie können sogar durch den Wind, dem sie immer wieder ausgesetzt sind, noch widerstandsfähiger werden. Auch gebogenes Metall, das einem Druck ausgesetzt ist, wie etwa die Feder eines Kugelschreibers, besitzt die Fähigkeit, sich wieder aufzurichten. Diese Phänomene werden als „Resilienz“ bezeichnet.

 

Auch wir Menschen müssen an den Stürmen des Lebens und an den alltäglichen Belastungen nicht scheitern. Wir können gegen sie angehen, sie überwinden und sogar an ihnen wachsen und reifen. Dazu gehört etwa, grundsätzlich optimistisch zu sein, sich ein verlässliches Netz an sozialen Kontakten aufzubauen oder sich einen Schatz an inneren Werten, Überzeugungen und Denkmustern anzueignen, auf die man gerade in Krisenzeiten zurückgreifen kann.

 

Forscher bestätigen, dass zur Resilienz auch der gelebte Glaube gehört: In Gott jemand gefunden zu haben, der einem Halt geben kann. Dem es ein Herzensanliegen ist, all diejenigen, die von schweren Schicksalsschlägen getroffen sind, wieder aufzurichten. Von dem es heißt: „Aber alle, die ihre Hoffnung auf den Herrn setzen, bekommen neue Kraft.“ Der dafür sorgen kann, dass manches gut wird, dass es für manches seine Zeit braucht, dass man aber auch lernen kann, selbst schwere Dinge anzunehmen. Das alles ist möglich, dem der glaubt.

Solch eine Widerstandskraft wünscht Ihnen

 

Pfr. Thomas Wienand,

Ev. Kirchengemeinde Oberbrügge

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