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„Wir arbeiten familienunterstützend und familienbegleitend“
5.8.2026

KiTa-Leitung Michaela Eickeler verlässt Halver und blickt auf Ihre Tätigkeit zurück
Von Ursula Dettlaff-Rietz
HALVER + Michaela Eickeler, Leiterin der beiden Kindertagesstätten Pusteblume und Spatzennest verlässt Halver und lebt künftig in Obersdorf. Ihr beruflicher Weg ist seit 1986 mit der evangelischen Kindertagesstätte Pusteblume verknüpft. Damals absolvierte sie in der Pusteblume ein Schülerpraktikum. „Dabei merkte ich, dass mir dieser Beruf Spaß macht“, sagt sie. Dieser Kita blieb sie treu, 1989 mit dem Vorpraktikum. Dann besuchte sie die zweijährige Fachschule. Nach dem Anerkennungsjahr im Jahr 1992 wurde sie 1993 übernommen. Zwei Jahre später übernahm sie von der damaligen Leiterin Ulrike Müller die stellvertretende Abwesenheitsvertretung. 2010 baute sie den U3 Bereich mit auf. Seit Januar 2014 leitete sie die Pusteblume.
Seither, so Michaela Eickeler, habe sich sehr viel verändert. „Das Bild der Familie hat sich weiterentwickelt“, sagt sie. In ihren Anfangsjahren besuchten die Kinder bis 12.30 Uhr die Kita, einige Kinder kamen am Nachmittag zwischen 14.00 Uhr und 16.00 Uhr. Anfang der 2000er Jahre habe sich das verändert. Die Kita richtete die Öffnungszeit nach dem Bedarf der Eltern. Mehr und mehr gingen beide arbeiten. Der U3 Bereich wurde entwickelt, das gemeinsame Mittagessen ist mittlerweile selbstverständlich. In den 90er Jahren bestand der Kita Alltag aus Betreuungsarbeit. „Die pädagogische Arbeit ist im Laufe der Jahre viel tiefgründiger, viel reichhaltiger geworden“, erklärte Michaela Eickeler. Auch im Bereich Dokumentation habe sich vieles weiterentwickelt. „Wir arbeiten familienunterstützend und familienbegleitend,“ erklärte sie. Seit 2019 leitet Michaela Eickeler beide evangelischen Kitas in Halver, die Pusteblume und das Spatzennest. Insgesamt 170 Kinder besuchen die Einrichtungen. Wobei die Pusteblume mit fünf Gruppen die größere ist, im Spatzennest gibt es drei Gruppen.

Die Idee, ihren Lebensmittelpunkt nach Bayern, genauer nach Oberstdorf zu verlegen, begleitet Michaela Eickeler schon seit vielen Jahren. „Die Berge waren für mich immer ein Ort, an dem ich dem Alltag entfliehen konnte“, erzählt sie. Dieses Gefühl habe sich verstärkt, als das Paar vor zwei Jahren eine Wohnung dort gekauft habe. „Wir sind dort schon gut vernetzt und haben dort Freunde gefunden“, berichtet sie. Ende 2025 wurde die Planung konkret. „Wir fanden eine größere Wohnung und bevor ich dort eine Stelle suchte, habe ich das mit Heike Esken (Vorsitzende des Presbyteriums der Kirchengemeinde Halver - Anm.d.Red.), abgesprochen“, erklärt Michaela Eickeler. Per App suchte sie nach einer Stelle. Da wurde ihr genau dieselbe Aufgabenstellung angezeigt, die sie bisher wahrnimmt. Termin vereinbart, Vorstellungsgespräch, zwei Wochen später kam die Zusage. Doch zunächst kam der emotional schwierigste Schritt, die Kündigung. „Die Kita ist meine Herzensangelegenheit“, sagt Michaela Eickeler.
„Bei den Freunden wusste ich, die verliere ich nicht. Alles andere beende ich“, blickt sie zurück. Vermissen werde sie die Kolleginnen und Kollegen und die Familien. „Ich habe Halver immer als freundlichen Ort empfunden“, sagt sie. „Aber wir dachten, wenn wir es jetzt nicht machen, machen wir es nie“, erklärt sie. Ab dem 1. Oktober leitet sie in Sonthofen den katholischen Kindergarten und die katholische Krippe St. Christoph. Insgesamt 125 Kinder besuchen die sieben Gruppen in den Einrichtungen. Die neuen Kolleginnen lernte sie schon kennen. Michaela Eickeler ist glücklich darüber, dass Kaja Fröhlich und Jacquelien Binder, beide schon viele Jahre ihre stellvertretenden Leitungen, nun die Leitung übernehmen, Kaja Fröhlich die Leitung der Pusteblume, Jacquelien Binder die Leitung des Spatzennestes.




