Aktuelle Artikel
Das Gefühl, willkommen zu sein
2.10.2026

Von Iris Kannenberg
RÖNSAHL + Das Klön Café liegt zentral gelegen an der Hauptstraße von Rönsahl. Hat man es gefunden, sprengt es schon beim Einbiegen in die gepflegte Auffahrt alle Erwartungen, die man möglicherweise an einen Café-Besuch hatte. Empfangen wird man zunächst einmal von einem imposanten Herrenhaus mit großer Treppe und einem weitläufigen parkähnlichen Garten. Die liebevoll restaurierte Eingangstür öffnet sich hin zu einer geschmackvoll ausgestatteten kleinen Vorhalle. Durch die Tür zur linken betritt man dann das „Klön Café“.
Es beeindruckt auf Anhieb durch die hohen Decken und Fenster, dicke lehmgestrichene Mauern und eine Einrichtung, bei der auf jedes kleinste Detail sorgfältig geachtet wurde. Ein moderner Tresen mit blitzender Kaffeemaschine fügt sich harmonisch in die mit viel Liebe zusammengestellten Antiquitäten ein. Durch die moderne Kunst an den Wänden entwickelt die Einrichtung zudem eine spannende Eigendynamik von großer Strahlkraft. Hier stimmt einfach alles, ist handverlesen und passt sich nahtlos in ein beeindruckendes Gesamtdesign ein. Ohne dabei abgehoben zu wirken. Es ist gemütlich und einladend und so konzipiert, dass es multifunktional genutzt werden kann.
Ob Live-Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Feiern oder Workshops, alles scheint möglich in diesem gepflegten Ambiente, dass aus zwei separaten Räumen besteht. Bei schönem Wetter lädt zudem der große romantische Garten dazu ein, im Schatten alter Bäume eine kleine Auszeit zu genießen.
Maßgeblich geprägt wird dieser besondere Ort von seiner Inhaberin Bella Hettich. Bella ist bekennende Christin und verbirgt dies auch nicht. Jesus ist ihr Lebensmittelpunkt und persönlicher Ratgeber, den sie erst fragt, ehe sie Entscheidungen von Tragweite trifft. Dass Gott hier einen Platz hat, spürt man, sobald man das Café betritt. Die Besucher werden von einer wunderbar friedlichen Atmosphäre empfangen. Ein perfekter Ort, um sich zu treffen und Gemeinschaft zu pflegen. In einer Zeit, in der vieles schnelllebig und anonym geworden ist, setzt das Café damit einen wohltuenden Kontrapunkt. Man entschleunigt, kaum dass man das Café betreten hat. Der Stress fällt ab. Man fühlt sich angekommen und sicher.
Mit ihrer offenen Art, ihrer so ganz echten Liebe für Menschen und ihrem Gottvertrauen verleiht die Gastronomin dem Café seine ganz eigene Identität. Sie begegnet ihren Gästen auf Augenhöhe, nimmt sich immer Zeit für ein freundliches Wort und bietet mit dem Café einen einladenden Platz, an dem sich Stammgäste ebenso wohlfühlen dürften wie Besucher, die zum ersten Mal durch die Tür treten.
Ihr ist bewusst, dass sie mit dem Café einen Schatz in den Händen hält. Die Möglichkeiten, es für Kunst und Kultur, Events und persönliche Begegnungen zu nutzen sind schier unendlich. Das ausgewogene, für jung und alt gleichermaßen offene, gut durchdachte Konzept lässt viel Raum für viel Kreativität. Die mit 32 Jahren noch sehr junge Inhaberin ist zudem weise genug, alle Angebote, Möglichkeiten und Ideen, in Ruhe zu durchdenken, abzuwägen und zu prüfen, um dann erst zu entscheiden, was genau „dran“ ist für diesen ungewöhnlichen Ort. Wichtig ist ihr vor allem, dass das Café nicht nur gastronomisch erfolgreich ist, sondern sich seine Lebendigkeit und besondere Atmosphäre bewahrt.
Wer das Klön Café besucht, erlebt daher nicht nur guten Kaffee, Kuchen und Gebäck – wie zum Beispiel „Bellas Klöner-Nussecken“, hervorragendes Essen und gemütliche Stunden, sondern vor allem eines: das Gefühl, willkommen zu sein. Vielleicht sogar, seinen Lieblingsplatz gefunden zu haben. Es bietet einen Ort der mentalen Erholung und damit einen Treffpunkt von großem Wert. Wer offen dafür ist, kann hier zudem Gott begegnen, Kraft tanken und eine Auszeit mit ihm genießen. Das Café ist eine wohltuende kleine Welt für sich, in der die Dinge noch in Ordnung sind und das, was in der „normalen“ Welt ständig lärmt und überfordert, keinen Platz zu haben scheint. Und nicht zuletzt eine gepflegte, ansprechende Gastronomie, in der Gemeinschaft, gute Gespräche und Lebensfreude ein echtes Zuhause haben.

Ab Oktober hat das Klön Café, Hauptstraße 9, 58566 Kierspe wie folgt geöffnet:
Montag Ruhetag | Dienstag und Mittwoch: 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr | Donnerstag, Freitag und Samstag: 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr | Sonntag: 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Aktuelle Informationen, auch zu geplanten Veranstaltungen, erhält man zudem über die Webseite www.kloencafe-roensahl.de

Rezept für Bellas Klöner-Nussecken (für ein Backblech ca. 30x40 cm):
Für den Teig:
150g weiche Butter cremig schlagen
100g Zucker und 1 Pck. Vanillezucker hinzufügen
2 Eier und Zitronenschale dazugeben
320g Dinkelmehl mit 1 TL Backpulver vermengen
und rasch unter die Butter-Zucker-Masse kneten
Teig 30 Minuten kaltstellen
In dieser Zeit den Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad)
vorheizen und die Nuss-Masse zubereiten:
Für die Nuss-Schicht:
200g Nussmix und 200g Walnüsse zerkleinern
200g Butter, 100g Zucker, 1 Pck. Vanillezucker,
5 EL Orangensaft und 3EL Wasser in einem Topf aufkochen
Mit zerkleinerten Nüssen vermengen. Masse abkühlen lassen.
Gekühlten Teig ausrollen und flächig auf das eingefettete Blech legen.
Mit Aprikosenmarmelade bestreichen und abgekühlte Nussmasse darauf verteilen.
Im heißen Backofen (Mitte) für 20-25 Minuten backen. Anschließend abkühlen lassen.
Die Nussecken in Quadrate und diese diagnoal in Dreiecke schneiden.
Zartbitter-Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und die Ränder der Nussecken einstreichen.
Trocknen lassen und mit einem Kaffee oder Tee genießen!
Tipp: Mit selbstgemachter, süß-säuerlicher Marmelade schmeckt es besonders gut.
Aufwand: Zubereitung 45 Min. / Backzeit 25 Min. / Kühlzeit 30 Min.



