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Tafelleiterin Susanne Vollmer feiert Abschied im Kollegenkreis

11.7.2026

Mit einer Feier im Kollegenkreis verabschiedete sich Susanne Vollmer (vorne mit Heike Schafer) aus ihrem Dienst als Leiterin der Plettenberger Tafel. Foto: Wolfgang Teipel

Abschied in Raten: Ende Mai traf sich Susanne Vollmer mit den Ehrenamtlichen der Plettenberger Tafel, um mit ihnen ihren Ausstand zu feiern. Vor wenigen Tagen verabschiedete sich die Leiterin der Plettenberger Tafel aus dem Kreis der Hauptamtlichen des Diakonischen Werkes.

„Wir werden Sie vermissen“, sagte Iris Jänicke, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg.

Die Hinwendung zu den Menschen, für die sie und mit denen sie gearbeitet habe, habe Susanne Vollmer ausgezeichnet. „Das ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche soziale Arbeit“, sagte Iris Jänicke.

 

Freundlich-zupackende Art

 

Sie habe die freundlich-zupackende Art der Tafelleiterin immer zu schätzen gewusst, betonte sie. Auf Susanne Vollmer könne der Spruch angewendet werden: „Alle sagten, das geht nicht. Dann kam jemand, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht.“ Zudem habe Susanne Vollmer als Leiterin der Tafel das Diakonische Werk in der Öffentlichkeit und in den Medien hervorragend repräsentiert. „Sie sind Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft immer auf Augenhöhe begegnet“, stellte Iris Jänicke fest. Susanne Vollmer habe der Freiwilligenzentrale, dem Diakonischen Werk und dem Kirchenkreis zu einem guten Ansehen verholfen.

Iris Jänicke, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Lüdenscheid Plettenberg, übergab Susanne Vollmer als äußeres Zeichen der Anerkennung einen Blumenstrauß. Foto: Wolfgang Teipel

„Wir haben viele Jahre zusammen gearbeitet und sind zusammen gewachsen“, sagte Heike Schaefer, Leiterin der Freiwilligenzentrale. „Ich weiß, es wird auch ohne Dich gehen. Aber es wird anders sein.“

Unter den zahlreichen Geschenken, die Susanne Vollmer zum Abschied erhielt, waren eine Weide, behängt mit vielen guten Wünschen und eine Kiste voller Kleinigkeiten, die an Afrika erinnern. Darin war auch ein Geldgeschenk der Kolleginnen und Kollegen verborgen, das Susanne Vollmer an die Umhambi-Stiftung in Mainz weiterleiten wird. Seit vielen Jahren spendet die ehemalige Tafelleiterin dieser Stiftung.

 

Engagement  für Kinder in Simbabwe

 

Sie unterstützt Waisenkinder und gefährdete Jugendliche in Victoria Falls, Simbabwe.

Susanne Vollmer stieg kurz nach der Gründung der  Plettenberger Tafel im Jahr 2000 in die Tafelarbeit ein, zunächst als Ehrenamtliche, später als Leiterin auf Minijob-Basis. Dass die Plettenberger Tafel zu einem wichtigen Anlaufpunkt für viele Menschen in schwierigen Lebenslagen wurde, ist auch Susanne Vollmers Verdienst. Zuletzt koordinierte sie knapp 50 Ehrenamtliche, organisierte die Tafelausgaben einmal im Monat und versorgte so 130 Familien mit Lebensmitteln. „Es war bunt und lebendig – das hat mich immer abgeholt“, sagt die 66-Jährige rückblickend.

Heike Schaefer, Leiterin der Freiwilligenzentrale, wird die Leitung der Tafel übergangsweise übernehmen. Anke Fryr unterstützt sie dabei. Sie engagiert sich schon seit zwei Jahren ehrenamtlich im Begegnungszentrum – „mit viel Spaß“, wie sie selbst sagt. Sie zeigte sich beeindruckt von dem, „was Ihr hier leistet“.

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