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Radeln und ein Tierquiz am Welt-Alzheimertag

2.10.2026

Das Bike Labyrinth zog die Gäste an. Foto: Wolfgang Teipel

Frau Rossi radelt gerade durch Pisa. Tatsächlich sitzt die gebürtige Italienerin, die eigentlich anders heißt, im Matthias-Claudius-Haus auf einem Hometrainer vor einem großen Bildschirm. Ein Video simuliert eine Radtour durch die Stadt mit dem schiefen Turm. Eigentlich mag die hochbetagte Dame gar nicht aufhören. Aber der nächste Senior wartet schon.

„Demenz ist (k)eine Frage des Alters“ lautete im Matthias-Claudius-Haus das Motto zum Welt-Alzheimertag. Das Interesse am Bike Labyrinth bestätigt: Auch Menschen mit Demenz können und wollen aktiv sein. Das Bike Labyrinth ist ein System, mit dem Bewohner von Pflegeeinrichtungen oder Patienten in Kliniken interaktive Fahrradtouren durch Städte und Naturgebiete unternehmen können. Die Touren werden auf einem Bildschirm angezeigt, der mit einem Bewegungstrainer verbunden ist. Die Routen sind interaktiv: Hält der Fahrer an, hält auch die Route am Bildschirm an.

Einrichtungsleiterin Melanie Aderhold begrüßte die Gäste. Foto: Wolfgang Teipel

Auch im Raum mit dem Caretable ist jede Menge los. Auf dem großen Bildschirm läuft gerade ein Quiz. Welches Tier macht welches Geräusch? Die Senioren sind mit Eifer bei der Sache. Der Caretable ist ein digitaler, mobiler Aktivitätstisch für Senioren und Menschen mit Demenz. Er fördert mit Spielen und Musik das Miteinander in Pflegeeinrichtungen. Er  stimuliert soziale Interaktion, schafft Verbindungen und  weckt Erinnerungen.

„Mittlerweile haben wir auf allen Stationen einen solchen Caretable. Das Gerät ist sehr beliebt und einfach zu bedienen“, sagt Melanie Aderhold, Leiterin des Matthias-Claudius-Hauses.

Peter Opitz (links) hatte einige Geschicklichkeitsspiele vorbereitet. Foto: Wolfgang Teipel
Das Motto lautete: "Bewegung ist keine Frage des Alters". Foto: Wolfgang Teipel

Gute Stimmung herrscht auch rund um Peter Opitz. Der Übungsleiter des Plettenberger Turnvereins hat eine Station mit Geschicklichkeitsspielen aufgebaut. Später animiert er die Gäste als Vorturner und mit Musik zur Stuhlgymnastik.  Alle haben Spaß, schwenken Tücher, Arme und Beine.

Am Welt-Alzheimertag geht es darum, auf Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen aufmerksam zu machen. „Dabei geht es uns nicht nur um die Krankheit und ihre Herausforderungen“, sagt Melanie Aderhold. „Es geht ebenso darum, den Blick auf das zu richten, was möglich bleibt – auf Fähigkeiten, Selbstständigkeit, Teilhabe und vor allem auf Lebensqualität und Lebensfreude.“

Diese Freude am Dasein möchte das Projekt „LebensFreude Plettenberg“ vermitteln. Es hat sich auf die Fahne geschrieben, Seniorinnen und Senioren mit verschiedenen Angeboten und Veranstaltungen mehr LebensFreude zu bereiten – unabhängig davon, ob sie Zuhause oder in einer Senioreneinrichtung leben. Unterstützt wird das Projekt von der Berges-Stiftung. Träger sind das Diakonische Werk und die Ev. Perthes-Stiftung.

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