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Drama-Dreieck: Themenabend im Café Sprungbrett zeigt Auswege aus Dauerkonflikten
13.8.2026

„Das Drama-Dreieck ist ein Spiel, in dem jeder verliert, ob Opfer, Täter oder Retter.“ Das sagt Susanne Wippermann, Mitarbeiterin der Lüdenscheider Erlebt-Kirchengemeinde. Am 7. August war sie im Café „Sprungbrett“ zu Gast, um über das Modell des US-Psychologen Stephen Karpman zu sprechen.
Das Café „Sprungbrett“ im Begegnungscafé Navi an der Altenaer Straße war an diesem Abend gut gefüllt. Die Besucher wollten wissen, was Menschen tun können, wenn Gespräche und Konflikte in Beziehungen immer wieder in eine Sackgasse führen.
Psychologisches Modell
Das Drama-Dreieck ist ein psychologisches Modell aus der Transaktionsanalyse, das beschreibt, wie Menschen in konflikthafte oder emotional belastende Situationen geraten können. Susanne Wippermann ist aus eigenem Empfinden auf das Drama-Dreieck gestoßen. Die typischen Rollen, die Stephen Karpman in seinem Modell beschreibt, haben sie so fasziniert, dass sie sie als ehrenamtliche Prädikantin in ihrer Gemeinde zum Thema einer Predigt gemacht hat. Das brachte schließlich Andrea Bäcker aus der Suchtberatungsstelle Lüdenscheid des Diakonischen Werkes auf die Idee, Susanne Wippermann zu einem der offenen Themenabend ins „Sprungbrett“ einzuladen.
Drei Rollen
Susanne Wippermann beschrieb die drei Rollen wie folgt: Der Retter hilft, bevor jemand gefragt hat. Der Täter klagt an, ist kritisch, erniedrigt andere und platzt irgendwann vor Wut. Das Opfer fühlt sich klein, hilf- und machtlos und fühlt sich übergangen.
Wie entkommen Betroffene ihren Rollen? „Sie sollten sich das Drama-Dreieck vor Augen halten, einen Schritt zurücktreten und erkennen, in welcher Rolle sie gerade unterwegs sind“, empfiehlt Susanne Wippermann.
Opfer sollten selbst aktiv werden und handeln, Retter sollten fragen, ob Hilfe erwünscht ist, und falls ja, Hilfe zur Selbsthilfe leisten, und Täter sollten wohlwollend und ihrem Gegenüber auf Augenhöhe entgegentreten. „So ist es möglich, die eigene Rolle zu verlassen und das Spiel, in dem jeder verliert, zu beenden.“ Das, so Susanne Wippermann, sei äußerst wichtig, um eine gelingende und authentische Beziehung zu führen.
Darin liege der praktische Nutzen des Drama-Dreiecks: Es gehe weniger darum, andere zu analysieren, sondern vielmehr darum, das eigene Verhalten bewusster wahrzunehmen und zu verändern.



