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Vom Zweifel und der Zuversicht: Hoffnungsfunken gastieren in Halver
13.10.2026

Von Ursula Dettlaff-Rietz
HALVER + Einen nachdenklichen, zugleich ermutigenden Konzertabend erlebten die Besucher im CVJM-Vereinshaus an der Gerhard-Bergmann-Straße. Die Lüdenscheider Band „Hoffnungsfunken“ unter der Leitung von Reinhard Meyer präsentierte ihr Programm unter dem Titel „Vom Zweifel und der Zuversicht“ und nahm das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch die großen Fragen des Lebens.
Viele Halveraner kennen Reinhard Meyer noch aus seiner Zeit als Regisseur der CVJM-Bühnenmäuse und der Theaterwerkstatt Schalksmühle. Gemeinsam mit Andreas Theil am Piano, Rainer Zwiefka an der Gitarre und Karsten Zapp am Cajon sorgte er für einen abwechslungsreichen Abend mit eigenen Liedern und Texten.
Inhaltlich stand das Konzert ganz im Zeichen von Zweifeln, Hoffnungen und der Suche nach Orientierung. Meyer gliederte das Programm in drei Themenbereiche. Im ersten Teil ging es um Selbstzweifel und die Frage, die viele Menschen beschäftigt: „Habe ich überhaupt ein Talent?“ Passend dazu stellte die Band das Lied „Kein Talent“ vor.
Dabei griff Meyer auf Erfahrungen aus seiner langjährigen Theaterarbeit zurück. Immer wieder habe er von Schauspielern gehört: „Das kann ich nicht.“ Seine Antwort darauf lautete stets, auch einmal Mut zu zeigen und neue Wege zu wagen. Biblische Beispiele wie Mose oder David griff er ebenso auf wie die Erkenntnis, dass Menschen oft überrascht seien, was Gott aus ihnen machen könne. Mit Zeilen wie „Ich bin schon ganz gespannt auf den Weg und geh los an deiner Hand“ machte der Liedermacher deutlich, dass Vertrauen größer sein kann als die eigenen Zweifel.
Im zweiten Teil richtete sich der Blick auf die Welt und die Herausforderungen der Gegenwart. Meyer sprach Themen an, die vielen Menschen Sorgen bereiten. Fragen nach Geborgenheit, Halt und Freiheit standen dabei im Mittelpunkt. In seinen Liedern setzte er sich kritisch mit dem Umgang von Sprache auseinander. Worte würden häufig verdreht oder verändert, bis sie anders klängen als ursprünglich gemeint. Mit der Frage „Welchem Satz kann ich noch trauen?“ griff er die Unsicherheit vieler Menschen auf. Gleichzeitig warb er dafür, genauer hinzusehen und sich nicht von oberflächlichen Botschaften leiten zu lassen.
Der dritte Abschnitt widmete sich persönlichen Lebenskrisen. Meyer sang von Momenten, in denen Pläne zerbrechen und Schicksalsschläge Menschen plötzlich treffen. Auch Beziehungen, die unerwartet auseinandergehen, fanden ihren Platz in den Texten. Doch bei aller Nachdenklichkeit blieb die Botschaft von Hoffnung und Zuversicht prägend. Nach Meyers Überzeugung dürfe man an der Frage nach dem „Warum“ nicht stehenbleiben, sondern müsse neuen Mut schöpfen und nach vorne blicken.
Mit seinen Liedern und Texten, die nah an der Lebenswirklichkeit vieler Zuhörer waren, traf Reinhard Meyer einen Nerv beim Publikum. Nach dem Konzert boten die angesprochenen Themen reichlich Gesprächsstoff. Die Besucher dankten der Band mit langanhaltendem Applaus.
Die Musiker spielten an diesem Abend „für den Hut“. Die Einnahmen kommen teilweise der Band und teilweise der Jugendarbeit des CVJM zugute.



