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„Eine dankbare Haltung verändert zwar nicht die Umstände – aber sie verändert meine Sicht auf das Leben.“
11.9.2026

Von Iris Kannenberg
Es gibt Bücher, die informieren. Es gibt Bücher, die motivieren. Und dann gibt es Bücher, die die Kraft haben, den Blick auf das Leben zu verändern. Mit ihrem neuen Werk „Die Brille der Dankbarkeit – Leichter leben mit neuem Blick“ gelingt Sabine Langenbach genau das: Sie lädt ihre Leserinnen und Leser ein, die Wirklichkeit nicht zu verklären, sondern sie bewusst durch die Perspektive der Dankbarkeit wahrzunehmen.
Sabine Langenbach ist weit über ihre Tätigkeit als Journalistin, Moderatorin und Referentin hinaus deutschlandweit als „Dankbarkeitsbotschafterin“ bekannt. Jeden Montag auf Youtube, ergänzend in diversen Vorträgen, Podcasts, Videos und Büchern vermittelt sie seit Jahren eine zentrale Botschaft: Dankbarkeit ist keine naive Schönfärberei, sondern eine Haltung, die Menschen stärkt und trägt.
Besonders überzeugend ist die Authentizität des Buches. Die Autorin schreibt nicht aus einer Position theoretischer Distanz, sondern aus gelebter Erfahrung. Ihre Geschichten wirken lebensnah, ehrlich und oft angenehm humorvoll. Statt einfacher Patentrezepte präsentiert sie kleine Alltagsbeobachtungen, persönliche Erfahrungen und praktische Impulse, die den Leser dazu anregen, die eigene Perspektive zu hinterfragen.
Gerade diese Mischung macht das Buch so lesenswert. Es erhebt nicht den Anspruch, alle Probleme zu lösen. Vielmehr zeigt es Wege auf, schwierigen Situationen mit mehr Vertrauen, Hoffnung und innerer Stärke zu begegnen. Dankbarkeit erscheint hier nicht als Pflichtübung, sondern als Einladung zu einem bewussteren Leben. „Die Brille der Dankbarkeit“ überzeugt durch ihre Glaubwürdigkeit. Ohne belehrend oder aufdringlich zu wirken.
Wer die Hintergründe von Sabine Langenbachs Engagement verstehen möchte, kommt an ihrer Tochter Birte nicht vorbei. Sie beschreibt offen, dass Birte mehrfachbehindert und blind ist und ihr auf besondere Weise die Augen für die Kraft der Dankbarkeit geöffnet hat. Aus einem anfänglichen „Warum?“ entwickelte sich im Laufe der gemeinsamen Jahre mit Birte eine durch und durch positive, lebensbejahende Haltung. Gerade deshalb finden ihre Worte bei vielen Menschen Gehör: Sie stammen aus einem Leben, das neben Freude auch Belastungen, Fragen und Grenzerfahrungen kennt.
„Birtes Lebensfreude ist ansteckend. Von ihrem Gottvertrauen kann ich mir eine Scheibe abschneiden. Ihrer sprachlichen Einschränkung zum Trotz, hat sie uns schon früh mit einem kleinen Satz überrascht, der es in sich hat. Den sagt sie bis heute immer im passenden Moment: „Gott ist da!“ Birte ist meine „Gott-ist-da-Erinnerin“. Durch sie habe ich verstanden, was der Satz aus Antoine de Saint-Exupéry Buch „Der kleine Prinz“ bedeutet: „Man sieht nur mit dem Herzen gut.“
Heute ist mir klar: Erst unsere besondere Lebenssituation hat dafür gesorgt, dass ich der Dankbarkeit als Haltung entdeckt habe, die Veränderungskraft hat. Aber diese Einstellung fliegt mir nicht zu. Es ist eine bewusste Entscheidung in den schweren Momenten, das in den Blick zu nehmen, wofür ich – immer noch und trotz allem Negativen – dankbar sein kann. Manchmal fällt mir das leicht. Ein anderes Mal ist es eine Überwindung. Aber immer merke ich: Es tut mir gut alles durch die Brille der Dankbarkeit zu betrachten.“
Als bekennende Christin zeugt ihr Buch zudem durch alle Geschichten hindurch leise und unaufdringlich von einer ständigen, engen Gottesnähe, die sie ganz praktisch durch ihren Alltag trägt. Gerade durch ihr Vertrauen zu dem Einen beweist Sabine Langenbach eindrucksvoll, dass Dankbarkeit nicht bedeutet, Probleme zu übersehen. Sie bedeutet vielmehr Herausforderungen anzunehmen, die sanfte Hand Gottes wirken zu lassen und darauf zu vertrauen, dass er weiß, was er uns zumuten kann.
Sabine Langenbach ist eine starke Persönlichkeit, in der sich Glaube, bedingungslose Ehrlichkeit, Lebenserfahrung und Ermutigung auf beeindruckende Weise verbinden. Mit „Die Brille der Dankbarkeit“ legt sie ein berührendes, lebensnahes und ermutigendes Buch vor. Es ist eine Einladung, die eigene Sichtweise zu verändern und selbst in herausfordernden Zeiten Hoffnung, Freude und neue Perspektiven zu entdecken. Daher ist der Titel weise gewählt. Eine Brille verändert eben nicht die Welt, aber sie verändert die Art, wie wir sie sehen. Genau diesen Gedanken greift Sabine Langenbach auf. Sie beschreibt, wie eine dankbare Lebenshaltung zwar die äußeren Umstände nicht automatisch verbessert, wohl aber den Menschen selbst verändert.
Gelungen ist zudem die Verbindung von persönlichen Geschichten und praktischen Denkanstößen. Das Buch eignet sich daher nicht nur zum Durchlesen, sondern auch zum wiederholten Nachschlagen und Innehalten. Viele Passagen laden dazu ein, das eigene Leben bewusster wahrzunehmen und die oft übersehenen Geschenke des Alltags neu zu entdecken. Es fügt sich stimmig in das Gesamtwerk einer Autorin ein, die ihre Erfahrungen mit großer Offenheit teilt und dadurch vielen Menschen Mut macht.
Bei mir selbst als Leserin ist ihre Botschaft auf fruchtbaren Boden gefallen und hat mich die Entscheidung treffen lassen, genau diese Haltung der Dankbarkeit noch mehr und noch bewusster täglich zu leben. Ihr Buch berührt und regt an. Und erhöht - ist die neue Brille einmal aufgesetzt - die eigene Lebensqualität deutlich. Von daher gibt es von mir einen uneingeschränkten „Daumen hoch“ und ein ehrliches „sehr empfehlenswert“!
Sabine Langenbach – „Die Brille der Dankbarkeit – Leichter leben mit neuem Blick“, Neufeld Verlag, ISBN 978-386256-201-5. Kontakt über: www.sabine-langenbach.de und Youtube www.youtube.com/SabineLangenbach

Sabine Langenbach – „Die Brille der Dankbarkeit – Leichter leben mit neuem Blick“, Neufeld Verlag, ISBN 978-386256-201-5. Kontakt über: www.sabine-langenbach.de und Youtube www.youtube.com/SabineLangenbach



